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Aufmerksamkeit und Relevanz: Wohin geht Facebook?

20. Juni 2012Was ist mir wichtig? Wer ist mir wichtig? Was sind die wirklich guten Sachen für mich auf Facebook? Sind Facebook seine bald eine Milliarde Mitglieder noch wichtig? Neuerdings glaube ich …

Was ist mir wichtig? Wer ist mir wichtig? Was sind die wirklich guten Sachen für mich auf Facebook? Sind Facebook seine bald eine Milliarde Mitglieder noch wichtig? Neuerdings glaube ich das wieder stärker. Zumindest habe ich heute entdeckt, dass mich Facebook dazu einlädt, jene Freunde zu markieren, von denen ich nichts mehr verpassen möchte. Warum tut Facebook das und welche Überlegungen könnten Marken daraus ableiten?

Public Relations auf Facebook

Facebook gibt mir ein weiteres Werkzeug (neben Freundeslisten, der Möglichkeit Postings zu verbergen, Freunde auszuschließen, etc.), um mein persönliches Profil bzw. meinen Newsfeed so zu gestalten, dass mehr relevantere Dinge bei mir landen, dass ich mehr von dem erfahre, was wirklich wichtig für mich ist. Das ist genau das, was ich gemeint habe als ich sagte, es würde jetzt darauf ankommen was Facebook tut, in welche Richtung sich das Super-Network entwickelt.

Facebook Doppel-Strategie?

So wie ich das einschätze geht Facebook in zwei Richtungen gleichzeitig. Einerseits will es den großen Marken den perfekten Ort bieten hier zu werben bzw. in weiterer Folge Geld auszugeben. In diese Richtung geht was Facebook nach dem jüngst erfolgten Launch der Facebook-Pages Werbekunden in seinen Guides of Success in Aussicht stellt, nämlich

Your Facebook Page is now the richest, most customizable marketing canvas ever created and connects you with people in ways that matter to them.

Die zweite Richtung die Facebook einschlägt, ist jene, es seinen Nutzern noch einfacher zu machen in ihren Newsfeed Wichtiges von Unwichtigem zu unterscheiden. Und was könnte wichtiger sein als die Babyfotos, der Beziehungsstatus oder die Hochzeitsbilder der besten Freunde (die Facebook natürlich kennt)?!

Wohin entwickelt sich Facebook?

Alle Marken wollen in den Newsfeed möglichst vieler Fans. Am besten ohne Facebook bzw. seinen Aktionären gleich Kohle in den Rachen werfen zu müssen dafür. Was nun könnte die Folge dieses Endkampfes um die Aufmerksamkeit des Facebook-Nutzers sein? Hier einige Varianten natürich ohne dem Anspruch auf Vollständigkeit:

a) Facebook liefert das was die Fans wollen. Das Social Network findet also durch Funktionalitäten wie die oben beschriebene “Verpasse die guten Sachen nicht”-Funktion Mittel und Wege seinen Kunden wirklich das zu liefern was sie wollen. Relevante Inhalte nämlich. Alles kann so bleiben wie es ist.

b) Facebook bietet die Nichts-mehr-verpassen-Funktion auch für Brands an. Und die Fans machen davon Gebrauch weil sie es bereits von ihren wichtigsten Freunden her kennen von denen sie nichts verpassen wollen. Was können Marken tun um möglichst “am Fan” zu bleiben? Mehr Kitt und Beziehungsqualität (Stichwort Online-PR) aufbauen durch relevantere, sich besser an der Lebenswelt und den Bedürfnissen der Kunden orientierende Inhalte.

c) Facebook User üben sich in einer neuen Zurückhaltung. Um den Feed “sauber” bzw. relevanter zu halten lassen Facebook-Nutzer einfach nicht mehr jeden rein, klicken nicht mehr auf jedes x-beliebige Like, etc. Anzeichen für ein solches Verhalten gibt es in meinem persönlichen Freuneskreis bereits. Wer hat das an sich oder anderen noch beobachtet? Was können Marken tun? Wiederum in die Beziehungsqualität investieren, an ihren Content-Strategien feilen, sich als Social Business auch über diesen Kanal immer angreifbarer, transparenter und offener zeigen und diesen Umstand im daily business also entlang aller Touchpoints auch mit Leben zu erfüllen. Klingt nach Arbeit…

d) Die Apokalypse. Facebook findet das vom Fan gewünschte Gleichgewicht zwischen personal und branced Content nicht und knickt angesichts der immer heftiger geäußerten Wünsche seiner (zahlenden) Werbekunden ein. Facebook kommt Marken zu sehr entgegen die ihre Fans nach allen Regeln der Kuns penetrieren. Die Fans reagieren und wandern ab. Facebook stirbt oder wird von einem Netzwerk xy abgelöst.

Es gibt natürlich auch noch andere Optionen, Mischvormen und Zwischenstufen. Welche anderen Zukünfte zeichnen sich ab? Wo sehen die Leserinnen dieses Blogs Facebook – und damit wohl Soziale Medien generell hingehen, abbiegen und ankommen?

Facebook: Gute Online-PR heißt immer auch Storytelling

3. März 2012Jeder PR-Treibende weiß um die Wirkung guter Geschichten. Sie werden einfach gemerkt, gelernt und sofern die ersten beiden Punkte zutreffen auch einfach erinnert und weitergetragen. Ich hab mal eine Geschichte …

Jeder PR-Treibende weiß um die Wirkung guter Geschichten. Sie werden einfach gemerkt, gelernt und sofern die ersten beiden Punkte zutreffen auch einfach erinnert und weitergetragen. Ich hab mal eine Geschichte über ein Swarovski-Produkt, einen Feldstecher, gehört. Storytelling pur. Ganz schnell: Es ist Winter. Jäger fällt Swarovski-Feldstecher vom Hochsitz runter in den tiefen Schnee. Er sucht, findet ihn aber nicht. Im Frühling schmilzt der Schnee. Jäger kommt zurück. Findet seinen geliebten Feldstecher. Befreit ihn von Schmutz und ist happy weil das Ding einfach immer noch so funktioniert wie am ersten Tag. Das ist eine Story. Wo ich sie gehört habe weiß ich nicht mehr. Ich weiß nur, dass ich sie mir gemerkt und wahrscheinlich schon in mehr als zehn Workshops zur Erklärung des Themas Storytelling verwendet habe.

Jetzt hab ich ein wenig ausgeholt und komme zurück zum Thema Digital Storytelling bzw. Storytelling in und über soziale Medien im Web 2.0. Dass Facebook die Timeline für Unternehmensseiten der von Profilnutzern angepasst hat, habe ich im Post “Facebook neu: Die Timeline aus PR-Sicht” schon erwähnt. Auch den Umstand, dass Facebook Unternehmen nun förmlich dazu einlädt, ihre Geschichte(n) zu erzählen. Und das Gute daran: Unternehmen haben Geschichten. Oft wissen sie es nur nicht.

Facebook Updates rückdatieren

Facebook neu ermöglicht es Unternehmen nunmehr Status-Updates rückzudatieren. D.h. ich kann heute eine Update machen, das mir Facebook in der rechs angezeigten Timeline meines Unternehmens dann z. B. ins Jahr 2001 einsortiert. Ich habe mir jetzt zahlreiche neue Facebook-Pages namhafter Unternehmen angesehen und gemerkt, wie stark sie diese Funktion bereits netzt nutzen. Geschmacksache ist es nun, zu sagen, ob man pro Jahr immer nur ein oder mehrere Ereignisse im Timestream verarbeitet, wie mal also die Geschichte erzählen möchte. Detailliert oder eher in Stichworten. Wie gesagt Geschmacksache.

Die Facebook Page von Coca Cola ist ein exzellentes Beispiel dafür, wie die Timeline für Geschichten bzw. digital Storytelling verwendet weden kann und ich würde vom PR-Standpunkt aus gesehen sagen verwendet werden sollte.

Facebook neue Timeline

Warum? Weil hier echte Menschen erzählen, was sie im Jahr 1974 mit Coca-Cola erlebt haben. Die Stories stammen also nicht mal aus der Feder der PR-Abteilung! Das liest sich dann so:

My husband and I met when I tried to buy a Coke from a vending machine and dropped my change down a grate. He offered change from his pocket, our eyes met and the rest is history. We sipped Coke and talked and got to know each other. We’ve been married 31 years! –Connie S.

Eine wunderbare Story die aus dem Lehrbuch stammen hätte können. Höhen und tiefen inklusive, kurz und doch einprägsam. Beim Kosmetik-Hersteller Dove ist zwischen 1957 und 1987 nichts passiert, was ich natürlich nicht glaube.

neue Timeline onlinePR

Was ich schon glaube, ist, dass die längst die Foto- und Sujet-Archive durchstöbern um ihre Timeline aufzupeppen und die Geschichte ihres Unternehmens zu erzählen. So wie dies Lance Armstrong mit seinem Livestrong-Projekt tut.

Facebook Timeline neu

Hier bei Lance Armstrong tut sich pro Kalenderjahr nur schon so viel, dass man schon etwas schwer tut, Wesentliches von eher Unwesentlichem zu unterscheiden. Stichwort Übersicht. Aber wie gesagt, Geschmacksache. Livestrong spricht Besucher der Seite gleich mit “Share your Stories” an und lädt sie auf die dazu gehörende App.

Digitals Storytelling Lance Armstrong

Auch hier wiederum können Fans erzählen, was für Sie die Marke ausmacht, was sie mit ihre verbinden, etc. Das nenne ich mal wunderbares PR-Futter und glaubwürdigen Content, wie der der PR-Firma wohl kaum aus der Feder fließen würde…

Seine Hausaufgaben in Sachen rückdatierte Statusupdate hat die New York Times gemacht. Von 1887 datieren die ersten Facebook-Einträge nach der Gründung. Auch wenn man den Inhalt, eine Titelseite aus diesem Jahr, nicht genau entziffern kann (ich habe mir die Bilddatei heruntergeladen), ist es dennoch eine Möglichkeit, zu demonstrieren, wie lange es das Unternehmen schon gibt wie viel Tradition und Patina der Name mit sich bringt, etc.

Facebook neue Timeline

Ok ich schließe hier mal ab. Es wird mehrere Unternehmen geben, die die Timeline als Erzähl-Vehikel nutzen werden in Zukunft. Clevere online PR-Strategen sollten das auf jeden Fall auch tun. Je geschickter und glaubwürdiger die Stories natürlich sind, die hier erzählt werden, desto besser. Aber das ist wohl klar. Mit Storytelling zu arbeiten bedeutet nicht genuin Stories zu faken. Um an entsprechend hochwertige und erzählbare Geschichten aus dem eigenen Unternehmen aber natürlich auch von außen zu gelangen muss man diese heben. Dafür gibt es Storytelling-Techniken, -Workshops und so weiter. Lassen Sie uns kreativ sein!

PR-Praktiker – E-Book mit interessanten Einblicken (2)

11. Januar 2011Weiter gehts mit den Fundstücken aus dem PR-Praktiker E-Book der Hochschule Darmstadt. Torsten Herrmann betreibt das Chain Relations Blog und hat angesprochen auf die Zukunft der Online-PR klare Worte. Ich …

Weiter gehts mit den Fundstücken aus dem PR-Praktiker E-Book der Hochschule Darmstadt. Torsten Herrmann betreibt das Chain Relations Blog und hat angesprochen auf die Zukunft der Online-PR klare Worte.

Ich halte den Begriff Online-PR für überflüssig. Ich sehe keinen fundamentalen Unterschied zwischen klassischer PR und Online-PR, außer dass PR endlich der Komfortzone entrissen wurde (…). Vor allem aber muss die PR endlich auch mit anderen Menschen als nur mit Journalisten, Analysten und ein paar anderen Stakeholdern kommunizieren. Das sind die meisten einfach nur nicht gewohnt. Am Fundament hat sich meines Erachtens dennoch nichts geändert. Wir vertreten die Interessen und kommunizieren im Interessen unserer Auftraggeber. ==> gesamtes Interview

Autsch! Jetzt hab ich mich so gefreut endlich eine schöne Verpackung zu haben für das was mir da am Herzen liegt und schwups! kommt mir mein Buzz-Word auch schon wieder abhanden. Aber Scherz beiseite. Wichtig ist mir vielmehr, wie das, was Herrmann da sagt bei seinen ZuhörerInnen ankommt. Wenn die sagen, ja, ist wichtig, raus aus der Komfortzone, ja, wir haben deutlich mehr Stakeholder als noch vor einigen Jahren und ja, mit denen werden wir ab sofort auch zu sprechen haben, dann ist es mir schnurz-piep-egal, ob das Baby nun auf Online-PR, New-PR, Cluetrain PR,  PR2.0 (wem fällt noch ein tolles Wort ein?), etc. getauft wird. Wenn die jedoch sagen, Siehste! alles nur dummes Geschwätz, alles bleibt beim alten, PR-Blase, alles wird nicht so heiß gegessen wie gekocht, etc., dann würde ich das schon recht kritisch bewerten wollen. Was das Fundament anbelangt, kann man Herrmann schwer widersprechen. Natürlich könnte man über das “Fundament” von PR bzw. Online-PR gut und gerne Bücher schreiben. Es jedoch alleine darauf zu reduzieren Interessen zu vertreten bzw. im Interesse unserer Auftraggeber zu kommunizieren, erscheint mir – zumindest in meinem Fall – ein wenig zu kurz gegriffen. Klar ist es das. Aber nicht nur und ausschließlich sondern auch. Außerdem klingt für mich bei “im Interesse unserer Auftraggeber kommunizieren” auch sehr nach Lautsprecher und one-way. Aber ich unterstelle Hermann natürlich nicht, das gemeint zu haben. Bei diesem Blick auf das Fundament kommt mir persönlich das Orchestrieren der vielen Stimmen, das oftmals – weil notwendig – behutsame Heranführen vor Auftraggebern an die neuen Unternehmenssprecher also all das, was den PR-Treibenden bzw. die PR als solche als Enabler von Kommunikation so ausmacht, wesentlich zu kurz.

Marie-Christine Schindler bringt ihre Sicht auf die Zukunft der Online-PR so auf den Punkt:

Am Ziel und Zweck der PR, für die ganze Organisation Akzeptanz, Verständnis, Vertrauen und Glaubwürdigkeit aufzubauen, hat sich bis heute nichts geändert. Auf funktionaler Ebene sind jedoch grundlegende Veränderungen im Gang (…). In fünf bis sechs Jahren wird die Kommunikation im Social Web nicht mehr als Spezialdisziplin, sondern als logischer Teil der integrierten Kommunikation betrachtet werden. ==> gesamtes Interview

Finde ich gut, den Ziel und Zweck unseres Tuns mal so schön serviert zu bekommen. Das sind ganz fundamentale General-Zielsetzungen von Public Relations. Und es ist gut, sich diese wieder mal deutlich zu Gemüte zu führen. Vielfach steckt man so im Detail, ist so damit beschäftigt die Funktionalität der neuesten Web-Plattform zu verstehen oder sich den letzten Podcast reinzuziehen, dass die Basics fast ganz aus dem Blickfeld verschwinden. Die Prognose hinsichtlich integrierter Kommunikation ist ebenfalls interessant. Manche sagen, dass die Integration von Maßnahmen der online Kommunikation in die Gesamtkommunikation von Unternehmen heute längst gängie Praxis ist. Manch andere glauben wieder es würde länger dauern. Andere wiederum, dass Online-PR immer etwas ganz Spezielles und Eigenständiges bleiben wird oder besser bleiben sollte. Ich weiß es nicht. Schindler liegt mit ihrer Einschätzung damit also eher auf der sicheren Seite.

Online PR: Wer schläft verliert!

10. November 2010Wer bremst verliert, kann man auf der Heckscheibe aufgemotzter Autos gerne mal lesen. Hm… Halt auch eine Frage der Lebenserwartung. Im Bereich der Online-PR wird das Thema Speed auch immer …

Wer bremst verliert, kann man auf der Heckscheibe aufgemotzter Autos gerne mal lesen. Hm… Halt auch eine Frage der Lebenserwartung. Im Bereich der Online-PR wird das Thema Speed auch immer wichtiger. Wenn Leute zu mir kommen und sagen, ich habe gegoogelt und dieses vier Wochen alte Kommentar gefunden, was soll ich tun, rate ich meist dazu, dennoch zu reagieren. Ich meine, die Sachen liegen im Web ja bekanntlich gut ab. Schon alleine deshalb sollte ein Unternehmen – sofern das Gesagte relevant ist – dazu etwas sagen, es einfach nicht so stehen lassen. Schlanken Fuß macht das jedoch keinen wenn man Reaktionszeiten hat, die im Bereich eine Woche und aufwärts liegen. Wenn die Anrainer des Flughafens protestieren kann ich auch nicht sagen, danke, wir werden uns in drei Wochen darum kümmern. Kommunikatives Nogo sozusagen… Wie relevant es ist, mit seiner(hoffentlich richtigen…) Reaktion möglichst zeitnah zur Stelle zu sein, zeigt folgendes Beispiel.

Bildschirmfoto 2010-11-10 um 11.03.51

Vor ein paar Wochen wurde die Bilanzpressekonferenz eines deutschen weltweit tätigen Konzerns mittels Echtzeit-Monitoring beobachtet. Wichtig anzumerken ist, dass es seitens des Unternehmens vorab keinerlei Infos gab. Diese wurden erst zum Start des Pressegesprächs an die anwesenden Journalisten verteilt. In Print-Form wohlgemerkt. Das Echtzeit-Monitoring zeigte, dass der Twitter Traffic mit Beginn der Pressekonferenz stark anstieg. Ein Teil der anwesenden Medienvertreter nutzten nämlich Twitter als Teaser für die Veröffentlichung bereits vorbereiteter (!) Texte, die in Redaktionsblogs und Zeitungshomepages auf die Veröffentlichung warteten.

Auf Basis des Handouts wurden die vorbereiteten Texte lediglich gegengecheckt / ergänzt und dann – noch aus der Pressekonferenz heraus – freigeschaltet. Die Echtzeit-Sause ging aber noch weiter. Als man entdeckte, dass einige der veröffentlichten Berichte inhaltlich fehlerhaft waren, wurde dies dem Vorstand mittels Zettelchen mitgeteilt. Damit war er in der komfortablen Situation, die Dinge noch vom Podium der laufenden Presseveranstaltung herunter richtig stellen zu können. Wow. Da werden wohl die feuchten Träume jedes Unternehmenssprechers wahr…

Das Beispiel zeigt deutlich, wie sich Journalismus durch Twitter & Co verändert hat. Es zeigt aber auch, wie clever sich Unternehmen bereits anstellen, um am Meinungsmarkt entsprechend punkten zu können. 

Klar ist, dass sich derlei Aufwand nur dann lohnt, wenn das betreffende Unternehmen medial für einen entsprechenden Widerhall sorgen kann. Die Pressekonferenz von Landesrat XY wird sich dafür kaum eignen. Ach ja, und man benötigt dazu auch noch eine PR-Agentur, die weiß, dass es derlei Möglichkeiten gibt und dazu in der Lage ist, den Kunden von den Vorteilen zu überzeugen. Das geht natürlich nur sehr schwer, wenn ich von Social Media so überhaupt keine Ahnung hab'.Früher als ich Pressesprecher war, war SMS der Kommunikationskanal schlechthin. Natürlich nur für einen Teil der versammelten Medienvertreter. Manche gingen während der PK auch vor die Türe und gaben die wichtigsten Infos an die Kolleginnen am PC weiter. Mit vorbereiteten Texten die notfalls vom Laptop aus freigeschaltet werden können, mit Instant Messaging und Twitter läuft die Sache heute jedoch wesentlich geschmierter, wie sich zeigt. Und für PR-Treibende heißt das vor allem eines: Angeschnallt bleiben!

ÖBB Facebook Gewinnspiel: Wer ist Ilse Gugg?

21. September 2010In den Salzburger Nachrichten fiel mir vergangene Woche eine Anzeige der Österreichischen Bundesbahnen auf "Wo ist Ilse Gugg? Jetzt mitraten und täglich tolle Preise gewinnen" stand hier. Darunter die URL …

In den Salzburger Nachrichten fiel mir vergangene Woche eine Anzeige der Österreichischen Bundesbahnen auf "Wo ist Ilse Gugg? Jetzt mitraten und täglich tolle Preise gewinnen" stand hier. Darunter die URL der Fanpage des Unternehmens. Ich hab mir das Gewinnspiel jetzt angesehen und möchte hier diskutieren, was mir gefällt und was nicht.

Worum geht es bei der Facebook Kampagne bzw. beim Gewinnspiel? Kurz erklärt darum, dass eine Frau namens Ilse Gugg drei Wochen lang mit den ÖBB durch Österreich fährt, dabei Fotos macht und diese auf der Fanpage postet. Die Fans können dann erraten wo genau das Foto aufgenommen wurde und so täglich Preise gewinnen. Aber lassen wir Frau Gugg doch einfach selbst zu Wort kommen:

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Was mir gut gefällt:

  • Das Video ist meiner Meinung nach wirklich gelungen. Es ist frisch, unkonventionell und locker flockig. Man schaut es sich gerne nochmal an, weil die Darstellerin sympathisch rüber kommt.
  • Die Lösung des Gewinnspiels über einen eigenen Tab sowie über eine Facebook App. Wer sich mit Gewinnspielen auf Facebook auskennt, weiß, dass es hierfür Regeln gibt. Die meisten Fanpages kümmern sich darum nicht wirklich und benachrichtigen Gewinner über die Nachrichten-Funktion. Bereits das ist heikel. Die ÖBB haben das sauber gelöst und benachrichtigt Gewinner über E-Mail. An diese Daten gelangt man sauber aber eben nur über eine Anwendung…
  • Der Mut des Unternehmens, auf Facebook mehr zu machen wir eine simple Wall, die man dann nach und nach sich selbst überlässt. Seitens der ÖBB gibt es offenbar ein klares Bekenntnis pro Social Media und das ist gut so. Auch so ein Gewinnspiel will erst mal auf die Welt gebracht werden. Also zuerst einmal Respekt!

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Was mir weniger gefällt:

  • So erfrischend ich das Video finde, so sehr befremdet es mich, dass hier offenbar eine Schauspielerin am Werk ist. Google kennt den Namen mal nicht (was bekanntlich nichts heißt). Das bedeutet aber, dass es zu diesem Namen keinerlei Spuren im (Social) Web gibt. Das kann natürlich schon sein. Andererseits macht es mich auch ein wenig stutzig. Die Dame erklärt echt nett. Ich zumindest würde sofort ein Zugabteil mit ihr teilen wollen. Sie wirkt sehr natürlich und lädt mich ein zu einem Gespräch auf Augenhöhe. Sie hat aber einen Namen (Klarnamen oder doch Kunstnamen?), den ich nur in Verbindung mit der ÖBB-Kampagne finde. Wie sie wirklich heißt (am Ende noch Ilse Gugg..?) weiß ich nicht. Gerade authentisch ist das meiner Meinung nach nicht. Die Frage die für mich bleibt, ist also weniger "Wo ist Ilse Gugg?" sondern vielmehr "Wer ist Ilse Gugg?"

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  • Punkt zwei schließt daran an. Ilse Gugg verfügt natürlich auch über ein eigenes Facebook Profil. Alleine. Man kann sich mit ihr über Facebook jedoch nicht befreunden. Die Info "Personen, die nicht mit Ilse befreundet sind, sehen nur einige ihrer Profilinformationen", ist nett und schön aber auch billig. Selbst wenn ich wollte könnte ich mich mit Ilse Gugg nicht befreunden. Vielleicht ist das nicht gewollt (oder ich bin 1fach zu doof dazu?).

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  • Die Preise. Ich weiß ich weiß. Man kann über dieses Thema elend lang diskutieren und kommt immer noch auf keinen grünen Zweig. Mich kann man mit einer Fahrt nach Venedig und einer super tollen Nikon Coolpix S8000 (ab 200 Euro) jedenfalls nur schwer aktivieren. Generell frage ich mich, warum selbst große Unternehmen mit ihren Preisen die über Facebook Gewinnspiele unter die Fans gebracht werden sollen so knausrig sind. Haben sie Angst vor dem Erfolg der eigenen Kampagne oder schätzen sie die Möglichkeiten so gering ein, dass eben auch nur ein kleiner Preis dabei herausschauen darf?
  • Nirgends steht, wer hinter der Kampagne steht. Außer den ÖBB natürlich. Das ist jetzt ein Kritikpunkt und doch wieder keiner. Schließlich kann der Kunde ja verlangen, dass die Agentur nirgends aufscheint. Schade finde ich es dennoch. Ich habe da einen Verdacht aber ich habe nirgends was Näheres zu den Urhebern der Kampagne gelesen oder gehört.

 

 

Fazit: Ja, ich finde schön, was Michael Schacherhofer, der Social Media Verantwortliche der ÖBB, auf Facebook sagt.

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Dennoch bin ich davon überzeugt, dass man Hinsichtlich dem Aufbau von Vertrauen, Reputation und Authentizität mehr aus der Kampagne / dem Gewinnspiel hätte herausholen können. Auch frage ich mich, worum es den ÖBB hier geht. Um den Aufbau von Kommunikationsbeziehungen zu Bahnkunden? Um das Generieren neuer Kunden? Wären zumindest zwei Möglichkeiten. Vielleicht kann zu den Zielsetzungen des Gewinnspieles noch jemand etwas sagen? Ich denke aber, dass wenn Kundenbindung und offene Kommunikation eine unter mehreren Zielsetzungen waren, dann wäre die Verwendung einer möglicherweise fiktiven Person, über die die Kampagne sehr stark personalisiert (Video, Facebook Profil), doppelt zu hinterfragen.

 

 

Facebook Monitoring: So gehts!

21. September 2010Nirgends lernt man so viel wie am Kunden, heißt es. Bedeutet, dass sich bestimmte Fragen erst gar nicht stellen, würde einen der Kunde nicht darauf bringen. So geschehen gerade eben. …

Nirgends lernt man so viel wie am Kunden, heißt es. Bedeutet, dass sich bestimmte Fragen erst gar nicht stellen, würde einen der Kunde nicht darauf bringen. So geschehen gerade eben. Eine schöne neue Fanpage wurde aus der Taufe gehoben und den Fans alle Möglichkeiten geboten, die man auf Facebook so vorfindet. Wobei es interessant ist zu sehen, dass manche Unternehmen Fanpages eröffnen, ihren Fans hier jedoch nicht zumuten, aus dem Vollen zu schöpfen. Also bekommen sie einen Knebel dergestalt, dass sie das eine oder andere nicht dürfen. Also z.B. Links teilen oder Fotos hochladen, etc. Und dann wundern sich Unternehmen womöglich, dass sie mit ihren Fans so schwer ins Gespräch kommen…. Wäre wohl ein eigenes Posting wert dieses Thema. Jetzt aber nur Sidestep weil ich auf etwas ganz anderes hinaus will. 

Vor ein paar Wochen zeigte die Facebook Fanpage von Dunkin Donuts schlüpfrige Bilder spärlich bekleideter Frauen. Das Unternehmen benötigte 12 (!) lange Stunden, bis es davon Wind kriegte, seine Fanpage säuberte und sich bei den Fans entschuldigten (mehr dazu gibt es am Shifters-Blog oder bei Mizz Information)Das ist zu lange, keine Frage. Andererseits: Kann man dem Community-Manager daraus wirklich einen Strick drehen? Wohl kaum!

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Facebook bietet für die professionelle Beobachtung der eigenen Fanpage nämlich genau gesagt GAR NICHTS. Und das sollte man sich bei aller Euphorie klar vor Augen halten. Was heißt das? Zum Beispiel, dass Fans der Seite in älteren Beiträgen (die vielleicht nicht so im Gesichtsfeld des Community-Managers stehen…) kritische Dinge sagen bzw. Inhalte posten können, die gänzlich unentdeckt bleiben. Ich beobachte die Fanpage eines Kunden gerade intensiv und sehe erst jetzt, dass selbst hier fast täglich Spam-Postings auftauchen. Postings im übrigen, die immer weiter zurück liegende Beiträge betreffen.

Ok. Facebook bietet eine saubere Monitoring Lösung für Firmenkunden derzeit (noch) nicht an. Die sich auf Facebook bewegenden Unternehmen stehen dennoch in der Pflicht, hier die Augen offen zu halten, sodass ihnen nicht ähnliches widerfährt wie dem US-Amerikanischen Donut Produzenten. Und das ganz unabhängig davon, ob Facebook bei seiner Funktionalität nun nachbessert oder nicht. Der Vorgesetzte wird sich im Fall des Falles mit einem säuerlichen "Sorry aber das hab ich nicht gesehen…" des Community-Verantwortlichen wohl nicht zufrieden geben.

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Die Lösung die ich gefunden habe nennt sich Conversocial. Die Software liefert mir für jeden neu hereinkommenden Kommentar, aber auch für jedes Posting auf der Wall einen E-Mail Alert. Das ist praktisch, weil ich so einen guten Überblick habe, wer auf der Fanpage wann was sagt. Und darum geht es im Grunde! Und von noch einem anderen Problem erlöst mich Conversocial: Wer schon mal versucht hat, das Posting eines Fans zu löschen, der muss sich quer durch seine Fanpage hangeln, bis er nach langem Suchen findet, was er sucht. Mit Conversocial hat man jedoch alle Postings im Überblick und kann von dieser Überblicksseite aus bequem einzelne Postings freischalten, zuweisen oder löschen. Sehr gut ist auch die eingebaute Möglichkeit, direkt aus dem Cockpit heraus zu reagieren, also eine öffentliche Antwort auf der betreffenden Fanpage zu verfassen ähnlich wie das die Engagement Console von Radian6 kann.

Ich teste Conversocial jetzt mal 30 Tage gratis. Es sieht jedoch sehr danach aus, dass ich danach die Kreditkarte zücken werde.

Update: Und gerade sehe ich auf Dunkin Donut wieder schlüpfrige Bilder… Hm. Sie wurden erst vor zwei Stunden gepostet. Aber immerhin. Die Uhr tickt. Conversocial dürfte das Unternehmen noch immer nicht verwenden, sonst wären die Inhalte wohl schon längst entfernt. Wobei… ich kenne deren Social Media Policy bzw. deren Kommentarrichtlinien natürlich nicht. Vielleicht mag Dunkin Donut solche Postings oder findet zumindest nichts dabei. Wäre möglich

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Facebook Landingtab ja oder nein?

25. August 2010Für einen Kunden behirne ich gerade Möglichkeiten eines Facebook Engagements. Dabei stellt sich natürlich auch die Frage, ob und wenn ja ab welchem Zeitpunkt eine Landingpage Sinn macht. Bekanntlich lässt …

Für einen Kunden behirne ich gerade Möglichkeiten eines Facebook Engagements. Dabei stellt sich natürlich auch die Frage, ob und wenn ja ab welchem Zeitpunkt eine Landingpage Sinn macht. Bekanntlich lässt sich die User-Experience auf Facebook dahingehend lenken, dass man neue Besucher, sprich (noch) Nicht-Fans auf einen speziellen Reiter schickt. Der Benutzer lernt die Marke so nicht über die Wall kennen, sondern findet eine – auf seine Bedürfnisse hoffentlich gut zugeschnittene – Landebahn vor. 

Unternehmen können ganz schön kreativ sein, wenn es um Landingpages geht. Manche gehen dabei klassisch vor. Mit klassisch meine ich, dem Benutzer hier maximal an die Hand zu nehmen, sprich, ihm nicht zu viele Entscheidungs- bzw. Klickmöglichkeiten einzuräumen. Sehr namhafte Unternehmen und Marken gehen davon jedoch ab und präsentieren sich tech- und insbesondere content-savvy Ende nie. Hier wird aus vollen Rohren geschossen, fahren zahlreiche Boxen, Banner und Videos auf, die Benutzer nicht selten gleich wieder wegführen von der Facebook-Site. Natürlich auch eine nicht ganz ungeschickte Vorgangsweise, für die es auch eine reihe von Beispielen gibt. 

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Häufig werden Landingpages auch dafür angewendet, Nutzer, die über einen Banner, das Suchfeld oder von der corporate Site auf den Facebook Kanal kommen, auf schnellstem Weg zu Fans zu machen. Auch hier zählt wieder die Einfachheit. Auch der dümmste FB Nutzer soll sehen, was die Brand von ihm verlangt. Nach dem Motto: "Klick den Like-Button und alles wird gut! 

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Für diese Variante bietet sich dann noch die verschärfte Version an. Davon spreche ich dann, wenn wir das ganze ein wenig garnieren und die Landingpage in ein "Forced-Viral" umbaue. Auch das macht natürlich Sinn. Warum sonst spielen viele Radiosender die Hits kurz an, bevor der Werbeblock kommt. Auch hierfür gibt es wie gesagt Beispiele. Schöne und weniger schöne. Ich finde Zwang im Web generell ja nicht so toll. Egal, Microsoft macht das und hängt mir die Karotte hin. Wenn ich exklusive Angebote will, dann muss ich Windows7 liken.

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Die Anzahl der Facebook Fans zu steigern, reden wir hier mal nicht um den heißen Brei herum, ist für den Großteil der zahlenden Kundschaft die Messlatte schlechthin. Aus diesem Grund stellt sich die Frage, ob und wann ja ab wann eine Landingpage Sinn macht. Ich habe dazu eine Umfrage erstellt, an der sich bislang 29 Personen beteiligt haben. Danke dafür! Momentaufnahme, eh klar. Wer sich daran noch beteiligen möchte kann dies auf TWTPoll noch bis 30. August 2010 tun. Die mehrheitliche Meinung der Nutzer kommt derzeit noch nicht klar zum Ausdruck.

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Interessantes Feedback habe ich jedoch von @profireiser und @BenjaminBuhl erhalten. Laut Profireiser machen Landingpages überhaupt nur dann Sinn, wenn sie teil einer Kampagne sind. Sein im Tweet enthaltener Hashtag #zweckorientiert gefällt mir gut, da er imho auch impliziert, dass der Benutzer von der Landingpage entsprechend profitieren können muss. Eine Page zum Selbstzweck oder zum reinen Sammeln von Nutzern alleine ist sicher zu wenig. Aber auch dafür gibt es sehr prominente Ausnahmen wie zb Red Bull. 

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Benjamin Buhl argumentiert ähnlich, indem er sagt, Landingpages haben nur zu bestimmten Zwecken Sinn weil die Zahl der Likies (sic!) Quatsch ist. Schöne Sichtweise, die ich gerne unterschreibe. Wichtig ist dann halt bloß, dass der Auftraggeber die Sache auch in der Lage ist qualitativ zu betrachten. WebGuerilliero Jo Wedenig @jowedenigg wiederum meint, dass es auf die Frage Landingpage Ja oder nein überhaupt keine endgültige Antwort geben kann weil es eben ganz darauf ankommt, was man über einen Landing-Tab bewirken, auslösen, transportieren möchte. Wie wahr! Das Thema ist jedenfalls spannend und wird es wohl auch bleiben. Ausnahmen bestätigen die Regel(n), heißt es. Und das Thema Landingpages scheint das wirklich auch zuzutreffen.

Hints: Hier eine Top-Präsentation zum Thema Landing Pages, auf die mich Profireiser aufmerksam gemacht hat. Danke!

Österreichs Top Unternehmen im Social Web

12. August 2010  Worum geht es hier? Um die Performanz der fünfzig umsatzstärksten (bereinigten) Unternehmen Österreichs im Web 2.0. Um diese qualitativ zu erheben – genau darin lag die Zielsetzung des Unterfangens …

Österreich Web 2.0 

Worum geht es hier? Um die Performanz der fünfzig umsatzstärksten (bereinigten) Unternehmen Österreichs im Web 2.0. Um diese qualitativ zu erheben – genau darin lag die Zielsetzung des Unterfangens – haben uns folgende Kanäle angesehen:

a) Twitter
b) Flickr
c) YouTube
d)Facebook
e) Corporate Blog

und diese auf folgende Parameter hin abgeklopft. Die wiederum über Unterkategorien mit erreichbaren Punkten versehen wurden

a) Kategorie „Relevanz des Contents“ (Video/Bilder/Posts)
b) Kategorie „Qualität der Kommentare“
c) Kategorie „Technische Funktionalität“
d) Kategorie „Reaktionszeit bei konkreten Fragestellungen

Die Zielsetzung lag darin, die umsatzstärksten österreichischen Unternehmen und ihr Engagement im Social Web aus einem qualitativen Blickwinkel zu betrachten. Um dabei möglichst zeitnahe zu sein wurde im Zeitraum März bis April 2010 erhoben. Die Daten der umsatzstärksten Österreichischen Unternehmen stammen übrigens aus der Zeitschrift Trend. Der Grund dafür, die Social Media Aktivitäten Österreichischer Unternehmen auf ihre Qualität hin zu untersuchen, lag wiederum in einer anderen Erhebung, durchgeführt von der Agentur Meta Communication (der ich für die Übermittlung der quantitativen Daten hier noch einmal danken möchte). 

Über diese Erhebung und ihre Ergebnisse habe ich mir hier am Ed Wohlfahrt Blog ein paar Gedanken gemacht. Meine Kritik lag damals darin, dass man – wie es in der Meta Communication Erhebung gemacht wurde – keine sauberen Ergebnisse bekommt, wenn man Fans, Seitenaufrufe und Follower einfach addiert. Weiters wären über diese rein quantitative Schiene natürlich keine qualitativen Aussagen möglich. Logisch! Schade, weil ich denke und nach wie vor davon ausgehe, dass man die Qualität von Social Media und den Output, den Unternehmen in ihrer Online Kommunikation daraus zielen können nur schwer quantitativ messen kann. Durch die im Zuge der Erhebung geführten Gespräche mit Kommunikationsverantwortlichen quer durch die heimische Wirtschaft, sehe ich mich in dieser Haltung bestätigt. Social Media muss gemessen werden, ja, selbstverständlich. Doch eben nicht rein qualitativ sondern auch qualitativ. Schema "F", d.h. allgemein gültige Parameter wird es dafür kaum geben können. Aber bevor ich hier zu weit abschweife, hier das Gesamtranking. Wir haben dafür die Punkte der betreffenden Unternehmen, die es in den einzelnen Kanälen a – f erhalten hat einfach addiert. Hier also ist das Ranking der umsatzstärksten Österreichischen Unternehmen im Social Web:

Rang Unternehmen Blog FB Twitter Flickr YouTube Gesamt
1 Red Bull 17 17 17 0 18 69
2 Austrian Airlines AG (AUA) 7 23 18 6 12 66
3 voestalpine 12 9 15 16 8 60
4 Wienerberger 15 5 7 10 5 42
4 Wien Energie 16 11 9 0 6 42
5 Swarovski 0 18 19 0 0 37
6 mobilkom austria 11 6 10 0 9 36
7 Spar 0 13 18 0 0 31
8 Telekom Austria 0 12 2 4 11 29
9 Österr. ElektrizitätswirtschaftsAG (Verbund-Konzern) 0 10 0 9 0 19
10 Casinos Austria 0 14 2 2 0 18
11 Salzburg AG für Energie, Verkehr und Telekommunikation 0 3 0 0 10 13
11 Lenzing 8 5 0 0 0 13
11 Zumtobel 0 7 0 0 6 13
12 OMV 0 8 3 0 0 11
13 Magna 0 5 5 0 0 10
13 Österr. Post 6 4 0 0 0 10
13 bauMax 10 0 0 0 0 10
14 Blum 0 3 0 0 6 9
15 Strabag 0 0 6 0 0 6
15 Egger Holzwerkstoffe 0 6 0 0 0 6
16 Alpla – Werke Alwin Lehner 0 5 0 0 0 5
17 Österr. Bundesbahnen(ÖBB) 0 0 0 0 4 4
17 Münze Österreich 0 4 0 0 0 4
17 Tiwag-Tiroler Wasserkraft 0 4 0 0 0 4
18 Alpine Holding 3 0 0 0 0 3
18 LKW Walter Internationale Transportorganisation 0 0 0 0 3 3
19 Andritz 0 0 2 0 0 2
20 Borealis 0 0 0 0 0 0
20 Alu-met 0 0 0 0 0 0
20 Hofer 0 0 0 0 0 0
20 A-TEC Industries 0 0 0 0 0 0
20 Allgemeine Baugesellschaft – A. Porr 0 0 0 0 0 0
20 EconGas 0 0 0 0 0 0
20 EVN 0 0 0 0 0 0
20 Österr. Lotterien 0 0 0 0 0 0
20 RWA Raiffeisen Ware Austria 0 0 0 0 0 0
20 Constantia Packaging 0 0 0 0 0 0
20 XXXLutz 0 0 0 0 0 0
20 Agrana 0 0 0 0 0 0
20 Autobahnen- und Schnellstraßen – FinanzierungsAG (ASFINAG) 0 0 0 0 0 0
20 Mayr-Melnhof Karton 0 0 0 0 0 0
20 VA Intertrading AG (VAIT) 0 0 0 0 0 0
20 RHI 0 0 0 0 0 0
20 Energie AG Oberösterreich 0 0 0 0 0 0
20 Swietelsky 0 0 0 0 0 0
20 Roth 0 0 0 0 0 0
20 Energie Steiermark 0 0 0 0 0 0
20 Raiffeisen Informatik 0 0 0 0 0 0

Hier die Daten (Gesamtranking) zum Download: Download Quality Austria – Gesamt Ranking

Ach ja. Hier sei auch erwähnt, dass die qualitative Herangehensweise andere Unternehmen nach oben gespült hat, als die oben angeführte Meta Communication Studie. Keine Überraschung gab es jedoch ganz oben. Red Bull scheint in Social Media derzeit das Maß aller Dinge zu sein. Egal nämlich ob qualitativ oder quantitativ gemessen wird.

Weiterführende Infos zu Quality Austria, der ersten qualitativen Erhebung der heimischen Social Media Landschaft gibt es hier:

Quality Austria (1): Die 50 umsatzstärksten Unternehmen Österreichs und ihr Engagement in Social Media
Quality Austria (2): Zur Vorgangsweise
Quality Austria (3): Ranking Corporate Blogs
Quality Austria (4): Stilblüten einer qualitativen Social Media Befragung
Quality Austria (5): Österreichs umsatzstärkste Unternehmen auf Flickr


Ergänzung: 

Ich habe gerade erfahren, dass die hier vorliegende Ausarbeitung zu subjektiv, ihre Aussagekraft zu gering ist. Das sagt zumindest die Austria Presse Agentur. Das Wirtschaftsblatt hab ebenfalls abgewunken, warum auch immer. Das ist schade. Ist die ganze Studie, ist die ganze Zeit die hierfür investiert wurde also für den Müll? Ich glaube nicht. 

Ich denke, dass die hier vorliegenden Ergebnisse einen Beitrag zum besseren Verständnis der Bewertung von Social Media in Österreich leisten können und werden. Sie werden Unternehmen dabei helfen, die Sicht einerseits auf ihre Kommunikationskanäle im Social Web zu schärfen. Andererseits aber auch andere auf den Plan rufen, sich mit Beispielen aus dem Österreichischen Social Media Universum von qualitativer Seite her zu beschäftigen. Ist dies erreicht, so war die Ausarbeitung ein voller Erfolg, egal ob sie groß in der Zeitung steht (was ich mir natürlich insgeheim erhofft hätte…)

Ach ja: Damit andere die Arbeit fortsetzen können, sind alle Inhalte unter Creative Commons lizenziert und stelle ich alle Rankings, Parameter und Bewertungen frei ins Netz. Sollte jemandem Was abgehen oder sollten sich weiter Fragen ergeben, so einfach melden.

Social Media Ranking – Österreichs Top Unternehmen auf Facebook

3. August 2010Fakten, Fakten, Fakten. Hier also gleich vorweg das Ranking der bereinigten umsatzstärksten Österreichischen Unternehmen auf Facebook. Im Anschluss gehe ich dann auf die gewählten Paramter der Erhebung ein. Platz 1 …

Facebook

Fakten, Fakten, Fakten. Hier also gleich vorweg das Ranking der bereinigten umsatzstärksten Österreichischen Unternehmen auf Facebook. Im Anschluss gehe ich dann auf die gewählten Paramter der Erhebung ein.

Platz 1 Austrian Airlines 23 Punkte ==> zur FB Seite

Platz 2 Swarovski 18 Punkte  ==> zur FB Seite

Platz 3 Red Bull 17 ==> zur FB Seite

Platz 4 Casinos Austria 14 Punkte ==> zur FB Seite

Platz 5 Spar 13 Punkte ==> zur FB Seite

Platz 6 Telekom Austria 12 Punkte ==> zur FB Seite

Platz 7 Wien Energie 11 Punkte ==> zur FB Seite

Platz 8 Verbund 10 Punkte ==> zur FB Seite

Platz 9 Voestalpine 9 Punkte ==> zur FB Seite

Platz 10 OMV 8 Punkte ==> zur FB Seite

Platz 11 Zumtobel 7 Punkte ==> zur FB Gruppe

Platz 12 Egger Holzwerkstoffe 6 Punkte ==> zur FB Seite

Platz 12 Mobilkom Austria 6 Punkte ==> zur FB Seite

Platz 13 Magna 5 Punkte ==> zur FB Gruppe

Platz 13 Wienerberger 5 Punkte ==> zur FB Seite

Platz 13 Alpla 5 Punkte ==> zur FB Seite

Platz 13 Lenzing AG 5 Punkte ==> zur FB Seite

Platz 14 Österreichische Post 4 Punkte ==> zur FB Seite

Platz 14 Münze Österreich 4 Punkte ==> zur FB Gruppe

Platz 14 Tiwag 4 Punkte ==> zur FB Seite

Platz 15 Salzburg AG 3 Punkte ==> zur FB Gruppe

Platz 15 Blum 3 Punkte ==> zur FB Seite

Was haben wir uns angesehen, wie die einzelnen Facebook Fanpages und Facebook Gruppen bewertet? 

a) Die Relevanz der Posts des Unternehmens
Hier haben wir uns unter anderem folgende Fragen gestellt: wird die Möglichkeit geboten das Unternehmen über Facebook näher kennen zu lernen? Sind Posts so verfasst, dass sie Diskussion / Feedback fördern, beispielsweise durch Fragen, etc.? Wird auf andere Informationen zu einem bestimmten Thema hingewiesen (oder gehts dem Unternehmen rein um Verlautbarung seiner eigenen "Ergüsse")? Streben die einzelnen Posts Interaktion mit den Nutzern an oder läuft die Kommunikation "one way"?

b) Qualität der Kommentare
Hier haben wir uns unter anderem angesehen, wie stark sich die Kommentare inhaltlich auf die Posts des Unternehmens beziehen, wie stark sie sich aufeinander beziehen, ob über die Kommentarfunktion Dialoge geführt werden
 und ob sich die Unternehmen in diesen Dialog mit einbringen.

c) Technische Funktionalität des Facebook Kanals
Hier wurde gefragt, ob ein persönliches Profil, eine Gruppe oder eine Fanseite eingesetzt wird, ob Fans ( Freunde / Mitglieder Beiträge, Fotos,Videos oder Links posten dürfen, ob zusätzliche Reiter / Felder zusätzliche Infos bieten und darüber hinaus Punkte vergeben wenn technische Funktionalitäten gravierende vom Normalzustand (also der Standardkonfiguration) abweichen.

d) Reaktionszeit bei konkreten Fragestellungen
Auch hier wieder waren wir voll fies, haben gefragt und dann geschaut, wie lange Unternehmen benötigen, um uns eine Antwort zu liefern. Pro verstrichenen zwei Stunden wurde von den hier zu vergebenden fünf Punkten einer weniger.

Fakt ist, dass die top platzierten Unternehmen wie AUA, Swarovski und Red Bull Facebook bereits massiv in ihren Kommunikationsmix integriert haben. Auf diesen Kanälen tut sich nicht nur quantitativ sondern auch qualitativ eine ganze Menge. Dies wiederum setzt neben der konkreten Zielsetzung (welche Informationen möchte ich mit meinen Fans / Followern auf Facebook teilen, etc.) auch einen Workflow voraus. Die Kontinuität, mit der die top Unternehmen hier zu Werke gehen, lässt darauf schließen, dass es fixe Verantwortlichkeiten gibt und Menschen, die den Job mit entsprechender Professionalität und Know-how machen. Nur am Rande sei erwähnt, dass dass in den Facebook Gruppen der Unternehmen Blum und Münze Österreich die Anfrage meines damaligen Trainees am 2. Juni 2010 die letzte Aktivität war.

Die Daten zur Erhebung gibt es hier zum Download: Download Social Media Erhebung Facebook

Weiterführende Infos zur Erhebung gibt es hier:

Quality Austria (1): Die 50 umsatzstärksten Unternehmen Österreichs und ihr Engagement in Social Media
Quality Austria (2): Zur Vorgangsweise
Quality Austria (3): Ranking Corporate Blogs
Quality Austria (4): Stilblüten einer qualitativen Social Media Befragung
Quality Austria (5): Österreichs umsatzstärkste Unternehmen auf Flickr

Social Media PR um 250 Euro!!!

12. Juli 2010Jetzt Zuschlagen!!!!. Kommen Sie, kaufen Sie!! Jetzt neu im Angebot: Social Media PR. Sorry für diese zugegebener Maßen ein wenig reißerische Einbegleitung. Ich bin mir aber sicher, dass sie auf …

Jetzt Zuschlagen!!!!. Kommen Sie, kaufen Sie!! Jetzt neu im Angebot: Social Media PR. Sorry für diese zugegebener Maßen ein wenig reißerische Einbegleitung. Ich bin mir aber sicher, dass sie auf den nachfolgenden E-Mail-Text optimal passt, mit dem mich pressetext.at neulich zu einem Workshop unter dem Titel "Twitter & Co: PR-Workshop mit Social Media Tipps - Verschaffen Sie sich Gehör: Mit Social Media PR" einlud. 

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Bitte mich hier nicht falsch zu verstehen! Nicht dass ich mir zu fein wäre für diese Einladung. Ich denke man kann nie genug über diese spannende Materie wissen. Darüber hinaus lese ich Thilo Baum und denke, dass er den TeilnehmerInnen der Workshops eine ganze Menge zu bieten hat. Nein, das ist es nicht was ich sagen will. Auch mit dem Preis habe ich kein Problem, wobei meine Tarife dann doch ein wenig höher sind…  Was mir hier sauer aufstößt, sind die Worte, mit denen hier Social Media PR verkauf, angekündigt, promotet, gehypt wird. Ich frage mich, ob das a) noch zeitgemäß und b) generell klug ist.

Ein paar Schmankerln aus der Einladung gefällig? 

"Social Media ist der Trend des Jahrzehnts" 
Mag sein. Darüber im Jahr 2010 jedoch noch großartig zu gackern, erscheint mir jedoch alles andere als zeitgemäß. Jeder halbwegs fitte PR-Treibende sollte doch wissen, dass Social Media längst Bestandteil der Medienrealität ist, nicht mehr wieder weg geht und damit integraler Bestandteil strategischer Kommunikation zu sein hat. Ob man vor diesem Hintergrund von Trends oder gar Trends des Jahrzehnts sprechen muss, weiß ich nicht.
 

"Wie man Sie im Web 2.0 findet. Wie Ihr Youtoube-Video zum Knaller wird." 
Wie man Sie im Web 2.0 findet? Hm… natürlich lauter zu schreien als alle andern Schreihälse zusammen. Versteht sich doch von selbst, oder. Sorry. Jedoch passt dies gut zusammen mit dem "Verschaffen Sie sich Gehör…", oder? Im Social Web aufzufallen, Gehör zu finden, ist natürlich von zentraler Bedeutung, keine Frage. Wenn ich gleich darauf jedoch den Satz "Wie Ihr Youtube-Video zum Knaller wird" lese, so würgt es mich einfach. Es ist diese Denke die in PR-Kreisen ohnehin so weit verbreitet ist und die hier weiteres Futter bekommt. Dieses "Wir bringen Sie im Web 2.0 groß heraus", "Wir machen, das Ihr Video voll abgeht viral…" ich kann es nicht mehr hören! Muss ich es aber in einer Einladung lesen, die an PR-Treibende geht, dann begeistert mich das überhaupt nicht. Wobei wir mit "begeistern" beim dritten und letzten "Highlight" dieser Einladung angekommen wären.
 

"Über 150 PR-Profis haben an den ersten sechs Workshops in Österreich teilgenommen und sind begeistert." 
 Na klar waren sie das! Wie könnte es anders sein?! Wenn ich als PR-Treibender endlich gesagt kriege wie es geht. So quasi eine Messerspitze Zuhören, ein Schuss Facebook, 200g Social Media Monitoring, eine Brise Bloggen und fertig ist die Social Media PR. Ja wenn ich es so serviert bekomme, schmeckt es mir auch und ich werde begeistert sein. Schon klar, dass innerhalb von vier Stunden, so lange dauert der Workshop, nicht die Welt vermittelt werden kann. Für eines sollte jedoch genug Zeit sein:

a) Den Teilnehmern zu vermitteln, dass Social Media PR keines Hypes bedarf – es geht schlicht und ergreifend heute nicht mehr ohne. 

b) Social Media ist das Bohren dicker Bretter – ich stibitze mir hier einfach mal, was jemand einst über "Politik" gesagt hat. Social Media PR, Online PR, oder wie immer das Kind heißen soll, geht nicht auf Knopfdruck, braucht Zeit, braucht Tiefschläge und Learnings, muss einfach wachsen. In den Köpfen der Auftraggeber ebenso wie in denen der Agenturen. Hier zu sagen "hau ruck, und fertig ist die Online PR Kampasgne", reicht einfach nicht mehr aus. 

Ebenso greift zu kurz, die Homepage mit sämtlichen zur Verfügung stehenden Social Bookmarking Icons zu verzieren oder vor jedes Wort und jede Tat der online oder offline Kommunikation einfach ein blauäugiges "Social" hin zu malen. In der naiven Hoffnung, das würde das schwache Konzept aufpeppen und den am Spiel stehenden Etat langfristig absichern helfen. Das kann es nicht sein. Das kann niemals ausreichen. Social Media PR heißt dranbleiben, heißt wertvoll bleiben für die Menschen da draußen heißt zu geben und dann erst zu nehmen, heißt so viel, das wohl eher mit dem Mindset zu tun hat, als mir PR-Konzepten.

c) was noch sollte vermittelt werden? Vorschläge erbeten

Ich weiß, dass einige Unternehmen das Thema Social Media PR längst für sich verstanden haben und blendend damit arbeiten. Nur weil es mir hier einfällt: Das nenn ich ein Best Practice für Twitter. Hier wird nicht primär PR gemacht, sondern zugehört, Nutzen gestiftet, Probleme gelöst. Ein Unternehmen ist da für seine Dialogpartner und Multiplikatoren die sich unterhalten und austauschen. Die Zahl dieser Unternehmen wird von Tag zu Tag größer. Das ging nicht von heute auf morgen. Das setzt wahnsinnig viel Zeit und Lernen voraus. Das braucht geistig offene Kommunikatoren, die sich selbst die Hände schmutzig machten und machen, die Ängste überwinden, ausprobieren und testen, was geht und was nicht. Vor allem aber braucht es dafür PR-Treibende, die sich von den vollmundigen Texten diverser Seminaranbieter nicht blenden lassen.