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Facebook LIVE: So holen Sie noch mehr Reichweite heraus!

15. Januar 2017Facebook LIVE ist ein spannendes Werkzeug. Wer diese Tricks berücksichtigt, erzielt damit jetzt noch mehr natürliche Reichweite.

Mit Facebook LIVE können Unternehmen und Marken ganz schön Spaß haben. Und wie man sieht, wird bereits eifrig getestet. Manche haben sehr früh damit begonnen, andere ziehen jetzt nach. Allen gemeinsam ist der Wille, Facebook LIVE für das eigene Storytelling zu nutzen.

mit Facebook-Steraming mehr erreichen

Facebook LIVE kann ein wirksames Instrument für die Produktion werthaltiger Inhalte sein.

Was ist Facebook-Live?

Facebook LIVE ist ein Facebook Feature. Es ermöglicht das Streaming von LIVE-Videos über das Smartphone bzw. genauer gesagt die Facebook-Smartphone App.
Alle, die Facebook-LIVE am Computerbildschirm suchen, werden es also nicht finden können. Streamen kann jeder Facebook-Nutzer über sein persönliches Profil und jeder Seiten-Administrator. Aber eben nur über Mobiltelefon und App.

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Wie lässt sich Reichweite erzielen über Facebook LIVE?

Ich bin jetzt versucht, zu sagen, gar nicht mehr so einfach, wie etwa noch vor ein paar Monaten. Da reichte es wirklich, LIVE zu gehen und die Kamera auf einen bewegten Gegenstand zu richten, fertig. Warum das damals noch reichte, ist einfach erklärt.

Facebook belohnte den Einsatz dieser Funktion mit massig natürlicher Reichweite, weil es von seinen Nutzern mehr Video-Inhalte, genauer, LIVE Video Inhalte sehen wollte. Dies, um die „Umerziehung“ der Nutzer in Richtung Bewegtbild voranzutreiben. Jetzt, wo Facebook-LIVE von immer mehr Nutzern eingesetzt wird, hat Facebook erreicht, was es wollte und kann die natürlich zu erzielende Facebook-Reichweite getrost etwas zurückschrauben. Es sein denn, man lässt sich da etwas einfallen.

DAS ist bereits eines der wichtigsten Takeaways! Sich etwas einfallen zu lassen, ist für den Einsatz von Facebook LIVE heute oberstes Gebot. LIVE zu gehen und das Telefon auf einen x-beliebigen Gegenstand zu richten, reicht heute bei weitem nicht mehr aus.

Nachtrag: Ausnahmen bestätigen aber auch hier die Regel, wie dieses Video von TaiPan Touristik mit stattlichen 6.900 Aufrufen zeigt!

 

Formate für Facebook-LIVE machen Sinn

Geht man als einfacher Facebook-Endverbraucher LIVE so sollte der Nutzen für die eigenen „Freunde“ anders aussehen, als wenn etwa Marken und Unternehmen LIVE streamen. Was im Freundeskreis Freundes- oder Cliquen-Content sein kann, sollte im Corporate-Einsatz anders gestrickt sein.

Darüber sollte sich jedes Unternehmen vorher Gedanken gemacht haben. Weil es, wie gesagt, heute nicht mehr reicht, auch Facebook-LIVE zu machen.

Facebook-LIVE machen jetzt viele: So machen Sie den Unterschied

Es gibt da ein paar Dinge, mit denen Facebook LIVE noch mehr Spaß macht. Und ich habe dann Spaß, wenn unterm Strich natürliche Reichweite herausschaut. Wo also ansetzen?

Mir ist aufgefallen, dass viele Unternehmen beim Streaming über Facebook LIVE mittlerweile auf ein gutes Setting achten.

  • An das Licht achten. Natürliches Licht ist gut. Wenn es nicht ausreicht, dann die Szene besser mit eigenem Licht ausleuchten.
  • Auf die Bildführung achten, sprich, Stativ und Gimbal verwenden. Verwackelte Bilder waren gestern. 50 Euro in ein Stativ zu investieren, zahlt sich bei Facebook-LIVE doppelt aus. Gimbals machen dann Sinn, wenn sich der Sprecher etwa durch einen Raum bewegen soll. Alternativ kann man hier aber auch mit einem Kameraschwenk arbeiten.
  • Nicht nur mit einer Einstellung arbeiten. Wenn der Sprecher vor der Kamera lediglich seinen Mund bewegt, so scheint das für Facebook nicht sonderlich interessant. Bessere Ergebnisse habe ich erzielt, wenn die Kamera bewegt wird oder sich gar der Sprecher selbst bewegt.
  • Der Ton macht die Musik. Smartphones haben gute eingebaute Mikros. Fakt ist aber auch, dass die Tonqualität vieler Facebook-Live Streamings zu wünschen übrig lässt. Vor allem wenn es Umfeldgeräusche gibt. Hier mittels eigenem Mikro nachzuhelfen, macht absolut Sinn!
Bei Video ist der Ton besonders wichtig

Wer seinem Smartphone für den Facebook-LIVE Einsatz ein externes Mikro spendiert, meint es gut mit seinen Zuhörern.

Folgende weitere Dinge tragen bei zu einer höheren natürlichen Reichweite auf Facebook LIVE

Facebook braucht ein wenig Zeit, das LIVE Video nach erfolgtem Start in die Feeds der Freunde bzw. Fans der Seite zu bringen. Vor diesem Hintergrund machen längere Streamings Sinn. Wer z.B. nach 30 Sekunden abbricht, bringt sich um LIVE-Zuseher, die sich so möglicherweise für das nächste LIVE-Video benachrichtigen lassen und nimmt sich damit auch natürliche Reichweite.

5 Minuten sind gut, 10 Minuten besser!

Wer also weiß, was er zu sagen hat und / oder dazu in der Lage ist, den Spannungsbogen über zehn Minuten zu halten, der sollte dies unbedingt tun.

Facebook-Live ankündigen

Wenn ich weiß, dass meine Seite in zwei oder drei Stunden livesteamen wird, dann kann ich dies gut und gerne auf Facebook ankündigen. Hier kann man dann nicht nur den genauen Startzeitpunkt nennen, sondern die Fans aktiv auch dazu auffordern, vorab Fragen zu stellen und sich so aktiv einzubringen. Alle Kommentare, Likes und möglicherweise Shares zu dieser Ankündigungen, erhöhen die Chance, dass die betreffenden Personen in ihren Feeds dann auch wirklich meine LIVE-Bilder zu sehen bekommen.

FB LIVE lebt von Interaktion!

Interaktion ist eine coole Sache. Interaktion meine ich zwischen denen, die via FacebookLIVE Streamen und jenen, die sich die Inhalte ansehen. Wem es hier gelingt, Nähe herzustellen zwischen Sendern und Empfängern, der macht es besonders richtig.

Auf’s Hallo und Danke nicht vergessen

Wenn sich Zuseher während dem LIVE-Streaming mit ihren Fragen und LIKES melden, sollte man unbedingt darauf eingehen. Noch besser jedoch ist es, diese Interaktionen gezielt auszulösen, indem gefragt oder eben (zurück)gegrüßt wird. Ja, das alles sind Kleinigkeiten. Jedoch helfen sie ungemein, wenn es darum geht, über Facebook-LIVE natürliche Reichweite zu erzielen.

Probieren Sie es selbst aus!

Mehr Tipps und Tricks zu Facebook-LIve finden Sie bei Facebook LIVE

 

 

 

Content Audit: Der perfekte Start ins neue Jahr

4. Januar 2017Ins neue Jahr zu starten und seinen Blick auf die Inhalte der vergangenen Tage und Wochen zu richten, macht Sinn. Welche Fragen zu stellen Sinn macht, lesen Sie hier

Wer sich die Inhalte der eigenen Webseite, des eigenen Blogs und der daran anschließenden Profile in sozialen Medien kritisch anschaut, erkennt rasch, was funktioniert hat im abgelaufenen Jahr und was weniger.

Und jetzt startet das neue Jahr und wir alle scharren mit den fertigen Postingplänen in den Startlöchern oder machen uns gerade Gedanken, wie die Inhalte und das daran schließende Marketing der kommenden Wochen aussehen soll.

Aber halt! Jetzt einfach weiter zu wursteln ist nicht der Weisheit letzter Schluss! Damit der Start ins neue Content-Jahr 2017 gut gelingt, lohnt ein Blick zurück.

Jetzt alle Postings eines Blogs oder einer Facebook-Seite aufzulisten, und zu sehen, was wie stark kommentiert, geteilt oder geliked wurde, ist schon mal ein guter Anfang. Zudem ist es einfach, weil ein Blick ins Blog-Backend dafür ausreicht.

Content Strategie braucht Content Audit

Der Blick ins Backend des Blogs ist ein guter Anfang. Facebook -Statistiken oder Tools wie FanpageKarma liefern weitere interessante Einblicke.

Detailliertere Schlüsse lassen sich aber vor allem dann ziehen, wenn man sich die Inhalte auf Basis bestehender Business-Ziele ansieht. Das Posting mit den vielen Likes oder der Blogpost, in den besonders viel Zeit und Mühe gesteckt wurde, verliert dann möglicherweise seinen Glanz, wenn das, was er transportiert nicht oder nur in geringem Ausmaß zur verfolgten Business-Strategie passt.

Content Audit heißt kritisch Hinschauen auf die eigenen Inhalte

Neben der Qualität der Inhalte spielt immer auch der Posting-Zeitpunkt eine wichtige Rolle.

Hier heißt es nachzubessern und sich im ersten Schritt noch eingehender mit den eigentlichen Business-Zielen auseinander zu setzen. Sich also beispielsweise zu fragen:

  • Mit welchen Themen / Dienstleistungen oder Produkten möchte ich 2017 punkten?
  • Welche Umsätze in welchem Quartal mit welchen Dienstleistungen oder Services erzielen?
  • In welchen Themenbereichen möchte ich in welchem Zeitraum welche Zielgruppe erreichen?

Von strategischem Interesse im Content Marketing sind also jene Postings, die nicht nur gut funktionieren, sprich angenommen werden, sondern eben auch auf die eigenen Zielsetzungen einzahlen.

Kontakt Ed Wohlfahrt

Wir dürfen Sie bei Ihrem Content Audit unterstützen? Wir sind unter +43 463 914131 gerne für Sie da.

Lesetipp:
Einen sehr guten Post zum Thema Content Audit finden Sie im Blog von Babak Zand Content Audit

 

Kommunikation ist oft unbedankt

2. November 2016In postfaktischen Zeiten wie diesen wird die Kommunikations-Luft immer dünner. Manchen geht zuerst die Luft, dann die Lust aus.

„Ich habe auf Facebook etwas Tolles geteilt und es hat niemand verstanden“, sagt die Workshop Teilnehmerin frustriert. Sie ist sendungsbewusst, reflektiert und kommuniziert aus Überzeugung.

Dennoch kann sie von Aufmerksamkeit für das, was sie erzählen und sagen will, einfach nur träumen.

Der nächste Frauenkörper im Bikini, der nächste Sonnenuntergang und das nächste Buzzfeed-Video sind nur einen Klick entfernt.

Was sagt man so jemandem? Was gibt man ihm mit auf den Weg?

  • Die neuesten Wege mit denen man den Algorithmus austrickst?
  • Input wie man noch stärker zuspitzt, aufregt und emotionalisiert?
  • Empathie und Zuspruch weiter zu kommunizieren wer und was man ist?

Ich habe mich natürlich für den dritten Weg entschieden, was gar nicht so leicht war. Zu spannend ist es, die Inhalte zu schärfen, hier anzusetzen und zu versuchen, im Geschrei der Massen, egal ob nun online oder offline, noch lauter und noch effizienter zum Punkt zu kommen.

Ich denke, dass es um jeden einzelnen Sender von Botschaften selbst geht. Es geht um das, was in ihm vorgeht, darum, was ihn antreibt oder eben, wie im vorliegenden Fall unendlich frustriert.

Das jetzt als Nabelschau zu verstehen, zu sagen, „jaja Social, da gehts halt primär um die Befindlichkeiten der Absender“, das greift zu kurz.

Wir selbst, unsere Sichtweisen und Geschichten sollten in unserer Online Kommunikation eine größere Rolle spielen.

Wer bis du? Was treibt dich an? Wofür brennst du und warum? Darüber zu sprechen kann nie falsch sein.

Ich denke, es kann oder besser könnte genau das sein, was uns dabei hilft aus der Masse rauszutreten und letztlich in die Relevanz zu kommen.

Jetzt nicht in die Relevanz der Vielen aber zumindest in die Relevanz der für uns jeweils kritischen Masse. Haben wir diese erreicht, können wir mehr als zufrieden sein.

Ich habe der Dame also geraten, bei dem zu bleiben, was sie sagen will. Weiter zu gehen auf ihrem Weg, für sich, für ihr Unternehmen auf Facebook (und anderswo) Bewusstsein zu bilden und sich einen Scheiß darum zu kümmern, was gerade angesagt ist im angeblich so professionellen Content-Marketing.

Ihr hat das vorerst mal sehr gut getan. Sogar richtig Lust hat sie wieder bekommen auf ihrer Unternehmensseite zu posten.

Ich denke, das ist mal ein guter Anfang.

Blogparade „Zukunft Online Video“

18. Mai 2016Die Blogparade #ZukunftOnlineVideo geht dem Zusammenhang von Online Video, Social Media und Content Strategie auf den Grund. Mitmachen kann jeder, der zu diesem Thema beitragen möchte. Verlinken bitte nicht vergessen!

Online Marketer, Community-Manager und PR-Leute wissen es längst. An Video-Inhalten führt 2016 kein Weg mehr vorbei.

Grund genug, dem Phänomen Bewegtbild auf den Grund zu gehen und genauer hinzusehen. Zu fragen, wo die Stärken bewegter Bilder liegen und wie sie sich im Kontext professioneller Marken- und Kommunikationsarbeit online am besten einsetzen lassen, ist mehr denn je ein Gebot der Stunde.

Denn klar ist, dass die Zeiten verwackelter Handy-Videos der Vergangenheit angehören und heute professionelles Bewegtbild vorausgesetzt wird.

Online Video Blog Parade Ed Wohlfahrt

Jeder „kann“ Video, hat es den Anschein. Jeder schaut aber auch gerne Videos. Ob auf Webseiten oder Facebook. Was bedeutet dies für das Content Marketing sowie bestehende Strategien und wie bedeutsam ist Online-Video wirklich?

An wen wendet sich die Blogparade #ZukunftOnlineVideo

Die Blogparade wendet sich an alle, die sich mit dem Thema Online Video beschäftigen jedoch nicht zwingend an Personen, die Online-Videos selbst produzieren.

Angesprochen fühlen sollten sich also sowohl Content-Manager, als auch PR-Leute, Filmschaffende und Social Media Auskenner. Alle diese Leute haben das Thema Video auf dem Radar.

Die Blogparade hat das Ziel, bestehendes Wissen zu verbreitern und neues zu schaffen und die Relevanz des Themas damit ein Stück weit stärker zu verankern.

Dauer der Blogparade #ZukunftOnlineVideo

Die Blogparade startet heute (19. Mai) und läuft bis einschließlich 30. Juni 2016

Gebrauchsanweisung zur Blogparade #ZukunftOnlineVideo

Mitmachen kann jede/r Blogger/in die etwas zum Thema Online Video beitragen möchte. Basis des ganzen ist ein Post oder Video auf dem eigenen Blog oder auf Youtube / Vimeo, etc. sowie eine Verlinkung mit diesem Artikel, mittels Kommentar bzw. Trackback.

Alle eingereichten Blogposts und Videos werden hier, im Anschluss an diesen Posts sowie am neu erstellten Online Video Space (Testballon) auf Google veröffentlicht

Hier können alle eingereichten Blogposts und Videos eingesehen aber auch diskutiert werden.

Hier können alle eingereichten Blogposts und Videos eingesehen aber auch diskutiert werden.

Wer mich auf Google adden will bitte hier lang ==> +EdWohlfahrt

Nachfolgend finden sich Themenvorschläge, die nach Lust und Laune umgestaltet und erweitert werden können.

Schön wäre es, würden alle TeilnehmerInnen auf ihren Blogs, im weiteren auch auf Twitter, Facebook und allen anderen Kanälen, den Hashtag #ZukunftOnlineVideo verwenden.

Wertschätzung statt Nabelschau

Die eingereichten Blogposts dürfen keine Werbe-Einschaltungen sein. Der Austausch, qualitatives Feedback und konstruktives Lernen voneinander steht im Vordergrund.

Themenvorschläge für die Blogparade #ZukunftOnlineVideo

  • Wie schätze ich persönlich das Thema Online Video generell bzw. für die Content Strategie von Unternehmen, Privatpersonen, etc. ein?
  • Wie professionell muss Video-Content heute sein? Bis zu welchem Punkt können oder sollen Unternehmen und PR-Agenturen selbst Hand anlegen?
  • Werkzeuge- und Plattformen-schau: Welche Dienste setze ich ein, welcher Plattform gebe ich den Vorzug und warum?
  • Womit ich drehe und warum: Wie sieht mein Video-Setup aus (Kamera/Licht/etc.) und für welche Zwecke setze ich es ein?
  • Periscope, Google & Facebook LIVE: Einsatzmöglichkeiten, Best Practise-Beispiele, Do’s & Dont’s bzw. auch Wie lassen sich diese Dienste im Rahmen einer bestehenden Content Strategie einsetzen?
  • Wo liegt die Zukunft für Online Videos, wie genau könnte sie aussehen und warum, wohin entwickeln sich Branche, Plattformen und Anwender?
  • Online Video und Suchmaschinen-Marketing. Welche Rolle spielt Video Content für SEO?

Alle eingereichten Posts oder Videos werden hier angeführt:

 

1. Videos statt Fernsehen: Virtual Reality und 360-Grad-Videos

2. Online Video Marketing – Beitrag von Logmedia

3. Der Tourismus-Blog: Videos Statt Fernsehen

4. Beitrag vom Bremen Blog „Bremen in Video erleben“

 

Sorry, keine Zeit für deine Story!

13. Januar 2016In der Produktion relevanter Online-Inhalte mühen sich viele ab. Sie schreiben Geschichten, vesuchen zu emotionalisieren und lassen auch sonst nichts unversucht. Was aber, wenn Nutzer für die hochwertigen Früchte dieser Arbeit gar keine Zeit haben?

Mir geister dieser Gedanke schon lange im Kopf herum. Was ist, wenn wir in unseren Texten mit Bildern, Metaphern und Geschichten arbeiten, wir den Leser damit aber gar nicht (mehr) abholen, weil dieser an chronischem Zeitmangel leiden oder zumindest am Plafond seiner Aufnahmefähigkeit steht?

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Wir setzen in unseren Texten vielfach auf Narrative, Metaphern oder Microstories. Die Frage steht im Raum, ob die Leser dafür überhaupt genügend Zeit und Lust mitbringen.

Wäre es da nicht klüger, auf Info-Happen und Bullet-Points zu setzen und narrative Ansätze (Stichwort: Storytelling) in unserem Online-Marketing gänzlich über Bord zu werfen? Ich meine, Aufwand ist das ja wirklich genug. Die Frage ist, ob dieser sich lohnt.

Wer stellt sich ähnliche Fragen und wer hat darauf vielleicht sogar schon Antworten?

Ich befinde mich schon länger in dieser „Storytelling-ist-super“-Clique, weiß, dass wir uns seit Jahrtausenden Geschichten erzählen und darauf (angeblich) abfahren.

Ich frage mich, inwieweit die Gleichung „Relevante Geschichte gut erzählt ist gleich Aufmerksamkeit“ noch stimmt bzw. ob sie überhaupt jemals gestimmt hat.

Jetzt gibt es all diese Beispiele von interaktivem Storytelling, also vom Ineinandergreifen hochwertig aufbereiteter multimedialer Inhalte. Die Frage stellt sich aber, wer sich für ein solches Angebot dann wirklich die Zeit nimmt, minuten- oder wohl besser stundelang verweilt und genießt.

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Sinkende Aufmerksamkeitsspannen und gleichzeitig Texte, die aufwändig erzählte Geschichten beinhalten. Geht das zusammen?

Wie sehr muss man sich mit dem Thema auseinandersetzen wollen, wie viel Zeit mitbringen und wie viel Muse? In einer Zeit, in der die Aufmerksamkeitsspanne immer weiter nach unten rutscht, Kinder flennen und Telefone bimmeln.

Ach ja, mein Computer erinnert mich gerade an den nächsten Termin! Storytelling? Fehlanzeige.

Ich, und ich glaube viele von uns haben die Zeit einfach nicht. Und da stellt sich die eingangs erwähnte Frage noch einmal: Macht es überhaupt noch Sinn, in bzw. mit unseren Texten (Achtung, ich spreche hier nicht von Videos, Grafiken oder Bildern!) den ernsthaften Versuch zu unternehmen, Geschichten zu erhählen.

 

Mehr aus der Rubrik Storytelling hier am Blog

 

Roaming ade: Wie Sie als Touristiker jetzt vorbauen!

30. Juni 2015Europa sei Dank! Ab 2017 hat der heimische Tourismus ein Problem weniger. Die Zurückhaltung der Gäste, ihr eigenes (teures) Mobiltelefon zu nutzen, fällt weg. Wie Sie als Touristiker darauf reagieren und Ihr Online Marketing fit machen für die Zeit danach, lesen Sie hier!

2017 ist das leidige Thema Roaming Geschichte. Urlauber können ihr geliebtes Mobiltelefon dann nutzen, ohne Angst vor den Kosten haben zu müssen. Sie brauchen beim Upload ihrer Fotos, und Check ihrer Social Media Profile nicht mehr auf den Datenverbrauch achten.

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Die Frage ist nun, wie Destinationen, touristische Angebotsträger und touristische Marken auf diesen Umstand reagieren. Hier gleich ein paar Optionen

  • Gute Inhalte? Haben wir eh!
    Es gibt sie, die Regionen, Marken und Angebotsträger, die bereits gestern für heute vorgesorgt haben. Sie haben nicht nur längst mobil optimierte Webseiten, sie verfügen auch über relevante Inhalte, die jedoch laufend angepasst und erneuert werden. Die Qualität dieser Inhalte ist hoch. Es gibt eine Strategie für Soziale Medien und einen laufenden Prozess, der eine gleichbleibend hohe Content Qualität sicherstellt.
  • Gute Inhalte? Keine Ahnung!
    Wenn Sie all das nicht haben, wenn die Google Suche nach Ihrem Unternehmen eine nicht gewartete Google-Plus Seite ganz oben ausspuckt, dann sprechen Sie jetzt mit Ihrer Internetagentur. Daran, sein Online-Marketing für die Zeit nach dem Wegfall der Roaminggebühren anzupassen, führt meiner Meinung nach kein Weg vorbei. Und 2017 wird es zu spät sein, damit zu beginnen. Der frühe Vogel fängt den Wurm!
  • Gute Inhalte? Brauchen wir nicht!
    Sie brauchen keine guten Inhalte? Höchst wahrscheinlich auch kein Online-Marketing, weil Ihr Betrieb auch so gut funktioniert? Sie Glücklicher! Es gibt zwar nur noch wenige Betriebe, auf die das zutrifft (und es werden immer weniger) aber lassen Sie es sich gut gehen, der nächste Gast kommt bestimmt!

Anregungen für Ihr touristisches Content Marketing

Egal zu welcher Gattung Sie sich zählen. Hier ein paar Anregungen für Destinationen, touristische Marken und Angebotsträger (deren Produkt natürlich stimmt) für die Zeit vor dem Wegfall der Roaming-Gebühren ab 2017:

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1. Verschaffen Sie sich Klarheit über den aktuellen Stand Ihres Online Marketings

Wo stehen Sie jetzt oder anders gefragt, wo ist Ihr Online Marketing stehengeblieben? Hier gehts erst mal gar nicht um den Inhalt sondern um die zum Einsatz kommenden Instrumente. Gibt es eine Webseite, ist sie benutzerfreundlich auch auf mobilen Endgeräten, wo rangieren Sie auf Google, wie funktioniert der Newsletter, wie kommen Sie an neue E-Mail Adressen, was sagen Bewertungsportale über Sie aus? Wie generieren Sie neue Anfragen? All diese Fragen einer nüchternen Neubewertung zu unterziehen, dazu ist jetzt die Zeit!

2. Die Zahlen auf den Tisch!

Viele Touristiker lagern ihr Online Marketing aus. Das ist grundsätzlich ok. Viele tun es aber so, dass sie die Verantwortung dafür schlichtweg abgeben. Bedeutet, dass sie weder Interesse an der Webseiten-Statistik, noch an den Öffnungsraten der versendeten Newsletter haben. Und wer jetzt kontert, und sagt, er hätte keine Zeit, dem sage ich hier und jetzt

Wer sich nicht um sein Online Marketing kümmert, der braucht sich bald um gar nichts mehr zu kümmern!

Sich einen Überblick zu verschaffen bedeutet, sich für die Dinge zu interessieren, Fragen zu stellen um in weiterer Frage noch bessere Fragen stellen zu können. Beispiel: Kunde zur Agentur: „Bitte fügen Sie mich als Administrator der Facebook-Seite hinzu“. Tut nicht weh, wirkt aber oft Wunder und verbessert die Performanz von Social Media Seiten nachweislich!

3. Alte Zöpfe abschneiden!

Entschlacken Sie Ihr Online-Marketing um das, was Ihnen nachweislich nichts bringt. Es ist komisch, wir halten an Dingen fest, die vor langer Zeit aufgehört haben zu funktionieren. Wenn sie es überhaupt jemals getan haben! Hier geht es um den Newsletter, den kaum jemand öffnet, die Facebook-Seite des Hotels, mit der sich niemand befreunden will oder die Google-Anzeigen, die einfach verpuffen. Was Sie brauchen, um solche guten Entscheidungen zu treffen? Klarheit. Und die liefern nur harte Zahlen.

Content Marketing Strategie

Klarheit. Eine schöne Sache. Auch und vor allem im Content Marketing!

So. Jetzt sind die Zahlen auf dem Tisch, sind Dinge, die nachweislich nichts bringen abgestellt oder abbestellt, je nach dem ; ) Der Blick wird klar.

Mit 2017 ist Roaming Geschichte

Die Frage, die sich nun stellt, lautet, was brauchen bestehende und potentielle Gäste oder Kunden? Welche Inhalte, welche Angebote können ihnen clevere Touristiker jetzt, in der Minute unterbreiten?

Gutes Online-Marketing macht Sinn, stiftet Nutzen, wird nicht länger als Werbung sondern als sinnvolle Ergänzung betrachtet, weil es einen Urlaub, einen Aufenthalt, ein touristisches Erlebnis

  • zu bereichern
  • zu entschleunigen
  • zu ergänzen
  • zu erleichtern
  • zu verbreiten

in der Lage ist. Hier setzt Tourismusmarketing nach dem Wegfall der Roaming-Kosten 2017 an. Was noch können Sie tun um Ihr Online-Marketing zu optimieren?

Online Marketing: Konkrete nächste Schritte

Sorgen Sie für gute Inhalte

Dass gute Online Inhalte für Gäste ein Segen sind, sollte hinlänglich bekannt sein. Diese guten Inhalte sollten jedoch insbesondere zum richtigen Zeitpunkt vor den Augen der richtigen Nutzer erscheinen. Und hier kommt das Thema Kontext ins Spiel.

Übererfüllen Sie bestehende Erwartungen

Hoch über der Waldgrenze mit Blick über halb Oberkärnten ein Vier-Gänge-Menü einzunehmen, wie man es in Millstatt tun kann, das sind Anlässe, über die man gerne spricht. Offline und auf Facebook sowieso. Das Mobiltelefon zückt aber nur der, dessen Erwartungen wirklich übererfüllt wurden.

Diese, bestehende Erwartungshaltungen übererfüllenden Anlässe, Begegnungen und Bezüge zu schaffen, genau dorthin sollte das touristische Sinnen und Trachten verstärkt gehen. Jetzt und noch viel stärker nach 2017 wo in den Mobiltelefonen unserer Gäste nicht mehr länger eine Kostenbremse eingebaut sein wird.

Beachten Sie Kontext und Bezüge

Wenn der Musikdienst Spotify die ausgelieferte Musik an die Laufgeschwindigkeit seiner Abonnenten anpassen kann, sollten auch Sie darüber nachdenken, ob die Inhalte Ihres Online Marketings bestehende und zukünftige Kunden zum rechten Zeitpunkt, in der richtigen Stimmungslage, mit dem genau passenden Informationsbedürfnissen abzuholen in der Lage sind.

Es gibt die Möglichkeit, Teile Ihres Online Marketings so zu kuratieren und anzubieten, sodass Bezüge entstehen, die von Ihren Kunden dankend nachgefragt werden.

Folgen Sie bloß nicht der Mode

Wenn Sie wissen, dass Ihr touristisches Angebot anders ist, dann hätte es sich eigentlich auch ein anderes Online Marketing verdient. Das muss nicht immer nur die neue Webseite oder der umgestalteter Newletter sein.

Sich inhaltlich neu aufzustellen, eine neue Sprache zu verwenden oder einfach „nur“ voll und ganz in die Schuhe seiner Gäste zu schlüpfen, all das kann Sie darin unterstützen, auch im Online Marketing neue Wege einzuschlagen. Wege, wie sie nur Sie, nur Ihr Betrieb einschlagen kann.

Ihr Produkt wird einzigartig sein, Ihre Geschichte leicht verständlich und damit teilbar und ihr Online Marketing wird anders sein als alles andere. Kurz gesagt: Produkt und Online Marketing ergänzen sich optimal, sind schlüssig und vor allem glaubwürdig. Und wollen wir das nicht alle?

5 knackige Ideen für Ihr nächstes Online Video

23. Juni 2015Mit Videos ist es so eine Sache. Alle wissen, dass sie gerne gesehen werden aber kaum einer traut sich drüber. Viele Unternehmen beschränken sich deshalb darauf, Videos anderer zu teilen oder geben sich zufrieden mit einem verwaisten Youtube Kanal.

Neulich sah ich bei Marketo ein Video, bei dem ich hängen blieb. Ich sah es mir einmal an, dann noch einmal, weil ich den Ansatz schön fand. So einfach und doch wirksam.

Das Video war in der Produktion sicher nicht teuer, liefert jedoch sympathische Bilder die sich positiv auf Mitarbeiter und Marke auswirken. Nebenbei wirft es die Frage auf, „Was tut Marketo nun wirklich..“ und lädt so zu einer Beschäftigung mir der Marke ein.

Mobile Video leicht gemacht

Gutes Bewegbild muss nicht immer gleich eine Lawine kosten. Klar ist aber auch, dass ein verwackelte Handy-Video mit schlechtem Ton nicht zum gewünschten Ziel führen wird.

Sich also mal selbst fit zu machen, sich anzusehen, wie man etwa aus einer Handykamera plus Stativ richtig viel rausholen kann, ist ein lohnender erster Schritt. Eine tolle Anleitung für die Produktion von Mobile Video findet sich übrigens bei Vimeo.

Wenn das Video dann mehr können muss, wenn es Effekte, Luftaufnahmen oder eine perfekte Inszenierung für den CEO braucht, dann werden Sie an Profis nicht vorbeikommen.

Wobei sich die Frage stellt, wie gut sich perfekte Videos vom CEO auf Facebook und andern sozialen Medien überhaupt machen…

Hier ein paar nützliche Tips und Ideen für Ihr nächstes Video:

Auch das kürzeste Video verdient ein Drehbuch
Sich kurz zu skizzieren, wie das fertige Online Video aussehen soll, ist unerlässlich. Also muss ein Drehbuch / Storyboard her. Den Einstieg, den Mittelteil und den Schluss und die dazu passenden Szenen zu kennen ist das eine. Eine in sich schlüssige Handlung, um nicht zu sagen eine Dramaturgie zu haben, aber ebenso wichtig.

Aufmerksamkeit für Online Videos

Damit das nächste Online Video richtig gut wird, ist Planung geboten: Wer in seinem Video zu spät auf den Punkt kommt, hat oft nur noch einen Bruchteil des ursprünglichen Publikums…

Video Ideen kurz und knackig
Was wäre, würden Sie mit Mitarbeitern, nach Ablauf ihrer ersten sechs Monate im Unternehmen ein kurzes Video drehen?

Das Ein-halbes-Jahr-im-Job Video
In diesem Video spricht der Mitarbeiter davon, wie er das Unternehmen kennengelernt hat, wie damals seine Erwartungen waren, ob und wenn ja wie sie sich erfüllt haben, wie er sein Aufgabenfeld sieht, was ihm daran besondere Freunde bereitet, u.s.w.

Gedreht natürlich direkt am Arbeitsplatz. Das ganze kostet wenig und kann genau die Form von Inhalt sein, die Ihnen via Social Media und Webseite zu mehr Bewerbungen bzw. einer höheren Anzahl besser passender BewerberInnen verhilft…

Mitarbeiter des Monats für Online Videos nutzen

Mitarbeiter vor den Vorhang zu bitten kann ein wirksamer Weg sein wenn es um die Produktion kostengünstiger Online-Videos geht. Wertschätzung der eigenen Belegschaft gegenüber ist auch immer wieder schön.

Das Ein-Tag-in-meinem-Job-Video
Gewinnen Sie den telegensten Ihrer Mitarbeiter für diese Idee und begleiten ihn einen Tag durch seinen Job. Lassen Sie ihn über seine kniffeligen Aufgabenstellungen sprechen und darüber, wie er sie löst.

Ist dieser Mitarbeiter möglicherweise ein Morgenmuffel? Na dann bietet sich als erste Einstellung ja schon der Kaffeeautomat an. Weiter geht’s dann ähnlich wie zuvor. Also, was macht deinen Job aus, was verschönert dir den Tag? Was geht überhaupt nicht, etc.?

Das Video zum Projektstart
Sie oder eines Ihrer Teams steht am Beginn eines wichtigen Projektes? Eine gute Möglichkeit, die Beteiligten über ihre Erwartungen zu befragen. Wie denken Sie über die Herausforderungen? Warum ist dieses Projekt für sie von besonderer Bedeutung? Wie werden sie sich konkret einbringen und was soll dabei herauskommen?

Das Lieblings-Kunden-Video
Ihre Belegschaft arbeitet direkt am Endkunden? Ebenfalls eine gute Möglichkeit für das nächste Online-Video. Fragen Sie ein paar Ihrer Mitarbeiter nach ihren Lieblingskunden. Was macht für sie einen solchen Lieblingskunden aus?

Es geht hier gar nicht darum, diese auch mit Namen zu nennen, sondern darum, das Leuchten in den Augen und die Freunde Ihrer Mitarbeitern Ausdruck zu verleihen.

Das doofe-Fragen-Video
Die Konferenz ist aus, die Teilnehmer nehmen ihren Kaffee ein. Der optimale Zeitpunkt, ihnen eine dezent unpassende Frage zu stellen. Hier geht es nicht darum, jemanden bloß zu stellen sondern um das Auslösen einer Reaktion, in diesem Fall Verblüffung.

Produktvideo einmal anders
Wohl jeder kennt die legendären Videos des Mixer-Herstellers „Blendtec„. iPhones und andere teure Hightech-Geräte werden in den Mixer gesteckt und geschreddert. Der Mixer aus dem Hause des Herstellers schafft es natürlich jedes Mal.

Möglicherweise kann man auch Ihr Produkt auf unterschiedliche Weise nutzen, es für vielleicht verrückte Dinge einsetzen oder es auf bestimmte Art persönlich gestalten.

Sollten Sie Kunden haben, für die sie ganz spezielle Lösungen finden mussten oder Endkunden, die mit Ihren Produkten ungewöhnliche oder spannende Dinge anstellen, sprechen Sie in Ihrem nächsten Online Video genau darüber!

 

Weiterführende Info:
Hier ein paar Tipps zum besseren Storytelling: Warum Emotionale Geschichten besser funktionieren. 

 

 

Facebook: Zurück in die Reichweite

12. Juni 2015Viele Unternehmen merken, dass ihre natürliche Reichweite auf Facebook nicht mehr die ist, wie noch vor ein oder zwei Jahren. Hier ein paar praktische Vorschläge, wie Sie sich ein Stück dieser Reichweite einfach wieder zurückholen.

Facebook schraubt laufend an seinem Produkt. Dieses ist dann gut, wenn es für die Nutzer Relevanz besitzt. Bedeutet, dass sich Facebook sehr genau anschaut, mit welchen Inhalten seine Nutzer interagieren und welche bei ihnen durchfallen.

Da Facebook für viele Nutzer zuletzt immer werblicher wurde, also Inhalte von Unternehmen und Marken immer stärker zugenommen haben, steuert das größte soziale Netzwerk seit geraumer Zeit gegen.

Reichweite nur gegen Bares?
Bedeutet, dass Unternehmen mit ihren Inhalten auf natürliche, sprich nicht beworbene Art und Weise einen immer geringer werdenden Teil ihrer eigenen (!) Fanbasis erreichen. Ärgerlich zwar, schließlich hat die Schaffung dieser Fanbasis ja Geld gekostet, aber Fakt.

Einfach weiterzumachen auf Facebook wie bisher, das ist vielleicht nicht die klügste Variante.

Es geht auch anders
Was also dagegen tun? Wie darauf reagieren, dass Unternehmen auf Facebook trotz vieler Anstrengungen nur noch wenige wirklich erreichen? Hier ein paar Möglichkeiten, wie Sie sich ein Stück der verloren gegangenen Reichweite zurückholen können.

Facebook-Seiten mit um die 50.000 Fans erreichen gerade mal 10% ihrer Fans. Das muss nicht sein!

Facebook-Seiten mit um die 50.000 Fans erreichen gerade mal 10% ihrer Fans. Das muss nicht sein!

a) Die Kreditkarte stecken lassen
Mir ist klar, dass dieser Punkt noch keine Reichweite schafft. Doch scheint es bei einigen Unternehmen mittlerweile so zu sein, dass Facebook-Werbung ganz normal ist, sprich automatisch bzw. unhinterfragt geschalten wird. Doch halt. Der schnelle Klick auf „Beitrag bewerben“ ist sicher nicht erste Wahl!

Zum "Boost Post" mal öfter nein zu sagen ist nicht die schlechteste Wahl!

Zum „Boost Post“ mal öfter nein zu sagen und „natürliche“ Reichweite über andere Wege zu versuchen, ist nicht die schlechteste Wahl!

Hier wird ohne exzellentes Know-how schnell eine Menge Geld verbrannt. Also der Versuchung öfters mal widerstehen! Hier meine fünf Vorschläge zu einer besseren natürlichen Reichweite auf Facebook:

b) Nicht an den Peaks posten
Facebook zeigt Ihnen in den Statistiken, wann die meisten Ihrer Fans online sind. Es ist Common Sense, dass genau zu diesen Zeitpunkten gepostet werden soll. Es gibt aber Leute, die ihre Facebook Postings antizyklisch veröffentlichen und dadurch ihre natürliche Reichweite steigern.

Zu den Peaks zu posten ist eigentlich logisch, oder? Wer mehr natürliche Reichweite anstrebt sollte von diesem Schema mal Abstand nehmen und es zu anderen Zeitpunkten versuchen.

Zu den Peaks zu posten ist eigentlich logisch, oder? Wer mehr natürliche Reichweite anstrebt sollte von diesem Schema mal Abstand nehmen und es zu anderen Zeitpunkten versuchen.

Eigentlich logisch. In unseren Breiten werden wohl viele Facebook-Seiten ähnliche Grafiken  haben. Gegen Abend gehen mehr Leute online.

Bedeutet aber auch, dass es mehr Konkurrenz zwischen den Seiten geben muss. Ein Umsand, der sich wiederum negativ auf die natürliche Reichweite auswirken kann.

c) Trittbrettfahren auf Facebook
Trittbrettfahren auf Facebook bedeutet, dass sich Marken und Unternehmen mit ihren über Facebook transportierten Inhalten an aktuellen Ereignissen anhängen können.

Relevant zu sein ist gut. Um natürliche Reichweite zu erzielen gilt es, zum richtigen Zeitpunkt relevant zu sein!

Wenn das auf kurzweilige Art geschieht, lässt die natürliche Reichweite nicht lange auf sich warten. Ein wunderbares Beispiel ist der Süßwarenhersteller Oreo, der während eines Stromausfalls beim Finale der Superbowl 2013 folgendes Bild postete.

Relevanz zum Richtigen Zeitpunkt bringt natürliche Reichweite auf Facebook

Relevanz zum Richtigen Zeitpunkt bringt natürliche Reichweite auf Facebook

d) Bilder: Bloß nicht zu sparsam!
Wem es auf Facebook um Relevanz und damit Reichweite geht, der sollte keinesfalls den Fehler machen, bei den Bildern zu sparen.

Viele Seitenmanager geben sich mit einem Bild pro Post zufrieden. Es kann aber gerne auch mehr sein! Facebook ist ein visuelles Medium. Da kann es zu viele Bilder gar nicht geben!

e) Video-Content schaffen!
Dass Facebook seit geraumer Zeit viele Videos in unseren Newsfeeds anzeigt, weiß jeder. Für Unternehmen heißt das aber nicht, dass das fade Video vom Firmenjubiläum von vor drei Jahren geteilt werden sollte.

Um mit Bewegtbild auf Facebook erfolgreich zu sein, braucht es Videos einer völlig neuen Qualität. Worauf zu achten ist und was gute Videos auf Facebook ausmachen, darüber hat Thomas Hutter jüngst einen sehr guten Blogpost geschrieben. Fakt ist: Mit Videos, die halt auch auf Facebook gestellt werden, gewinnt man heute keinen Blumenstrauß mehr. Gute Facebook-Videos werden bzw. müssen genau für diesen Zweck produziert sein!

So, das waren sie also, meine fünf Vorschläge, wie Sie dem schleichenden Reichweitenverlust auf Facebook begegnen können. Lassen Sie mich gerne wissen, welche Erfahrungen Sie gemacht haben, welcher dieser fünf Punkte bei Ihnen funktioniert und welcher nicht.

Weiterführende Artikel:
Fünf Wege aus der Facebook-Sackgasse
Praxistip: Storytelling auf Facebook

5 Wege aus der Facebook-Sackgasse

11. Dezember 2014Facebook will Kohle. So einfach ist das. Wollen Unternehmen mit ihrem Gedöns in die Breite, müssen sie dafür immer tiefer in die Tasche greifen. Ich versuche hier der Frage nachzugehen, ob sich Facebook noch lohnt. Und wenn ja, für wen und wie lange noch.

Dass es mit der organischen, also der natürlichen, kostenlosen Reichweite für Facebook-Seiten so gut wie vorbei ist, hat sich in der Branche herumgesprochen. So postete Ogilvy bereits im heurigen Frühjahr nachfolgende Grafik, die bei vielen Marken- und Kommunikationsverantwortlichen wohl für einen kalten Schauer gesorgt haben dürfte.

Reichweite von Facebook Seiten

Die Organische Reichweite von Facebook-Seiten befindet sich im Sturzflug. Dies aber nicht erst seit gestern.

Wie findet dieses Wissen nun seinen Niederschlag in der Praxis? Auf jeden Fall zu wenig, finde ich. Wie läuft es mit Facebook nun wirklich? Nun, man nimmt ordentlich Geld in die Hand und pusht dann den eigenen, für die Fans meist unterdurchschnittlich relevanten Content, so lange in lichte Höhen, bis das Geld eben aufgezehrt ist. Was dabei heraus kommt, sind überaus schöne Zahlen und Grafiken (bereitgestellt von Facebook…), die man dann seinem glücklichen Geschäftsführer, CEO oder CMO unter die Nase halten kann und – ein wenig Glück oder besser Unwissen vorausgesetzt – ungeschoren davon kommt.

Organische Reichweite vs. bezahlte Reichweite

So manches Unternehmen gibt auf Facebook Unsummen aus. Nachdenken über Alternativen ist ausdrücklich verboten, weil man ja bereits viel Geld in Berater, den Aufbau von Strukturen, Schulungen, Software-Tools und eben Facebook Werbung investiert hat.

Facebook will Kohle..
Ich gehöre Facebook betreffend sicher nicht zum erlauchten Kreis der allwissenden Müllhalden, da gibt es weiß Gott andere! Jedoch halte ich einen Cost Per Click auf Facebook von einem Dollar und mehr für absolut grenzwertig! Ich frage mich, warum 20.000 Personen den Post XY eines Unternehmen sehen müssen, damit dieses (nicht verkaufende) Posting dann 50 Likes und vielleicht zehn Kommentare erhält. Das ganze dann zum Preis von 500 Euro (!).

… und liefert Grafiken
Ihr meint, solche Kosten für einen Klick oder ein einziges „Engagement“ wären aus der Luft gegriffen? Das sind sie nicht, weil ebeb noch zu viele diese Grafiken oder vermeintlich 20.000, 30.000 oder 70.000 Reichweite sehen wollen. Und Facebook macht gutes Geld, mir Leuten, denen genau dieser Umstand nicht ausreichend bewusst ist, dass sie hier meist zu viel für zu wenig bezahlen!

Was tun, wenn die Facebook Werbung ins eigene Marketing-Budget ein immer größeres Loch brennt?

Was tun, wenn die Facebook Werbung ins eigene Marketing-Budget ein immer größeres Loch brennt?

 

Wege raus aus der Facebook-Sackgasse
Nun, wie könnten sie aussehen, mögliche Lösungen? Hier mal eine Liste ohne Anspruch auf Vollständigkeit. Würde mich brennend interessieren, welche Strategien hier andere sehen.

Möglichkeit #1. Weiter wie bisher aber anders
Bleiben Sie auf Facebook und hoffen auf bessere Zeiten. Wer weiß, vielleicht hat das Netzwerk mal genug Geld eingesammelt und schraubt die gratis zu erzielende Reichweite wieder nach oben. Dies lässt sich zumindest nicht vollends ausschließen. Wenn Sie sich vorerst dazu entschließen, nix zu tun, beobachten Sie in Zukunft genauer, was Ihnen Facebook für Ihr gutes (Werbe)Geld liefert. Aber Achtung, zu werblich sollten Ihre Facebook-Postings (egal ob sponsored oder nicht…) dann auch nicht sein. Das wünscht sich zumindest Facebook. Und die bestimmen auf ihrem Netzwerk natürlich, was gesendet wird und was nicht. Anregungen, wie Sie aus ihren Facebook-Ads mehr herausholen, finden Sie etwa bei Jon Loomer. Kalkulieren und rechnen Sie. Es ist letztlich Ihr Geld und wenn Sie damit immer weniger Leads erzielen, so führt dies unweigerlich zum nächsten Schritt.

Möglichkeit #2. Facebook verlassen
Ich weiß, reichlich kontrovers dieser Vorschlag bei näherem Hinsehen jedoch durchaus eine Überlegung wert. Setzen Sie auf andere, bisher stiefmütterlich behandelte Kanäle wie das gute alte E-Mail, den Newsletter oder Soziale Netzwerke, auf denen hinsichtlich Interaktion jetzt zwar nicht die Post abgeht, deren Verwendung Ihnen und Ihrer Marke jedoch immerhin Relevanz auf Google bringt. Ein Zwischenschritt, sozusagen Möglichkeit 2a, bestünde darin, das eigene Facebook-Angebot kontrolliert auf Sparflamme zu nehmen. Sie sind dann zwar immer noch auf Facebook vertreten, jedoch nicht mehr mit dem Einsatz, der vor allem Facebook Geld (und unbezahlte Werbung in Form Ihrer Print-Anzeigen mit Facebook-Logo…) in die Kassen spült.

Möglichkeit #3. E-Mail Newsletter exhumieren
Natürlich verwenden Unternehmen einen Mix bestehend aus Homepage, E-Mail Newsletter und Social. Dennoch fiel mir während der vergangenen Zeit immer häufiger auf, wie wenig Aufmerksamkeit auf das Thema Newsletter gelegt wurde. Ich spreche jetzt nur mal von der Aufmachung, spricht Optik und noch gar nicht so sehr vom Inhalt. Hier anzusetzen und seinen Kunden, Fans, Freunden relevante, gut aufbereitete Informationen zukommen zu lassen, ist nicht das Schlechteste. Vor allem dann, wenn Sie diese Maßnahme mit der Performanz vergleichen, die Ihre nicht-beworbenen Posts derzeit auf Facebook haben… Und inhaltlich kann man hier auch in die Vollen hauen. Erzählen sie Geschichten, bringen Sie Videos und schnüren Sie einen Newsletter, auf den an bereits sehnlich wartet. Sidestep: Warum Facebook verwenden zum Verschenken irgendwelcher Goodies, wenn ich dies z.B. auch über die eigene Webseite, den eigenen Newsletter tun kann..?

Möglichkeit #4. Alternative Kanäle wählen
Eine vor dem Hintergrund der Entwicklung von Facebook spannende Alternative scheinen Brand Communities zu sein. Viele Unternehmen haben diese bereits vor Jahren hochgezogen und verstärken ihr Engagement 2015 maßgeblich. Communities dieser Art sind auf solidem, eigenem Boden gebaut und hängen nicht vom Gutdünken anderer ab. Sie müssen jedoch nicht BMW, Cola-Cola oder Ikea heißen. Klein zu beginnen und das Augenmerk auf den Nutzen für den Kunden zu legen, ist hier alles andere als kurzsichtig. Im Rahmen einer solchen Community helfen sich Kunden gegenseitig, kommunizieren Sie ohne Streuverlust und vor allem ohne dass irgendjemand von Ihnen plötzlich Geld sehen will. An einer schönen und und vom Nutzwert her hoch einzuschätzenden Brand Community, sie nennen diese selbst Support Community, werkt der Österreichische Mobilfunkanbieter A1 seit längerer Zeit. Aber es ist dieser lange Atem, der sich dann auch entsprechend niederschlägt. Übrigens, auch ein Blog kann gleichzeitig Marketing-Tool, Brand Community und damit perfekter Facebook-Ersatz sein…

Brand Communities, die sich Social Content auf die eigene Webseite holen scheinen derzeit der letzte Schrei zu sein

Brand Communities, die sich Social Content auf die eigene Webseite holen scheinen derzeit der letzte Schrei zu sein (Quelle: Playstation Greatness Awaits)

Möglichkeit #5. Social Tools einsetzen
Liken, kommentieren, weiterleiten, voten. All diese Features wurden von Facebook auf genial einfache Weise zentral gebündelt und stehen uns hier „gratis“ zur Verfügung. Wir haben sozusagen Interaktions-Möglichkeiten, ja mehr noch, die Interaktion, den Dialog, all das, an Facebook ausgelagert. Wie freigiebig?! In Zukunft könnte es so laufen, dass sich Webseiten-Betreiber dieser Features wieder mehr und mehr „zurückholen“ bzw. diese auf die eigene Web- oder Mikroseiten packen. Auch dies wiederum vor dem Hintergrund der Notwendigkeit, ein Stück weit unabhängiger und freier agieren zu können, als man dies auf Facebook tun kann.

Weiterführende Blog-Literatur:
Brands are wasting Time and Money on Facebook and Twitter, Report says
Facebook Has Finally Killed Organic Reach. What Should Marketers Do Next?

 

Storyteling auf Facebook (Teil 1)

12. November 2014Facebook ist derzeit (November 2014) sicher die bestimmende Social Media Plattform. Rein mal zahlenmäßig gesehen. Weil Facebook aber auch für Storytelling ein geeigneter Rahmen sein kann, beschäftige ich mich in dieser Blog-Serie mit Storytelling auf Facebook.

Mit der Einschätzung, dass Facebook für Storyteling ein geeigneter Rahmen sein kann, widerspreche ich mir gleich mal. Im Blogbeitrag Storytelling: Twitter, Google+ oder doch Facebook? aus 2012 fragte ichn mich, ob Unternehmen

(…)  nicht sprichwörtlich Perlen vor die Säue werfen, indem sie gute Geschichten in die Streams ihrer Fans spielen, wo sie zwischen Posts der Marke “Ich esse gerade ein Steak mit 240 Gramm Einwaage” oder “Mann ist mein neuer BMW aber klasse” zu stehen kommen?

Mir wurde teilweise kopfschüttelnd widersprochen, zeigt mir ein Blick in die Kommentare. Naja, das sehe ich mittlerweise differenzierter. Möglicherweise auch deshalb, weil Unternehmen auf Facebook heute wesentlich besser und auch öfter Geschichten erzählen, als sie es noch vor einigen Jahren getan haben. Auch das Thema selbst und der Zugang dazu haben sich gemausert. Und zwar gewaltig. So ist Storytelling in all seinen begrifflichen Ausprägungen ein wirklich großes Thema geworden. Vor allem dann, wenn es um Online- bzw. Content-Marketing geht, kann es sich kein Kongress, keine Webseite und kein Marketeer mehr leisten, zum Thema Storytelling nicht zu sagen. Viele haben das Thema jetzt also auf dem Radar und bekommen von Facebook auch nicht zuletzt deshalb einen optimalen Rahmen, ihre Geschichten loszuwerden.

Facebook hat Geschichten in seiner DNA
Wer sich Facebook genauer ansieht, erkennt schnell, auf welch vielfältige Art uns die Marke selbst Geschichten erzählt. Aber nicht etwa von sich selbst, das erledigen schon andere, und stärken über diese Mystifizierung gleich wieder die Marke. In den Geschichten, die uns Facebook über seine wirklich genial gemachte Facebook-Stories Webseite erzählt, stehen die Facebook-Nutzer im Mittelpunkt. Aber nicht nur sie, auch ihre vielfältigen Konflikte, für die Facebook Lösungen parat hat. Das ist wirklich clever gemacht.

Hier gehts zur Blogparade State of Storytelling

Storytelling via Lebensereignis und Meilenstein
Wer keine Geschichte hat, der hat zumindest seine Lebensgeschichte, heißt es so schön. Auch das wiederum erkannte Facebook und bietet seinen Nutzern das Feature „Facebook-Lebensereignis“ bzw. Firmen das gleiche Vehikel namens „Facebook-Meilenstein“ an. Und Facebook bittet seine Nutzer dann auch wirklich um ihre Geschichten. Hier geht es um nichts anderes, als darum, Geschichten auszulösen. Je mehr Geschichten, desto besser für Facebook, so die einfache Formel. Mehr Geschichten bedeutet mehr Content. Mehr Content für unsere Freundeskreise auf Facebook wiederum mehr soziales Kapital und damit Relevanz. Je relevanter unsere Geschichten auf Facebook aber für unsere Freunde und Follower, desto relevanter ist für sie letztlich auch – genau! – Facebook selbst.

Facebook bietet Storytellern ein breites Betätigungsfeld. Letztlich geht es darum, wie wir Geschichten definieren und was wir bei unseren Zuhörern damit bewirken wollen. Fotocredit: Loren Sztajer / flickr.com

Facebook bietet Storytellern ein breites Betätigungsfeld. Letztlich geht es darum, wie wir Geschichten definieren und was wir bei unseren Zuhörern damit bewirken wollen. Fotocredit: Loren Sztajer / flickr.com

Dieser unwiderstehliche Kitt, den uns Facebook in Form von Geschichten derer, denen wir folgen, bereitstellt, macht es einigen von uns letztlich sooo schwer, der Plattform den Rücken zu kehren. Sie müssen einfach immer wieder zurück, weil es sonst keine Fortsetzung gibt. Ein Prinzip, das wir schon aus dem Märchen von 1001 Nacht kennen. Bei Facebook hier abzukupfern ist für Unternehmen nicht ganz einfach, jedoch mit Sicherheit sehr lohnend.

Facebook Storytelling einfacher als man denkt
Wenn man über Storytelling auf Facebook nachdenkt ist man eigentlich schon in der Patsche. Zumindest mit einem Fuß. Der Begriff alleine macht es oft schon sehr schwer, die Lockerheit mitzubringen, etwas Anregendes, Leichtes, Lockeres oder Emotionales von sich zu geben. Egal ob jetzt als Einzelperson oder als Unternehmen. Weniger, so meine Erfahrung, ist vielfach mehr. Wenn wir den Begriff Storytelling schon verwenden, so verstehen wir darunter möglicherweise ein kurzes Video, einen kurzen, ja sehr kurzen Text oder ein Bild bzw. eine Kombination daraus. Das ist es letztlich, was unsere „Story“ im Rahmen eines x-beliebigen Facebook-Postings ausmacht. Vielleicht ist es also besser auf Facebook von Micro-Geschichten oder Geschichts-Fragmenten zu sprechen.

Die Basis unserer Geschichten
Ob online oder offline. Unsere Micro-Geschichten oder Geschichts-Fragmente, die wir auf Facebook zum Besten geben, brauchen eine Unterlage und zwar in zweifacher Hinsicht. Erstens müssen sie mit dem, was wir sind, wonach wir streben, wofür wir stehen, also mit unserer persönlichen Mission oder der Mission des betreffenden Unternehmens in Einklang stehen. In der Literatur taucht hierfür immer wieder der Begriff Kern-Geschichte bzw. Core Story auf. Dies ist die eine Ebene. Die andere besteht darin, dass unser Content, egal ob Text, Bild, kurzes Video oder eben die Kombination daraus, auf eine bereits erlebte Geschichte unserer Fans und Follower treffen sollte. Unsere auf Facebook veröffentlichten Geschichts-Fragmente sollten also optimalerweise auf ein „Ach ja, so ging es mir auch einmal“ oder „Ja, dieses Gefühl kenne ich“ treffen. Ist dies gegeben, so hat mir ein Facebook-User oder ein Unternehmen, dem ich auf Facebook folge, eine Geschichte erzählt und mir darüber einen Nutzen stiften können.

 

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