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Facebook LIVE: So holen Sie noch mehr Reichweite heraus!

15. Januar 2017Facebook LIVE ist ein spannendes Werkzeug. Wer diese Tricks berücksichtigt, erzielt damit jetzt noch mehr natürliche Reichweite.

Mit Facebook LIVE können Unternehmen und Marken ganz schön Spaß haben. Und wie man sieht, wird bereits eifrig getestet. Manche haben sehr früh damit begonnen, andere ziehen jetzt nach. Allen gemeinsam ist der Wille, Facebook LIVE für das eigene Storytelling zu nutzen.

mit Facebook-Steraming mehr erreichen

Facebook LIVE kann ein wirksames Instrument für die Produktion werthaltiger Inhalte sein.

Was ist Facebook-Live?

Facebook LIVE ist ein Facebook Feature. Es ermöglicht das Streaming von LIVE-Videos über das Smartphone bzw. genauer gesagt die Facebook-Smartphone App.
Alle, die Facebook-LIVE am Computerbildschirm suchen, werden es also nicht finden können. Streamen kann jeder Facebook-Nutzer über sein persönliches Profil und jeder Seiten-Administrator. Aber eben nur über Mobiltelefon und App.

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Wie lässt sich Reichweite erzielen über Facebook LIVE?

Ich bin jetzt versucht, zu sagen, gar nicht mehr so einfach, wie etwa noch vor ein paar Monaten. Da reichte es wirklich, LIVE zu gehen und die Kamera auf einen bewegten Gegenstand zu richten, fertig. Warum das damals noch reichte, ist einfach erklärt.

Facebook belohnte den Einsatz dieser Funktion mit massig natürlicher Reichweite, weil es von seinen Nutzern mehr Video-Inhalte, genauer, LIVE Video Inhalte sehen wollte. Dies, um die „Umerziehung“ der Nutzer in Richtung Bewegtbild voranzutreiben. Jetzt, wo Facebook-LIVE von immer mehr Nutzern eingesetzt wird, hat Facebook erreicht, was es wollte und kann die natürlich zu erzielende Facebook-Reichweite getrost etwas zurückschrauben. Es sein denn, man lässt sich da etwas einfallen.

DAS ist bereits eines der wichtigsten Takeaways! Sich etwas einfallen zu lassen, ist für den Einsatz von Facebook LIVE heute oberstes Gebot. LIVE zu gehen und das Telefon auf einen x-beliebigen Gegenstand zu richten, reicht heute bei weitem nicht mehr aus.

Nachtrag: Ausnahmen bestätigen aber auch hier die Regel, wie dieses Video von TaiPan Touristik mit stattlichen 6.900 Aufrufen zeigt!

 

Formate für Facebook-LIVE machen Sinn

Geht man als einfacher Facebook-Endverbraucher LIVE so sollte der Nutzen für die eigenen „Freunde“ anders aussehen, als wenn etwa Marken und Unternehmen LIVE streamen. Was im Freundeskreis Freundes- oder Cliquen-Content sein kann, sollte im Corporate-Einsatz anders gestrickt sein.

Darüber sollte sich jedes Unternehmen vorher Gedanken gemacht haben. Weil es, wie gesagt, heute nicht mehr reicht, auch Facebook-LIVE zu machen.

Facebook-LIVE machen jetzt viele: So machen Sie den Unterschied

Es gibt da ein paar Dinge, mit denen Facebook LIVE noch mehr Spaß macht. Und ich habe dann Spaß, wenn unterm Strich natürliche Reichweite herausschaut. Wo also ansetzen?

Mir ist aufgefallen, dass viele Unternehmen beim Streaming über Facebook LIVE mittlerweile auf ein gutes Setting achten.

  • An das Licht achten. Natürliches Licht ist gut. Wenn es nicht ausreicht, dann die Szene besser mit eigenem Licht ausleuchten.
  • Auf die Bildführung achten, sprich, Stativ und Gimbal verwenden. Verwackelte Bilder waren gestern. 50 Euro in ein Stativ zu investieren, zahlt sich bei Facebook-LIVE doppelt aus. Gimbals machen dann Sinn, wenn sich der Sprecher etwa durch einen Raum bewegen soll. Alternativ kann man hier aber auch mit einem Kameraschwenk arbeiten.
  • Nicht nur mit einer Einstellung arbeiten. Wenn der Sprecher vor der Kamera lediglich seinen Mund bewegt, so scheint das für Facebook nicht sonderlich interessant. Bessere Ergebnisse habe ich erzielt, wenn die Kamera bewegt wird oder sich gar der Sprecher selbst bewegt.
  • Der Ton macht die Musik. Smartphones haben gute eingebaute Mikros. Fakt ist aber auch, dass die Tonqualität vieler Facebook-Live Streamings zu wünschen übrig lässt. Vor allem wenn es Umfeldgeräusche gibt. Hier mittels eigenem Mikro nachzuhelfen, macht absolut Sinn!
Bei Video ist der Ton besonders wichtig

Wer seinem Smartphone für den Facebook-LIVE Einsatz ein externes Mikro spendiert, meint es gut mit seinen Zuhörern.

Folgende weitere Dinge tragen bei zu einer höheren natürlichen Reichweite auf Facebook LIVE

Facebook braucht ein wenig Zeit, das LIVE Video nach erfolgtem Start in die Feeds der Freunde bzw. Fans der Seite zu bringen. Vor diesem Hintergrund machen längere Streamings Sinn. Wer z.B. nach 30 Sekunden abbricht, bringt sich um LIVE-Zuseher, die sich so möglicherweise für das nächste LIVE-Video benachrichtigen lassen und nimmt sich damit auch natürliche Reichweite.

5 Minuten sind gut, 10 Minuten besser!

Wer also weiß, was er zu sagen hat und / oder dazu in der Lage ist, den Spannungsbogen über zehn Minuten zu halten, der sollte dies unbedingt tun.

Facebook-Live ankündigen

Wenn ich weiß, dass meine Seite in zwei oder drei Stunden livesteamen wird, dann kann ich dies gut und gerne auf Facebook ankündigen. Hier kann man dann nicht nur den genauen Startzeitpunkt nennen, sondern die Fans aktiv auch dazu auffordern, vorab Fragen zu stellen und sich so aktiv einzubringen. Alle Kommentare, Likes und möglicherweise Shares zu dieser Ankündigungen, erhöhen die Chance, dass die betreffenden Personen in ihren Feeds dann auch wirklich meine LIVE-Bilder zu sehen bekommen.

FB LIVE lebt von Interaktion!

Interaktion ist eine coole Sache. Interaktion meine ich zwischen denen, die via FacebookLIVE Streamen und jenen, die sich die Inhalte ansehen. Wem es hier gelingt, Nähe herzustellen zwischen Sendern und Empfängern, der macht es besonders richtig.

Auf’s Hallo und Danke nicht vergessen

Wenn sich Zuseher während dem LIVE-Streaming mit ihren Fragen und LIKES melden, sollte man unbedingt darauf eingehen. Noch besser jedoch ist es, diese Interaktionen gezielt auszulösen, indem gefragt oder eben (zurück)gegrüßt wird. Ja, das alles sind Kleinigkeiten. Jedoch helfen sie ungemein, wenn es darum geht, über Facebook-LIVE natürliche Reichweite zu erzielen.

Probieren Sie es selbst aus!

Mehr Tipps und Tricks zu Facebook-LIve finden Sie bei Facebook LIVE

 

 

 

Blogparade „Zukunft Online Video“

18. Mai 2016Die Blogparade #ZukunftOnlineVideo geht dem Zusammenhang von Online Video, Social Media und Content Strategie auf den Grund. Mitmachen kann jeder, der zu diesem Thema beitragen möchte. Verlinken bitte nicht vergessen!

Online Marketer, Community-Manager und PR-Leute wissen es längst. An Video-Inhalten führt 2016 kein Weg mehr vorbei.

Grund genug, dem Phänomen Bewegtbild auf den Grund zu gehen und genauer hinzusehen. Zu fragen, wo die Stärken bewegter Bilder liegen und wie sie sich im Kontext professioneller Marken- und Kommunikationsarbeit online am besten einsetzen lassen, ist mehr denn je ein Gebot der Stunde.

Denn klar ist, dass die Zeiten verwackelter Handy-Videos der Vergangenheit angehören und heute professionelles Bewegtbild vorausgesetzt wird.

Online Video Blog Parade Ed Wohlfahrt

Jeder „kann“ Video, hat es den Anschein. Jeder schaut aber auch gerne Videos. Ob auf Webseiten oder Facebook. Was bedeutet dies für das Content Marketing sowie bestehende Strategien und wie bedeutsam ist Online-Video wirklich?

An wen wendet sich die Blogparade #ZukunftOnlineVideo

Die Blogparade wendet sich an alle, die sich mit dem Thema Online Video beschäftigen jedoch nicht zwingend an Personen, die Online-Videos selbst produzieren.

Angesprochen fühlen sollten sich also sowohl Content-Manager, als auch PR-Leute, Filmschaffende und Social Media Auskenner. Alle diese Leute haben das Thema Video auf dem Radar.

Die Blogparade hat das Ziel, bestehendes Wissen zu verbreitern und neues zu schaffen und die Relevanz des Themas damit ein Stück weit stärker zu verankern.

Dauer der Blogparade #ZukunftOnlineVideo

Die Blogparade startet heute (19. Mai) und läuft bis einschließlich 30. Juni 2016

Gebrauchsanweisung zur Blogparade #ZukunftOnlineVideo

Mitmachen kann jede/r Blogger/in die etwas zum Thema Online Video beitragen möchte. Basis des ganzen ist ein Post oder Video auf dem eigenen Blog oder auf Youtube / Vimeo, etc. sowie eine Verlinkung mit diesem Artikel, mittels Kommentar bzw. Trackback.

Alle eingereichten Blogposts und Videos werden hier, im Anschluss an diesen Posts sowie am neu erstellten Online Video Space (Testballon) auf Google veröffentlicht

Hier können alle eingereichten Blogposts und Videos eingesehen aber auch diskutiert werden.

Hier können alle eingereichten Blogposts und Videos eingesehen aber auch diskutiert werden.

Wer mich auf Google adden will bitte hier lang ==> +EdWohlfahrt

Nachfolgend finden sich Themenvorschläge, die nach Lust und Laune umgestaltet und erweitert werden können.

Schön wäre es, würden alle TeilnehmerInnen auf ihren Blogs, im weiteren auch auf Twitter, Facebook und allen anderen Kanälen, den Hashtag #ZukunftOnlineVideo verwenden.

Wertschätzung statt Nabelschau

Die eingereichten Blogposts dürfen keine Werbe-Einschaltungen sein. Der Austausch, qualitatives Feedback und konstruktives Lernen voneinander steht im Vordergrund.

Themenvorschläge für die Blogparade #ZukunftOnlineVideo

  • Wie schätze ich persönlich das Thema Online Video generell bzw. für die Content Strategie von Unternehmen, Privatpersonen, etc. ein?
  • Wie professionell muss Video-Content heute sein? Bis zu welchem Punkt können oder sollen Unternehmen und PR-Agenturen selbst Hand anlegen?
  • Werkzeuge- und Plattformen-schau: Welche Dienste setze ich ein, welcher Plattform gebe ich den Vorzug und warum?
  • Womit ich drehe und warum: Wie sieht mein Video-Setup aus (Kamera/Licht/etc.) und für welche Zwecke setze ich es ein?
  • Periscope, Google & Facebook LIVE: Einsatzmöglichkeiten, Best Practise-Beispiele, Do’s & Dont’s bzw. auch Wie lassen sich diese Dienste im Rahmen einer bestehenden Content Strategie einsetzen?
  • Wo liegt die Zukunft für Online Videos, wie genau könnte sie aussehen und warum, wohin entwickeln sich Branche, Plattformen und Anwender?
  • Online Video und Suchmaschinen-Marketing. Welche Rolle spielt Video Content für SEO?

Alle eingereichten Posts oder Videos werden hier angeführt:

 

1. Videos statt Fernsehen: Virtual Reality und 360-Grad-Videos

2. Online Video Marketing – Beitrag von Logmedia

3. Der Tourismus-Blog: Videos Statt Fernsehen

4. Beitrag vom Bremen Blog „Bremen in Video erleben“

 

Andreas Khol’s Antrittsvideo unter der Lupe

11. Januar 2016Die Online Videos der Kandidaten zur Wahl des Österreichischen Bundespräsidenten unter der Lupe. Heute an der Reihe: ÖVP Kandidat Dr. Andreas Khol

Ob es schnell hat gehen müssen mit diesem Video? Mit Sicherheit. Und das kann man auch sehen. So gibt es bei Bewegungen Khols einige Male das typische Pumpen des Autofokus. Das Video ist einige Sekunden lang nicht scharf.

Narrative Eisprenkel

Interessant jedoch ist folgendes: Khol macht sozusagen aus der Not eine Tugend und kommt gleich zu Beginn auf den Umstand zu sprechen, dass er hat einspringen müssen. In seiner Formulierung „sicherlich kennen Sie das aus ihrem eigenen Leben – plötzlich kommt eine Herausforderung auf einen zu, mit der man überhaupt nicht gerechnet hat“

Muss man das sagen oder kann man das sagen, wenn man unbedingt will? Warum startet Khol seine Antrittsrede auf Youtube genau mit diesem Satz? Ich denke aber, dass dieses Hinweisen auf eine Situation, wie sie Khol gerade durchlebt, die jedoch auch jeder Zuseher schon einmal erlebt haben dürfte, sehr gut gewählt ist.

Ob das jetzt Storytelling ist oder nicht, sei dahingestellt. Dennoch halte ich es für geschickt, dieser nicht vorteilhaften Situation durch das Andocken an die Erfahrungswelt des Betrachters, ein wenig die Spitze zu nehmen.

Videoqualität und Bildführung

Wie bereits erwähnt, es hat sicher schnell gehen müssen. Einzelnen Sequenzen des Videos bzw. die Schnitte sind vor allem zu Beginn des Videos sehr kurz gehalten und wirken, zumindest auf mich, ein wenig hektisch. Zudem wird z.B. bei 0:13 so stark auf den Kopf fokussiert, dass dieser bis zu den Augen abgeschnitten ist. Auch dies wirkt auf mich wenig präsidial, um es mal so zu formulieren.

In dieser Einstellung verschwindet Khol's Kopf ungewollt.

In dieser Einstellung wird der Kopf des Kandidaten wohl etwas zu stark angeschnitten ;)

Fazit

Khols Video hat mit Sicherheit noch Luft nach oben. Andererseits, die Wahlen finden ja auch erst im April statt bzw. stand das Team im vorliegenden Fall unter starkem Zeitdruck. Der gewählte Einstieg, mit dem der Kandidat Bezug nimmt auf eine Situation, die wohl jeder so oder anders schon mal erlebt hat, finde ich jedoch sehr gut gewählt.

Nachtrag

Wie man der Tageszeitung DER STANDARD vom 12. Jänner 2016 entnehmen kann, war bei Khols Videodreh wirklich Eile angesagt. Laut Standard wurde das Video nur wenige Stunden vor der offiziellen Präsentation des Kandidaten angefertigt. Die grüne Krawatte, die er auch bei der Präsentation trug, lieferte den Hinweis, wen das interessiert ; )

Weitere Informationen zum Kandidaten:
Webseite von Dr. Andreas Khol
Die Seite von Andreas Khol auf Facebook
Der Kanal von Andreas Khol auf Youtube

 

Hier weitere Postings zu dieser Blog-Serie:
Irmgard Griss‘ Antrittsvideo unter der Lupe
Alexander Van der Bellen’s Antrittsvideo unter der Lupe

Alexander Van der Bellen’s Antrittsvideo unter der Lupe

11. Januar 2016Wow… Das Antritts-Video des Grünen Präsidentschaftskandidaten Dr. Alexander Van der Bellen spielt im direkten Vergleich mit jenem von Irmgard Griss in einer völlig anderen Liga. Sorry jetzt, doch habe ich …

Wow… Das Antritts-Video des Grünen Präsidentschaftskandidaten Dr. Alexander Van der Bellen spielt im direkten Vergleich mit jenem von Irmgard Griss in einer völlig anderen Liga. Sorry jetzt, doch habe ich mir vorgenommen, mir jedes Video für diesen Post zum ersten Mal anzusehen, damit meine Eindrücke möglichst frisch sind.

Videoqualität und Bildführung

Der Kandidat ist mehr oder weniger ständig in Bewegung, was dem Video viel Dynamik bringt. Die Stimme des Kandidaten kommt aus dem Off und unterstreicht die ebenfalls emotionalisierenden Close-Ups – ich würde sie eher Super-Close-Ups nennen – zusätzlich. HInzu kommt, dass das das Video im ungewohnten Cinemascope-Format daherkommt. Dieses „echte“ Kinoformat verleiht dem gesamten Erscheinungsbild des Kandidaten noch einmal zusätzlichen Glanz.

Narrative Elemente

Auch Van der Bellen erzählt in seinem Video keine Geschichten oder bedient sich Micro-Stories. Das muss er auch nicht, da die Close-Ups gemeinsam mit der aus dem Off kommenden Stimme für genügend emotionalen Schub sorgen.

Fazit

Van der Bellen legt mit seinem Video die Latte wirklich hoch. Genial finde ich insbesondere die Entscheidung, die Schnittbilder mehr oder weniger durchgehend mit seiner Stimme aus dem Off zu unterlegen. Das wirkt wunderbar getragen und dennoch ausreichend präsidial, wie es sich für jemandem gehört, der sich um das erste Amt im Staat bewirbt. Dass man aus der wunderbar smoothen Stimme des Kandidaten etwas Besonders macht, bietet sich zwar an. Dass es dann aber auf so gekonnte Weise umgesetzt wird, ist schon großes Kino.

Qualität zahlt sich aus – gerade auf Facebook!

Dass sich diese Qualität im Videobreich auszahlt, zeigt allein schon die Tatsache, dass Van der Bellens Antritts-Video von seiner Facebook-Seite weit über 5.000 Male geteilt wurde. Auch via Social Media lässt sich so bestimmt eine gute Reichweite erzielen. Insbesondere im jüngeren Publikumssegment.

Facebook Van der Bellen

Beachtlich! Van der Bellens Video schafft es auf über 5.000 Facebook-Shares

Weitere Informationen zum Kandidaten:
Webseite von Alexander van der Bellen
Die Seite von Alexander Van der Bellen auf Facebook
Der Kanal von Alexander Van der Bellen auf Youtube

 

Hier weitere Postings zu dieser Blog-Serie:
Andreas Khol’s Antrittsvideo unter der Lupe
Irmgard Griss‘ Antrittsvideo unter der Lupe

Irmgard Griss‘ Antrittsvideo unter der Lupe

11. Januar 2016Im April wählt Österreich einen neuen Bundespräsidenten. Da es mehr oder weniger bereits zum guten Ton gehört, seine Kandidatur mittels Youtube Video bekannt zu geben, habe ich mir diese mal genau angesehen. Den Beginn macht Dr. Irmgard Griss.

Videoqualität und Kameraführung

Wer ganz genau hinsieht, erkennt, dass der Fokus auf das Gesicht der Kandidatin erst nach 16 Sekunden scharf stellt. Dies trifft auch auf Griss‘ Neujahrsansprache zu, wobei das Bild hier bereits schon nach 5 Sekunden scharf stellt. Bei Minute 2:25 fallen mir die etwas unruhige Kameraführung auf. Die Kamera pendelt sich zuerst in der Horizontale dann in der Vertikale ein. Dies fällt auf, weil beim Close-Up im Hintergrund ein Bilderrahmen erscheint, an dessen Rahmen man die Bewegungen der Kamera unschwer erkennen kann.

Ab 3:30 wird Griss richtig gut und authentisch. Sie spricht über ihre Chancen, warum sie antritt, was sie von den anderen Kandidaten unterscheidet und letztlich darüber, was sie anstrebt und will. Das ganze gipfelt im Satz „ich will eine unabhängige Kandidatin aller sein, die eine neue Politik wollen“ Hier kommt Griss für mich wirklich gut rüber, allerdings sind hier bereits die letzten Sekunden des Videos angebrochen.

Das ist einerseits gut, andererseits schlecht. Gut, weil die Kandidatin gegen Ende noch einmal emotionalisiert, den Seher abholt und ihm direkt mitteilt, wofür sie steht. Weniger gut ist dies deshalb, weil diese Charme- und Authentizitäts-Offensive relativ spät kommt. Möglicherweise hätte man diesen Part schon früher im Video bringen und dann darauf aufbauen können.

Narrative Elemente

Der Einsatz von Storytelling, Micro-Stories oder Bildern wäre mir bei Griess‘ Videobotschaft nicht aufgefallen. Soll jetzt keine Kritik sein, führe ich jedoch an, weil ich mir die Videos aller derzeitiger Kandidaten (Stand: 11.1.2016) vor allem auch auf diesen Aspekt hin angesehen habe.

Fazit

Griss präsentiert sich in ihrem Antrittsvideo professionell und vermittelt einen guten Eindruck davon, was man sich von ihr als Bundespräsidentin erwarten könne. Vom Schärfe-Thema abgesehen, ist das Video sehr solide gemacht, wobei das Licht und auch die gute Tiefenschärfe zu nennen sind.

Weitere Informationen zur Kandidatin:
Die Seite von Irmgard Griess auf auf Facebook
Der Kanal von Irmgard Griss auf Youtube

 

Hier weitere Postings zu dieser Blog-Serie:
Andreas Khol’s Antrittsvideo unter der Lupe
Alexander Van der Bellen’s Antrittsvideo unter der Lupe

Bundespräsidenten-Wahl 2016: Die Antritts-Videos unter der Lupe

11. Januar 2016Warum beschäftige ich mich mit den Video-Botschaften der Kandidaten zur Österreichischen Bundespräsidentschaftswahl?

PR braucht Video. Wie lange hören wir das bereits? Fünf Jahre oder doch schon länger? Nun ja, ich würde meinen, es kommt darauf an, welche Blogs man liest. US-Amerikanische, britische oder eben halt solche aus Deutschland, Österreich und der Schweiz. Ach so, Blogs sind ja immer noch out? Sind sie nicht aber egal, zurück zum Thema.

Warum also schaue ich mir die Kandidatenvideos an und gebe meinen Senf dazu?

Na um den Blick zu schärfen und zu lernen. So einfach ist das. Und wenn man genau hinschaut und hört, dann fallen einem zwangsläufig Dinge auf, liest man nach und lernt.

Lernen ist für mich derzeit gerade auch ein riesiges Thema. Ich habe meine Video-Ausrüstung jüngst um eine Panasonic Lumix GH4R erweitert. Der freundliche Büronachbar meinte dazu lapidar: „Na jetzt brauchst du mit dem Porsche ja nur noch fahren zu lernen“.

Wie recht er hat! Aber das tue ich unter anderem damit, dass ich den Machern der Videos von Alexander Van der Bellen, Andreas Khol und Irmgard Griss genau bei der Arbeit zusehe. Und wenn ich das schon mache, dann kann ich bloggen auch gleich drüber. Es könnte schließlich der Fall eintreten, dass jemand etwas dazu sagen, etwas beitragen will.

Hier alle bisherigen Postings zu dieser Blog-Serie:
Andreas Khol’s Antrittsvideo unter der Lupe
Irmgard Griss‘ Antrittsvideo unter der Lupe
Alexander Van der Bellen’s Antrittsvideo unter der Lupe

Hotel La Perla: Erfolgreich mit wertegeleitetem Content Marketing

9. Juli 2015Sie wollen sich mit Ihrer Webseite abheben? Sie schrauben jeden Tag an der Qualität der veröffentlichten Texter, Bilder und Videos? Das Hotel La Perla tut das auch. Jedoch nicht im breiten Fahrwasser des Mainstream. Wie es zu diesem Content-Ansatz kam, habe ich mit Axl Pizzinini, dem Web- und Kommunikationsverantwortlichen des Hotels besprochen.

Mit Online-Content ist es so eine Sache. Alle reden davon, aber nur wenige sind wirklich dazu in der Lage, über den eigenen Tellerrand zu blicken, sich zu fragen,

  • Wer sind wir?
  • Wofür steht unser Produkt / unsere Dienstleistung?
  • Was wollen wir vermitteln und was nicht?
  • Welche Gäste und Kunden passen zu uns und welche nicht?

Und eben erst dann Inhalte anzubieten, mit denen darauf die passenden Antworten gegeben werden.

Bei einer Recherche zu einem Vortrag stieß ich auf das Hotel La Perla in Alta Badia / Südtirol. Mir war sofort klar, dass hier interessante Menschen am Werk sein müssen und ich wurde nicht enttäuscht. Mein erster Gedanke: Eine clevere Webagentur. Ich lag falsch, wie sich später herausstellen sollte. Oder zumindest nicht ganz richtig 😉

Die News-Artikel auf der Hotelhomepage, sie werden „Pills“ genannt – im Sinne von Streicheleinheiten für die Seele – sind inhaltlich so anders, als alles andere, das man von Hotelwebseiten her kennt.

Im Beitrag „Dank der Familie Costa, den Mitarbeiter und ihrer sprichwörtlichen Hilfsbereitschaft…“ erzählt der Koch des Hauses, Nicola Laeira, über seine Herkunft, seine Eltern und letztlich darüber, wie sich all das auf seine Art zu Kochen ausgewirkt hat.

Was er da schreibt, ist keine Lobhudelei seinem Arbeitgeber gegenüber. Das, was hier steht, ist eigebettet in einen Rahmen, der das ganze glaubwürdig macht. Hier gehts nicht um Überschriften, nicht um Google oder den schnellen Klick. Balsam also für jeden Interessenten, der sich vor Urlaubsantritt frägt, ob dieses Hotel wohl zum seinem Mindset passen könnte…

Blog Inhalte aus einem Guss

Ein wunderbares Stück Blog-Content aus der Küche des La Perla

Das Wort „Blog“ mag Axl Pizzinini, das Mastermind in Sachen Online-Kommunikation, übrigens gar nicht. Deshalb eben auch der Begriff „Pills“ für jeden einzelnen Newsbeitrag. Wie sehen diese Beiträge nun aus?

Sie sind erstens textlastig, bedeutet, sie sehen einem Zeitungsbericht beinahe zum Verwechseln ähnlich. Hier ein weiteres Beispiel für gelungenes Storytelling, in dem eine ganz besondere Aushilfskraft vor den Vorhang gebeten wird. Der Titel lautet: „Drei 21er-Chromosomen… und Lebensfreude für zehn

Tut man so etwas?!

Soll man das jetzt machen? Soll man so texten? Ja, soll man! Und zwar unbedingt, will man sich von der breiten Masse abheben und strebt man ein Content Marketing an, das anders ist, als das Content-Marketing vom Betrieb nebenan.

Ganz bewusst hat man sich dazu entschieden, wegzugehen von den Bildern mit stets azurblauem Himmel, von den Berichten von sich verliebt in die Augen blickenden Paaren.

Folgerichtig gibt es im La Perla im Sommer natürlich auch keinen Apfelstrudel und im Winter keine Erdbeeren.

Content Marketing muss nicht von der Stange sein

News-Artikel, in dem der Koch Nicola Laeira von seine Herkunft und der daraus resultierenden Handschrift seiner Küche erzählt.

Auch Axl Pizzinini selbst, mein Gesprächspartner, hat eine interessante Reise hinter sich. Er kommt aus der Welt der Klick-Optimierung und des Suchmaschinen-Managements. Er kennt wohl alle Tricks und Möglichkeiten, diese punktgenau einzusetzen.

Hier im La Perla jedoch setzt er aber auf eine Webseite, in der nicht alles und jedes SEO optimiert ist. „Wir können das tun und haben Erfolg damit“, sagt er nicht ohne Stolz.

Für mich ist die Webseite des Hotels ein absolutes Paradebeispiel für qualitativ hochwertige Inhalte in Text und Bild.

Die Basis eines solchen Zugangs bilden die Werte, zu denen man sich hier bewusst entschieden hat und die sich sowohl in Produkt und Erlebnisqualität, aber eben auch in den News-Beiträgen und den Bildern der Webseite zeigen. Das Ergebnis: Ein in sich stimmiges, rundes Bild.

Für mich ist der hier eingeschlagene Weg auch deshalb so bemerkenswert, weil er wegführt vom Online-Marketing Mainstream, in dem jetzt alle über die Quadratmeteranzahl ihres Wellnessbereichs, über Raumdiagonalen und im Winter eben über die Anzahl Pistenkilometer schreiben. Einem Online Marketing, in dem man Webseiten baut, die mehr Verkaufstrichter als Inspirationsquelle sind, bei denen es primär darum geht, den Gast möglichst effizient zur Buchung zu bekommen, in denen Content Marketing mit der Brechstange versucht wird.

Es geht eben auch anders und die Content Strategie des La Perla ist dafür ein weithin leuchtendes Beispiel!

 

5 knackige Ideen für Ihr nächstes Online Video

23. Juni 2015Mit Videos ist es so eine Sache. Alle wissen, dass sie gerne gesehen werden aber kaum einer traut sich drüber. Viele Unternehmen beschränken sich deshalb darauf, Videos anderer zu teilen oder geben sich zufrieden mit einem verwaisten Youtube Kanal.

Neulich sah ich bei Marketo ein Video, bei dem ich hängen blieb. Ich sah es mir einmal an, dann noch einmal, weil ich den Ansatz schön fand. So einfach und doch wirksam.

Das Video war in der Produktion sicher nicht teuer, liefert jedoch sympathische Bilder die sich positiv auf Mitarbeiter und Marke auswirken. Nebenbei wirft es die Frage auf, „Was tut Marketo nun wirklich..“ und lädt so zu einer Beschäftigung mir der Marke ein.

Mobile Video leicht gemacht

Gutes Bewegbild muss nicht immer gleich eine Lawine kosten. Klar ist aber auch, dass ein verwackelte Handy-Video mit schlechtem Ton nicht zum gewünschten Ziel führen wird.

Sich also mal selbst fit zu machen, sich anzusehen, wie man etwa aus einer Handykamera plus Stativ richtig viel rausholen kann, ist ein lohnender erster Schritt. Eine tolle Anleitung für die Produktion von Mobile Video findet sich übrigens bei Vimeo.

Wenn das Video dann mehr können muss, wenn es Effekte, Luftaufnahmen oder eine perfekte Inszenierung für den CEO braucht, dann werden Sie an Profis nicht vorbeikommen.

Wobei sich die Frage stellt, wie gut sich perfekte Videos vom CEO auf Facebook und andern sozialen Medien überhaupt machen…

Hier ein paar nützliche Tips und Ideen für Ihr nächstes Video:

Auch das kürzeste Video verdient ein Drehbuch
Sich kurz zu skizzieren, wie das fertige Online Video aussehen soll, ist unerlässlich. Also muss ein Drehbuch / Storyboard her. Den Einstieg, den Mittelteil und den Schluss und die dazu passenden Szenen zu kennen ist das eine. Eine in sich schlüssige Handlung, um nicht zu sagen eine Dramaturgie zu haben, aber ebenso wichtig.

Aufmerksamkeit für Online Videos

Damit das nächste Online Video richtig gut wird, ist Planung geboten: Wer in seinem Video zu spät auf den Punkt kommt, hat oft nur noch einen Bruchteil des ursprünglichen Publikums…

Video Ideen kurz und knackig
Was wäre, würden Sie mit Mitarbeitern, nach Ablauf ihrer ersten sechs Monate im Unternehmen ein kurzes Video drehen?

Das Ein-halbes-Jahr-im-Job Video
In diesem Video spricht der Mitarbeiter davon, wie er das Unternehmen kennengelernt hat, wie damals seine Erwartungen waren, ob und wenn ja wie sie sich erfüllt haben, wie er sein Aufgabenfeld sieht, was ihm daran besondere Freunde bereitet, u.s.w.

Gedreht natürlich direkt am Arbeitsplatz. Das ganze kostet wenig und kann genau die Form von Inhalt sein, die Ihnen via Social Media und Webseite zu mehr Bewerbungen bzw. einer höheren Anzahl besser passender BewerberInnen verhilft…

Mitarbeiter des Monats für Online Videos nutzen

Mitarbeiter vor den Vorhang zu bitten kann ein wirksamer Weg sein wenn es um die Produktion kostengünstiger Online-Videos geht. Wertschätzung der eigenen Belegschaft gegenüber ist auch immer wieder schön.

Das Ein-Tag-in-meinem-Job-Video
Gewinnen Sie den telegensten Ihrer Mitarbeiter für diese Idee und begleiten ihn einen Tag durch seinen Job. Lassen Sie ihn über seine kniffeligen Aufgabenstellungen sprechen und darüber, wie er sie löst.

Ist dieser Mitarbeiter möglicherweise ein Morgenmuffel? Na dann bietet sich als erste Einstellung ja schon der Kaffeeautomat an. Weiter geht’s dann ähnlich wie zuvor. Also, was macht deinen Job aus, was verschönert dir den Tag? Was geht überhaupt nicht, etc.?

Das Video zum Projektstart
Sie oder eines Ihrer Teams steht am Beginn eines wichtigen Projektes? Eine gute Möglichkeit, die Beteiligten über ihre Erwartungen zu befragen. Wie denken Sie über die Herausforderungen? Warum ist dieses Projekt für sie von besonderer Bedeutung? Wie werden sie sich konkret einbringen und was soll dabei herauskommen?

Das Lieblings-Kunden-Video
Ihre Belegschaft arbeitet direkt am Endkunden? Ebenfalls eine gute Möglichkeit für das nächste Online-Video. Fragen Sie ein paar Ihrer Mitarbeiter nach ihren Lieblingskunden. Was macht für sie einen solchen Lieblingskunden aus?

Es geht hier gar nicht darum, diese auch mit Namen zu nennen, sondern darum, das Leuchten in den Augen und die Freunde Ihrer Mitarbeitern Ausdruck zu verleihen.

Das doofe-Fragen-Video
Die Konferenz ist aus, die Teilnehmer nehmen ihren Kaffee ein. Der optimale Zeitpunkt, ihnen eine dezent unpassende Frage zu stellen. Hier geht es nicht darum, jemanden bloß zu stellen sondern um das Auslösen einer Reaktion, in diesem Fall Verblüffung.

Produktvideo einmal anders
Wohl jeder kennt die legendären Videos des Mixer-Herstellers „Blendtec„. iPhones und andere teure Hightech-Geräte werden in den Mixer gesteckt und geschreddert. Der Mixer aus dem Hause des Herstellers schafft es natürlich jedes Mal.

Möglicherweise kann man auch Ihr Produkt auf unterschiedliche Weise nutzen, es für vielleicht verrückte Dinge einsetzen oder es auf bestimmte Art persönlich gestalten.

Sollten Sie Kunden haben, für die sie ganz spezielle Lösungen finden mussten oder Endkunden, die mit Ihren Produkten ungewöhnliche oder spannende Dinge anstellen, sprechen Sie in Ihrem nächsten Online Video genau darüber!

 

Weiterführende Info:
Hier ein paar Tipps zum besseren Storytelling: Warum Emotionale Geschichten besser funktionieren.