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Online Empfehlungen 2015: Wie relevant ist Yelp?

10. Juli 2015Bewertungen und Empfehlungen sind die neue Währung des Internets. Ob die Empfehlungsplattform Yelp für Ihr Unternehmen Sinn macht? Nach diesem Post wissen Sie es!

Es ist Sommer. Viele Menschen suchen ihnen unbekannte Orte auf. Viele dieser Personen wollen ihr Mobiltelefon nicht nutzen, da Roaming-Gebühren anfallen. Andere tun es, da sie über Europa-Tarife verfügen. In wenigen Jahren ist Roaming dann Vergangenheit.

Bewertungen auf Yelp Österreich

Wir werden dann also noch viel stärker auf mobile Dienste zugreifen, die uns dabei helfen, unsere nächste Umgebung kennenzulernen. Egal ob daheim oder von unterwegs. Yelp ist ein Dienst, der uns dabei unterstützt.

Was genau tut Yelp?

Die Bewertungs- und Empfehlungs-Plattform Yelp verbindet ihre Nutzer mit lokal ansässigen Unternehmen und Geschäften. Nutzer können hier ihre Erfahrungen posten, sich mit anderen vernetzen oder einfach nur nach den Tipps anderer suchen.

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Die auf Yelp abgegebenen Kommentare durchlaufen einen automatisierten Bewertungsprozess und werden dann auf unterschiedliche Art angezeigt. Dieses Video erklärt den Vorgang.

Achtung: Yelp kann zicken!

Als Geschäftsinhaber kann es Ihnen also passieren, dass Sie zwar 30 Bewertungen auf Yelp haben, dass davon aber lediglich fünf angezeigt werden. Problematisch daran ist vor allem, wenn eines oder gar mehrere dieser Kommentare negativ oder teilweise negativ sind.

Nun einfach zu versuchen, positive Bewertungen nachzuschieben ist auch keine Lösung. Schließlich entscheidet der vorgeschaltene Validierungs-Prozess darüber, ob Yelp die neu hinzukommenden Bewertungen ins Töpfchen oder eben ins Kröpfchen gibt. Also ob sie angezeigt werden oder nicht.

Wer nutzt Yelp? Deutschland vs. Österreich

Um die Fragen nach der Relevanz von Yelp besser klären zu können, hilft ein Blick auf die Zahlen. Grundsätzlich ist zu sagen, dass Yelp in Deutschland eine wesentlich größere Rolle spielt bzw. weiter verbreitet ist, als hier in Österreich. Wie aber sieht der durchschnittliche Nutzer aus?

deutsche Yelp-Nutzer

So sieht er aus, der durchschnittliche Nutzer der Bewertungsplattform Yelp in Deutschland

Bereits hier zeigt sich, dass deutsche Yelp-Nutzer, etwa deutsche Urlauber, die ab 2017 keine Roaminggebühren mehr bezahlen müssen, eine interessante Klientel darstellen. Für lokale Kaufleute ebenso wie Restaurant- und Cafehausbesitzer. Gemeint sind sowohl der überdurchschnittliche Bildungsgrad, als auch die Einkommenssituation. Yelp-Nutzer sind finanziell entsprechend gut gepolstert.

In der Intensität, mit der Yelp genutzt wird, zeigen sich zwischen Österreich und Deutschland gravierende Unterschiede. Während Yelp in Österreich klapp 100.000 Visits erzielt, hat die Seite in Deutschland im selben Zeitraum (10. Juni bis 9. Juli 2015) 686.000 Visits.

Yelp erzielt in Deutschland zwischen zwischen 10. Juni und 9. Juli über 600.000 Visits

Yelp spielt in Österreich eine wesentlich geringere Rolle als in Deutschland. Hier die Visits im Zeitraum 10. Juni – 9. Juli 2015

Yelp Nutzerschaft Österreich vs. Deutschland

Mit über 600.000 Visits ist Yelp in Deutschland eine große Nummer unter den Bewertungs-Plattformen. Hier die Visits im Zeitraum 10. Juni – 9. Juli 2015

Nun jedoch die alles entscheidende Frage. Was bringt es einem Geschäftsinhaber, mit seinem Geschäft auf Yelp vertreten zu sein, was bringt es, seine Kunden aktiv um das Hinterlassen einer Bewertung zu ersuchen?

Wo werden Yelp-Einträge sichtbar?
Fragen iPhone Benutzer ihren persönlichen Assistenten Siri, so spuckt dieser auf entsprechende Fragen neben Ergebnissen von Trip-Advisor auch Yelp-Einträge aus. Das ganze sieht dann so aus:

Yelp Einträge tauchen zudem im Sperrbildschirm von HTC-Mobiltelefonen der Marke HTC One M9 auf. Die Nutzer dieser Handymarke können sich automatische Empfehlungen von Yelp hinsichtlich lokaler Geschäfte aus den Kategorien Resaturant, Essen & Trinken, Nightlife und Lokales anzeigen lassen. Klar, dass die Yelp-Einträge auch auf der Apple iWatch mit von der Partie sind.

Und eben nicht zu vergessen Yelp Webseite und App. Wenn wir in einen Ort fahren, wenn wir uns erkundigen, wählen wir neben TripAdvisor, GoogleMaps und GooglePlaces und anderen nützlichen Tools auch die Yelp-Webseite, stoßen über Google Suchanfragen auf Yelp-Einträge oder nutzen die Yelp-App.

Sichtbarkeit auf Yelp ist günstig zu haben – noch

Ein Blick in die Innenstädte von Klagenfurt, Graz und Salzburg zeigt: Wenige haben Yelp auf dem Radar. Dies bedeutet für Geschäftsinhaber vor allem, dass es derzeit noch relativ einfach ist, aus der Masse hervorzustechen. Den von Ihrem Betrieb angelegten Eintrag offiziell zu machen ist einfach:

Ed Wohlfahrt auf Yelp

Weiter geht es dann damit, möglichst relevante Bilder und eine Beschreibung online zu stellen. Werbung zu schalten, um Sichtbarkeit zu bekommen, würde ich zum jetzigen Zeitpunkt nicht tun.

Meistens reichen die hier beschriebenen Dinge (Fotos, Beschreibungen, Bewertungen) völlig aus, um, wenn schon nicht ganz nach oben, so zumindest weit nach oben zu kommen in den Yelp-Ergebnisseiten.

Fazit: Yelp besitzt Relevanz

Bewertungen auf Yelp bringen lokal ansässigen Unternehmen Sichtbarkeit und haben damit Relevanz. Ob auf Android-Handy oder am iPhone, Yelp-Empfehlungen sind auf vielen Mobilgeräten auch dann mit dabei, wenn die Yelp-App nicht installiert ist. Mit ein Grund, warum Unternehmen aus dem Handel-, Service- und Dienstleistungsbereich die Empfehlungsplattform im Auge behalten bzw. die halbe Stunde, die das Anlegen eines Benutzers kostet, investieren sollten.

Sieben Tipps für Ihren Start auf Yelp

1. Claimen Sie Ihr Unternehmen
Dies bedeutet nicht mehr oder weniger, als dass Sie auf Yelp nach Ihrem Unternehmen suchen sollten. Finden Sie es bereits als Eintrag vor, sollten Sie Yelp sagen, dass er Ihnen „gehört“. Um dies tun zu können, legen Sie sich hier einen Yelp Nutzer an. Übrigens: Der Familienname wird nie voll angezeigt. Mein Yelp-Nutzer heißt demnach Ed W.

2. Stellen Sie relevante Infos bereit
Öffnungszeiten, Telefonnummer, Adresse, besondere Spezialitäten, Firmengeschichte, Gründungsjahr, Aktionen, etc.. All das können und sollen Sie hier einpflegen. Auch Backlinks zu Ihrer Webseite machen natürlich Sinn.

3. Sorgen Sie für erste Kommentare
Ein Yelp-Pickerl auf der Speisekarte oder am Eingang, tut niemandem weh, es ist aber ein Wink für Yelp-Nutzer. Um dem ganzen ein wenig Schub zu verleihen, können Sie vielleicht den einen oder anderen Gast fragen, ob er Yelp nutzt. Wenn ja, warum dann nicht auch für Ihr Geschäft?

4. Empfehlen Sie selbst!
Je besser Sie selbst mit Yelp umgehen können, desto besser für Ihr Business. Vor diesem Hintergrund macht es Sinn, Ihre eigenen Empfehlungen zu veröffentlichen. Damit Sie selbst ein besseres Gefühl für Yelp bekommen, holen Sie sich die Yelp-App für Iphone oder Android bzw. die Yelp-App für Geschäftsinhaber für iPhone oder Android.

5. Machen Sie auf sich aufmerksam!
Das Yelp-Logo auf Ihre Webseite zu pflanzen ist technisch überhaupt kein Problem. Sie können es nicht nur direkt zu Ihrer Unternehmensseite verlinken, sondern laden Besucher Ihrer Webseite auch gleich zu Feedback ein. Für jeden ist somit ersichtlich, dass Ihr Geschäft auf Yelp ist und dass es hier die Möglichkeit gibt, Feedback loszuwerden.

kostet nix bringt viel

6. Behalten Sie Ihre Empfehlungen im Auge
Von Zeit zu Zeit die eigene Yelp-Niederlassung zu besuchen, macht absolut Sinn. Über die zuvor genannte App für Geschäftsinhaber lässt sich das vom eigenen Telefon aus bequem erledigen. Über diesen Weg können Sie auch mit Kunden in Dialog treten, Feedback geben und vieles andere mehr.

7. Alles in allem: Bleiben Sie vorne
Auch oder gerade eben auch über eine bessere Sichtbarkeit Ihres Unternehmens auf Yelp.

Twitter irrelevant? Warum Umdenken sich jetzt lohnt.

16. Juni 2015Bei vielen heimischen Unternehmen führt der Kurznachrichtendienst Twitter ein Aschenputtel-Dasein. Noch, muss man sagen. Die neue Partnerschaft zwischen Google und Twitter wirft ihre Schatten voraus und betrifft auch Ihr Business. Jetzt umzudenken lohnt sich.

In den USA und Großbritannien funktioniert es bereits. Wer auf seinem Mobiltelefon oder Tablet über seinen Browser oder die Google-App eine Suchanfrage startet, bekommt dazu passende Echtzeit-Nachrichten aus Twitter serviert. Der Grund dafür: Twitter und Google kooperieren neuerdings. Fast still und heimlich, möchte man meinen.

Mehr Relevanz und Reichweite für Ihre Tweets
Die neue Partnerschaft zwischen Google und Twitter bedeutet für Unternehmen und Marken, dass ihre Twitter-Meldungen bzw. Tweets mit einem Mal mehr Reichweite, Sichtbarkeit und damit Relevanz haben.

Twitter Nachrichten auf Google

Bald auch bei uns: Im englischsprachigen Raum zeigt Google in den Suchergebnissen neuerdings Twitter-Nachrichten an.

Menschen, die auf ihrem Mobilgerät nach einem Unternehmen, einer Veranstaltung oder einer Marke suchen, bekommen dazu passende Tweets eingespielt und können von hier aus sofort weiter zu jedem beliebigen Ort im Internet. Ihre Webseite etwa oder Ihren Online-Shop. Das ganze natürlich in Echt-Zeit.

Fehlender Twitter-Account bald Wettbewerbsnachteil?
Unternehmen ohne Twitter-Account bleibt diese Möglichkeit verwehrt.

Es ist jetzt ein guter Zeitpunkt die eigene Twitter-Verweigerung zu überdenken.

Höchste Zeit also, den verstaubten Twitter-Account zu reaktivieren, die hoffentlich vorhandene Strategie anzupassen und sich zu überlegen, welche Inhalte für diesen Kanal am besten geeignet sind.

OnlinePR auf Twitter

In Echtzeit: Tweets dargestellt in der Google Ergebnisseite auf mobilen Endgeräten. Eine spanende Entwicklung für Unternehmen und Marken.

Neue Suchanfragen: Unternehmen + Twitter
Nicht auszuschließen, dass die Partnerschaft zwischen Twitter und Google auch zu einer neuen Art der Suchanfrage führen wird. So könnten Nutzer gezielt nach Twitter-Meldungen Ihres Unternehmens suchen. Auf Verdacht sozusagen. Hier mit eigenen Inhalten zur Stelle zu sein, macht also Sinn.

Content Marketing: Warum die Brechstange nicht lohnt

15. Juni 2015Lügen haben kurze Beine. Content Marketing mit der Brechstange ebenfalls. Fallen Ihre Inhalte auf Webseite und in sozialen Medien zu marktschreierisch aus, so fallen sie durch.

Da hat man keine Kosten und Mühen gescheut, richtig guten Inhalt produziert und nun das. Die Absprung-Rate ist immer noch hoch, die Verweildauer pendelt sich auf niedrigem Niveau ein und im Webshop herrscht Flaute.

Was tun wenn Ihr Content nicht funktioniert

Auch in sozialen Medien will Ihren „guten“ Inhalt niemand weitertragen, liken oder kommentieren. Es nun mir der Brechstange zu versuchen lohnt definitiv nicht!

Warum funktioniert der Content nicht?!

Ist Ihr Content zu selbstbezogen, zu marketing-getrieben und werblich, dann fällt er bei Ihrer Zielgruppe durch. Woran kann das liegen?

  • Wir müssen mit unseren Content verkaufen.
  • Unser Content Marketing ist Werbung.
  • Wir dürfen nicht so wie wir wollen.
  • Wir haben keine Idee wie nützlicher Inhalt aussieht.

In allen vier Punkte lohnt es sich, zurück an den Start zu gehen, ein weiteres Mal darüber nachzudenken, für wen unserer Content gedacht ist, was Ihr Unternehmen damit erreichen will, wie idealtypische Inhalte aussehen könnten, um für die Zielgruppe relevant zu sein, etc. Ohne diesen Schritt zurück wird es nicht gehen bzw. werden Ihre Online Inhalte beim Publikum weiterhin durchfallen.

Content Marketing?  Klar haben wir das versucht aber es führt nicht zum gewünschten Ergebnis.

Ein Beispiel: Neulich kommt mir Blog von Hootsuite. Die Titelzeile klingt verheißungsvoll „4 Things to Do on Social Media While Your Event is Happening„. Da hat sich offenbar wirklich jemand Gedanken gemacht, mich thematisch abzuholen. Der Titel scheint also wie für mich geschaffen – klick!

Die Pleite folgt am stehenden Fuß: Von den vier angekündigten Dingen, die thematisch so gut gepasst hätten, lösen sich drei in Luft auf. Drei von vier Tipps beziehen sich einzig und alleine auf Produkte des Unternehmens, laden mich ein zu kaufen oder zumindest zu testen. Das war definitiv nicht der Grund, warum ich geklickt habe.

Zu werbliche Inhalte enttäuschen Kunden

Die Verpackung (Überschrift) stimmt mit dem Inhalt nicht überein. Der User springt nicht nur ab, er ist enttäuscht. Content Marketing will genau das Gegenteil davon!

Eine Vorgangsweise, wie sie mir vor allem bei Anbietern von Social Media Software zuletzt immer wieder unterkommt. Es geht um den schnellen Klick, ausgelöst durch eine verheißungsvolle Überschrift. Von dieser aber bleibt bei näherer Betrachtung kaum etwas übrig. Gutes Content Marketing funktioniert genau anders rum!

Inhalt hält was Verpackung verspricht
Auch wenn es trivial klingt. Die Super-Überschrift muss mit dem Inhalt in Einklang stehen. „Ja klar“, höre ich viele sagen. Aber wenn man genau hinsieht, ist vielfach das Gegenteil der Fall.

Content Marketer tragen mit der Überschrift meist ziemlich dick auf. So dick, dass es schwierig wird, die damit erzeugte Aufmerksamkeit auch wirklich zu halten.

Erwartungen erfüllen ist zu wenig

Wenn ich mit dem Unternehmen auf Tuchfühlung gehen soll, wenn ich den Newsletter abonnieren oder mich anderweitig binden soll, dann reicht die flotte Überschrift nicht aus. Auch nicht, dass meine Erwartungen einfach nur erfüllt werden.

Inhalt muss bestehende Erwartungen übererfüllen. Nur wenn er dazu in der Lage ist, würde ich von gelungenem Content Marketing sprechen.

Der Kunde im Fokus
Der Kunde und sein Thema oder seine Fragestellung stehen im Mittelpunkt. Nicht das Produkt. Die Lebenswelt und die Themen, die beim Kunden gerade eine Rolle spielen (könnten) werden abgehandelt und im optimalen Fall ein Stück weit gelöst.

Plumpe Werbung hat mit Content Marketing meiner Meinung nach nichts gemeinsam. Dennoch können es viele Marketer nicht lassen, von ihren Produkten in jedem zweiten Satz als den tollsten der Welt zu sprechen. Das können sie natürlich gerne tun, ihr Content jedoch fällt durch.

In Zukunft haben jene Unternehmen die Nase vorn, die online nützlichere Inhalte abliefern in der Lage sind, als ihre Konkurrenz. Nur wer dies laufend unter Beweis stellt, wird für potentielle aber auch bestehende Kunden in Zukunft noch relevant sein.

 

Weiterführende Artikel zum Thema:
Content Marketing – Mit kleinem Ego zu besseren Inhalten
Fünf Wege aus der Facebook-Sackgasse
Periscope für Unternehmen: Entdecke die Möglichkeiten!

Facebook: Zurück in die Reichweite

12. Juni 2015Viele Unternehmen merken, dass ihre natürliche Reichweite auf Facebook nicht mehr die ist, wie noch vor ein oder zwei Jahren. Hier ein paar praktische Vorschläge, wie Sie sich ein Stück dieser Reichweite einfach wieder zurückholen.

Facebook schraubt laufend an seinem Produkt. Dieses ist dann gut, wenn es für die Nutzer Relevanz besitzt. Bedeutet, dass sich Facebook sehr genau anschaut, mit welchen Inhalten seine Nutzer interagieren und welche bei ihnen durchfallen.

Da Facebook für viele Nutzer zuletzt immer werblicher wurde, also Inhalte von Unternehmen und Marken immer stärker zugenommen haben, steuert das größte soziale Netzwerk seit geraumer Zeit gegen.

Reichweite nur gegen Bares?
Bedeutet, dass Unternehmen mit ihren Inhalten auf natürliche, sprich nicht beworbene Art und Weise einen immer geringer werdenden Teil ihrer eigenen (!) Fanbasis erreichen. Ärgerlich zwar, schließlich hat die Schaffung dieser Fanbasis ja Geld gekostet, aber Fakt.

Einfach weiterzumachen auf Facebook wie bisher, das ist vielleicht nicht die klügste Variante.

Es geht auch anders
Was also dagegen tun? Wie darauf reagieren, dass Unternehmen auf Facebook trotz vieler Anstrengungen nur noch wenige wirklich erreichen? Hier ein paar Möglichkeiten, wie Sie sich ein Stück der verloren gegangenen Reichweite zurückholen können.

Facebook-Seiten mit um die 50.000 Fans erreichen gerade mal 10% ihrer Fans. Das muss nicht sein!

Facebook-Seiten mit um die 50.000 Fans erreichen gerade mal 10% ihrer Fans. Das muss nicht sein!

a) Die Kreditkarte stecken lassen
Mir ist klar, dass dieser Punkt noch keine Reichweite schafft. Doch scheint es bei einigen Unternehmen mittlerweile so zu sein, dass Facebook-Werbung ganz normal ist, sprich automatisch bzw. unhinterfragt geschalten wird. Doch halt. Der schnelle Klick auf „Beitrag bewerben“ ist sicher nicht erste Wahl!

Zum "Boost Post" mal öfter nein zu sagen ist nicht die schlechteste Wahl!

Zum „Boost Post“ mal öfter nein zu sagen und „natürliche“ Reichweite über andere Wege zu versuchen, ist nicht die schlechteste Wahl!

Hier wird ohne exzellentes Know-how schnell eine Menge Geld verbrannt. Also der Versuchung öfters mal widerstehen! Hier meine fünf Vorschläge zu einer besseren natürlichen Reichweite auf Facebook:

b) Nicht an den Peaks posten
Facebook zeigt Ihnen in den Statistiken, wann die meisten Ihrer Fans online sind. Es ist Common Sense, dass genau zu diesen Zeitpunkten gepostet werden soll. Es gibt aber Leute, die ihre Facebook Postings antizyklisch veröffentlichen und dadurch ihre natürliche Reichweite steigern.

Zu den Peaks zu posten ist eigentlich logisch, oder? Wer mehr natürliche Reichweite anstrebt sollte von diesem Schema mal Abstand nehmen und es zu anderen Zeitpunkten versuchen.

Zu den Peaks zu posten ist eigentlich logisch, oder? Wer mehr natürliche Reichweite anstrebt sollte von diesem Schema mal Abstand nehmen und es zu anderen Zeitpunkten versuchen.

Eigentlich logisch. In unseren Breiten werden wohl viele Facebook-Seiten ähnliche Grafiken  haben. Gegen Abend gehen mehr Leute online.

Bedeutet aber auch, dass es mehr Konkurrenz zwischen den Seiten geben muss. Ein Umsand, der sich wiederum negativ auf die natürliche Reichweite auswirken kann.

c) Trittbrettfahren auf Facebook
Trittbrettfahren auf Facebook bedeutet, dass sich Marken und Unternehmen mit ihren über Facebook transportierten Inhalten an aktuellen Ereignissen anhängen können.

Relevant zu sein ist gut. Um natürliche Reichweite zu erzielen gilt es, zum richtigen Zeitpunkt relevant zu sein!

Wenn das auf kurzweilige Art geschieht, lässt die natürliche Reichweite nicht lange auf sich warten. Ein wunderbares Beispiel ist der Süßwarenhersteller Oreo, der während eines Stromausfalls beim Finale der Superbowl 2013 folgendes Bild postete.

Relevanz zum Richtigen Zeitpunkt bringt natürliche Reichweite auf Facebook

Relevanz zum Richtigen Zeitpunkt bringt natürliche Reichweite auf Facebook

d) Bilder: Bloß nicht zu sparsam!
Wem es auf Facebook um Relevanz und damit Reichweite geht, der sollte keinesfalls den Fehler machen, bei den Bildern zu sparen.

Viele Seitenmanager geben sich mit einem Bild pro Post zufrieden. Es kann aber gerne auch mehr sein! Facebook ist ein visuelles Medium. Da kann es zu viele Bilder gar nicht geben!

e) Video-Content schaffen!
Dass Facebook seit geraumer Zeit viele Videos in unseren Newsfeeds anzeigt, weiß jeder. Für Unternehmen heißt das aber nicht, dass das fade Video vom Firmenjubiläum von vor drei Jahren geteilt werden sollte.

Um mit Bewegtbild auf Facebook erfolgreich zu sein, braucht es Videos einer völlig neuen Qualität. Worauf zu achten ist und was gute Videos auf Facebook ausmachen, darüber hat Thomas Hutter jüngst einen sehr guten Blogpost geschrieben. Fakt ist: Mit Videos, die halt auch auf Facebook gestellt werden, gewinnt man heute keinen Blumenstrauß mehr. Gute Facebook-Videos werden bzw. müssen genau für diesen Zweck produziert sein!

So, das waren sie also, meine fünf Vorschläge, wie Sie dem schleichenden Reichweitenverlust auf Facebook begegnen können. Lassen Sie mich gerne wissen, welche Erfahrungen Sie gemacht haben, welcher dieser fünf Punkte bei Ihnen funktioniert und welcher nicht.

Weiterführende Artikel:
Fünf Wege aus der Facebook-Sackgasse
Praxistip: Storytelling auf Facebook

OnlinePR: Ein Begriff braucht unsere Hilfe!

5. Dezember 2012Hier ist mein eigener Beitrag zur Blogparade zum Thema Zukunft Online-PR. Es wird wohl nicht der letzte bleiben. Anstatt mich mit Zukünften zu beschäftigen, ging ich ein wenig tiefer und setzte mich mit der Entwicklung des Begriffes Online-PR auseinander. Mein Fazit: Der Begriff "OnlinePR" braucht Hilfe. Unsere Hilfe.

Der Begriff Online-PR hat es sehr schwer. Die vormals klassischen PR-Agenturen hatten ihn lange Zeit nicht am Radar, das heißt eigentlich, sie hatten die Veränderungen, die Blogs, Flickr, Bewertungsplattformen und Foren in der Zeit zwischen 2003 – 2008 für die Unternehmenskommunikation haben sollte, nur zum Teil auf dem Radar. Von der eigenen sich wandelnden Rolle erst gar nicht zu sprechen.

Credits: charliedees / flickr.com

Für einige war Online-PR nichts anderes als eine Mogelpackung oder alter Wein in neuen Schläuchen. So nach dem Motto „Uns ist der Medienkanal, in dem wir für unsere Kunden strategisch oder meinetwegen integriert kommunizieren völlig egal. Wenn es jetzt nicht mehr Tageszeitungs-, Publikums- oder Fachmedien sind, dann können wir jederzeit auch in Foren oder sonst wo Meinung machen. Alles kein Problem.“

Online-PR: Ein sperriges Thema

Noch eine weitere Entwicklung war oder besser ist zu bemerken. Der Begriff und die Tätigkeit „Online-PR“ bleibt vage, ist oft weder Fisch noch Fleisch. Heißt, der Begriff Online-PR wird unter seinem Wert geschlagen bzw. ist vielen nicht annähernd klar, wofür er denn eigentlich steht, nämlich für Dialogbeziehungen (Relations) zwischen einer Organisation und ihren Teilöffentlichkeiten und zwar online. Ja aber was heißt das? Bedeutet dies etwa, dass jede x-beliebige Facebook-Fanpage, jeder dahergelaufene Twitter-Kanal einer Agentur oder eines Unternehmens schon Online-PR bedeutet? Schwer zu sagen. Für mich ist das Online-PR im weitesten Sinn bzw. kommt dem, was Online-PR intendiert oder sein könnte schon mal recht nahe. Und zwar egal ob diesem Tun PR-Konzeption zugrunde liegt oder nicht.

Online-PR: Vieles bleibt unklar

Ich denke das Thema Online-PR hat es unheimlich schwer. Wir denken alle in Begriffen, brauchen die Vereinfachung, die uns hilft, besser zu verstehen. Der Begriff Online-PR ist so sperrig bzw. bietet so viele Sichtweisen und Interpretationsspielraum, dass er gegen gut eingeführte und zumindest auf den ersten Blick verstandene Begriffe wie „Online-Marketing“ (bring Klicks und Traffic) oder „Facebook-Marketing“ (bringt Fans und Interaktion) niemals anzukommen vermag.

PR-Praktiker sind gefordert!

Ich bin jedoch zutiefst davon überzeugt, dass der Begriff „Online-PR“ nicht nur seine Berechtigung hat sondern dass es ihn dingend braucht. Aber nicht nur das! Es braucht zudem PR-Praktiker die ihn verwenden und dazu in der Lage sind, zu erklären, was Online-PR macht und kann. PR-Treibende die dies schaffen könnten sich dadurch einen Vorteil verschaffen. Warum? Ich habe die Vermutung, dass es entweder schon vorbei ist mit dem Hype um Social Media, Facebook, und SoMe-Monitoring oder zumindest sehr bald damit vorbei sein wird. Die einen werden das früher bemerken, die anderen später.

Mehr Bewusstsein und Klarheit

Es könnten die PR-Treibenden und die PR-Branche sein, die mit der Akzentuierung auf das Thema Online-PR dafür sorgen, dass Unternehmen und Marken nach dem Tal der Tränen (Social Media sind Zeitverschwendung) zum Plateau der Produktivität gelangen (Social Business). Darüber hinaus würde ein solcher Fokus auf Online-PR dazu führen, dass sie sich von allen anderen Formen / Spielarten von Public Relations (Litigation PR, Change Communication, etc.) aber natürlich auch von allen Formen des Social Media Marketings klarer abhebt, was ich überaus wichtig fände. Andererseits würde ein klar umrissener Online-PR-Begriff, der nicht in der Marketing- und Kommunikations-Sauce untergeht, dazu führen, dass professionell ausgeführte Online-PR im Rahmen z. B. von Litigation-PR oder Change Kommunikation einen klareren und damit abgesicherteren Platz einnehmen würde. Es wäre dann etwa klarer, dass sich Online-PR im Rahmen der internen Kommunikation einen wesentlich bedeutenderen Platz verdient hätten, als sie es sehr häufig haben. Oder etwa auch, dass Online-PR einen Change-Prozess überaus sinnvoll begleiten kann und wohl auch in der Pressearbeit, der Krisenkommunikation oder der Kommunikation mit immer spezieller und überschaubareren Dialogpartnern ihren unbestreitbar fixen Platz haben muss.

Ohne PR-Background kann’s nicht funktionieren

Plattformen kommen und gehen. Die online stattfindenden Gespräch jedoch bleiben und ich gehe davon aus, dass sich an der Virtualisierung von Kommunikation in absehbarer Zeit nichts Wesentliches ändern wird. Für PR-Treibende heißt dies jedoch, dass am Thema Social Media keinen Weg mehr vorbei führt. Dies heißt nicht, dass PR-Agenturen mit all jenen in den Ring steigen müssen, die nun Facebook, Pinterest und GooglePlus für sich entdecken. Dies heißt jedoch sehr wohl, dass PR-Treibende ein viel klareres Bewusstsein dafür haben sollten, was sie und zwar nur sie mitbringen, wenn sie am Tisch sitzen und das Gespräch auf „Social Media“ kommt.

Mehr PR für Online-PR!

PR-Treibende müssen sich ihrer Rolle in diesem Thema viel stärker im Klaren sein und diese auch entsprechend trommeln. Es ist so wunderbar einfach geworden „auch“ in Sozialen Medien zu sein. Die Inhalte sind teilbar, also sind wir ein offenes Unternehmen, können mit Feedback umgehen und unsere Kommunikationsziele erreichen… Ist es wirklich so einfach? Nein und nochmals nein! Aber diesen Punkt muss die PR hinreichend erklären. Das kann und wird sonst niemand anderer für uns tun!

 

Online-PR unter der Lupe

28. Mai 2009Darauf, dass die PR-Zukunft maßgeblich digital geprägt sein wird, habe ich hier am Blog bereits mehrfach hingewiesen. Nun bekam ich von Philipp Weber-Diefenbach von der deutschen Agentur Index freundlicherweise die Index …

Darauf, dass die PR-Zukunft maßgeblich digital geprägt sein wird, habe ich hier am Blog bereits mehrfach hingewiesen. Nun bekam ich von Philipp Weber-Diefenbach von der deutschen Agentur Index freundlicherweise die Index Expertenbefragung 2009 zur Verfügung gestellt, die sich genau mit diesen Themen auseinandersetzt. Agenturleiterin Franziska Berge schreibt im Vorwort bezugnehmend auf die Ergebnisse der Untersuchung, dass

"Online-PR bereits heute ein selbstverständlicher und gewichtiger Bestandteil der Kommunikationsarbeit ist. In naher Zukunft wird wohl kaum ein Unternehmen ohne entsprechende Aktivitäten auskommen."

 
Sehen wir uns die Ergebnisse der Studie – deren für mich einziger, jedoch gravierender Wermutstropfen in der geringen Anzahl der Befragten (n=137) liegt – im Einzelnen an.

Online PR im daily business 1

Nach diesen Zahlen zu schließen, spielt die Online-PR in der täglichen Kommunikationsarbeit von PR Agenturen bereits jetzt eine überaus wichtige Rolle. Und darf man den Ergebnissen glauben, so wird die Bedeutung von Online-PR in der Kommunikationsarbeit der nächsten Zeit massiv zunehmen.Online-PR Wichtigste Kanäle
Die wichtigsten Kanäle für die Kommunikaitonsarbeit verwundern wenig. Wer kann mir sagen, was "Mobiles Internet" hier bedeuten könnte? Dass Micro Blogging – obwohl es derzeit so stark abgefeiert wird – von den PR-Verantwortlichen als Kanal eher nachrangig eingeschätzt wird, verwundert ein wenig. Gerade hier liegt imho nämlich irrsinnig großes Kommunikations-Potential. Nach der Studie zu schließen, liegt es derzeit (noch) brach. 

Interessant weiters auch die vorgenommene Unterscheidung zwischen "Unternehmens-Blogs" (als Kanal für 37% wichtig) und "Blogs von Dritten" (als Kanal für 21 % bedeutsam). Könnte man diesen Umstand dahingehend interpretieren, dass Blogs in den Augen der 37% ein wichtiger Kanal sein könnte, um die eigenen Messages bzw. die der Kunden raus zubringen? Kann es sein, dass wir alle immer tendenziell noch mehr an der Verlautbarung als dem nervenaufreibenden und ressourcenverschlingenden online Dialog auf Augenhöhe hängen? Gegen diese meine Einschätzung wiederum würde sprechen, dass der Social Media Release (von einigen Agenturen als Verlautbarungsmedium 2.0 missverstanden)als Kanal für bloß 15 Prozent der Befragen wichtig ist, eher weiter hinten rangiert.

Online-PR Vorteile

Dass Social Media Tools vom Kosten-Nutzen-Aspekt her gut abschneiden liegt auf der Hand. Natürlich nur dann, wenn sie entsprechend zielgerichtet in die Gesamtkommunikation Eingang finden.

Online PR Nachteile 

Dass die Wahrnehmbarkeit hier ganz oben rangiert wundert ich auch. Kann es sein, dass dieser Umstand damit zu tun hat, dass es für viele weniger darum geht, am Dialog teilzunehmen als statt dessen die Botschaften möglichst breit zu streuen (Stichwort: Eyeballs)? Auch der Unklare Nutzen scheint darauf hinzuweisen, dass vielen nicht hinreichend klar ist, dass die online Kommunikaiton, der hier stattfindende Aufbau von Dialogbeziehungen ja mit passion based audiences erfolgt, was eine möglichst breitflächige Wirkung im Sinne von Catch-all so gut wie ausschließt. Wie sehen das die hier versammelten PR-Auskenner?


Online PR Maßnahmen durchführung 6

Spannend last but not least auch die Frage, wer Online-PR Maßnahmen letztendlich durchführt. Nur 22 % der Befragten machen sich hier selbst "die Hände schmutzig". 22% sind imho ganz schön wenig. Dann nämlich, wenn wir uns nochmals vor Augen führen, wie wichtig die Branche Online-PR offenbar einschätzt. Meiner Meinung passt das irgendwie nicht zusammen. Ist das jetzt wichtig und will sich die PR nun damit selbst beschäftigen, weil PRler online PR Maßnahmen als notwendig, unabdingbar, etc. erachten, oder lassen wir dann, wenn es darauf ankommt doch die anderen machen? Fragen über Fragen. Schönes Wochenende!