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Social Media PR um 250 Euro!!!

12. Juli 2010Jetzt Zuschlagen!!!!. Kommen Sie, kaufen Sie!! Jetzt neu im Angebot: Social Media PR. Sorry für diese zugegebener Maßen ein wenig reißerische Einbegleitung. Ich bin mir aber sicher, dass sie auf …

Jetzt Zuschlagen!!!!. Kommen Sie, kaufen Sie!! Jetzt neu im Angebot: Social Media PR. Sorry für diese zugegebener Maßen ein wenig reißerische Einbegleitung. Ich bin mir aber sicher, dass sie auf den nachfolgenden E-Mail-Text optimal passt, mit dem mich pressetext.at neulich zu einem Workshop unter dem Titel "Twitter & Co: PR-Workshop mit Social Media Tipps - Verschaffen Sie sich Gehör: Mit Social Media PR" einlud. 

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Bitte mich hier nicht falsch zu verstehen! Nicht dass ich mir zu fein wäre für diese Einladung. Ich denke man kann nie genug über diese spannende Materie wissen. Darüber hinaus lese ich Thilo Baum und denke, dass er den TeilnehmerInnen der Workshops eine ganze Menge zu bieten hat. Nein, das ist es nicht was ich sagen will. Auch mit dem Preis habe ich kein Problem, wobei meine Tarife dann doch ein wenig höher sind…  Was mir hier sauer aufstößt, sind die Worte, mit denen hier Social Media PR verkauf, angekündigt, promotet, gehypt wird. Ich frage mich, ob das a) noch zeitgemäß und b) generell klug ist.

Ein paar Schmankerln aus der Einladung gefällig? 

"Social Media ist der Trend des Jahrzehnts" 
Mag sein. Darüber im Jahr 2010 jedoch noch großartig zu gackern, erscheint mir jedoch alles andere als zeitgemäß. Jeder halbwegs fitte PR-Treibende sollte doch wissen, dass Social Media längst Bestandteil der Medienrealität ist, nicht mehr wieder weg geht und damit integraler Bestandteil strategischer Kommunikation zu sein hat. Ob man vor diesem Hintergrund von Trends oder gar Trends des Jahrzehnts sprechen muss, weiß ich nicht.
 

"Wie man Sie im Web 2.0 findet. Wie Ihr Youtoube-Video zum Knaller wird." 
Wie man Sie im Web 2.0 findet? Hm… natürlich lauter zu schreien als alle andern Schreihälse zusammen. Versteht sich doch von selbst, oder. Sorry. Jedoch passt dies gut zusammen mit dem "Verschaffen Sie sich Gehör…", oder? Im Social Web aufzufallen, Gehör zu finden, ist natürlich von zentraler Bedeutung, keine Frage. Wenn ich gleich darauf jedoch den Satz "Wie Ihr Youtube-Video zum Knaller wird" lese, so würgt es mich einfach. Es ist diese Denke die in PR-Kreisen ohnehin so weit verbreitet ist und die hier weiteres Futter bekommt. Dieses "Wir bringen Sie im Web 2.0 groß heraus", "Wir machen, das Ihr Video voll abgeht viral…" ich kann es nicht mehr hören! Muss ich es aber in einer Einladung lesen, die an PR-Treibende geht, dann begeistert mich das überhaupt nicht. Wobei wir mit "begeistern" beim dritten und letzten "Highlight" dieser Einladung angekommen wären.
 

"Über 150 PR-Profis haben an den ersten sechs Workshops in Österreich teilgenommen und sind begeistert." 
 Na klar waren sie das! Wie könnte es anders sein?! Wenn ich als PR-Treibender endlich gesagt kriege wie es geht. So quasi eine Messerspitze Zuhören, ein Schuss Facebook, 200g Social Media Monitoring, eine Brise Bloggen und fertig ist die Social Media PR. Ja wenn ich es so serviert bekomme, schmeckt es mir auch und ich werde begeistert sein. Schon klar, dass innerhalb von vier Stunden, so lange dauert der Workshop, nicht die Welt vermittelt werden kann. Für eines sollte jedoch genug Zeit sein:

a) Den Teilnehmern zu vermitteln, dass Social Media PR keines Hypes bedarf – es geht schlicht und ergreifend heute nicht mehr ohne. 

b) Social Media ist das Bohren dicker Bretter – ich stibitze mir hier einfach mal, was jemand einst über "Politik" gesagt hat. Social Media PR, Online PR, oder wie immer das Kind heißen soll, geht nicht auf Knopfdruck, braucht Zeit, braucht Tiefschläge und Learnings, muss einfach wachsen. In den Köpfen der Auftraggeber ebenso wie in denen der Agenturen. Hier zu sagen "hau ruck, und fertig ist die Online PR Kampasgne", reicht einfach nicht mehr aus. 

Ebenso greift zu kurz, die Homepage mit sämtlichen zur Verfügung stehenden Social Bookmarking Icons zu verzieren oder vor jedes Wort und jede Tat der online oder offline Kommunikation einfach ein blauäugiges "Social" hin zu malen. In der naiven Hoffnung, das würde das schwache Konzept aufpeppen und den am Spiel stehenden Etat langfristig absichern helfen. Das kann es nicht sein. Das kann niemals ausreichen. Social Media PR heißt dranbleiben, heißt wertvoll bleiben für die Menschen da draußen heißt zu geben und dann erst zu nehmen, heißt so viel, das wohl eher mit dem Mindset zu tun hat, als mir PR-Konzepten.

c) was noch sollte vermittelt werden? Vorschläge erbeten

Ich weiß, dass einige Unternehmen das Thema Social Media PR längst für sich verstanden haben und blendend damit arbeiten. Nur weil es mir hier einfällt: Das nenn ich ein Best Practice für Twitter. Hier wird nicht primär PR gemacht, sondern zugehört, Nutzen gestiftet, Probleme gelöst. Ein Unternehmen ist da für seine Dialogpartner und Multiplikatoren die sich unterhalten und austauschen. Die Zahl dieser Unternehmen wird von Tag zu Tag größer. Das ging nicht von heute auf morgen. Das setzt wahnsinnig viel Zeit und Lernen voraus. Das braucht geistig offene Kommunikatoren, die sich selbst die Hände schmutzig machten und machen, die Ängste überwinden, ausprobieren und testen, was geht und was nicht. Vor allem aber braucht es dafür PR-Treibende, die sich von den vollmundigen Texten diverser Seminaranbieter nicht blenden lassen.

Info-Blackout bei den Klagenfurter Stadtwerken

16. November 2009Im neuen Jahr halte ich am eDay der Kärntner Wirtschaftskammer wieder Impulsreferate. Diesmal zum Thema "Online Reputation als Schlüssel zum Erfolg". Seit Tagen gehe ich jetzt mit Ideen für meine …

Im neuen Jahr halte ich am eDay der Kärntner Wirtschaftskammer wieder Impulsreferate. Diesmal zum Thema "Online Reputation als Schlüssel zum Erfolg". Seit Tagen gehe ich jetzt mit Ideen für meine Keynote schwanger. Heute Abend durfte ich jedoch selber spüren, was es heißt, einem Unternehmen zu vertrauen oder eben zu misstrauen. Was war geschehen? Stromausfall in meinem Stadtteil. Kein großes Thema, es sei denn im oberen Stock wohnt eine 83Jährige Dame und hat Angst. Es sei denn das Baby braucht Fläschchen. Es sei denn das Haus wird mit Stom geheizt.

Was hat das mit der Homepage meines Stromversorgers zu tun? Was mit Vertrauen, mit (online) Reputation und alledem? Eine ganze Menge wie ich finde. 

In diesen Minuten, in denen ich mit der Taschenlampe durch die Wohnung tappte, hätte es extrem gut getan, hätte man auf der Homepage des Stromversorgers einen Ticker vorgefunden, der auf die Netzprobleme hingewiesen hätte. Von einer Dark-Site gar nicht erst zu sprechen! Das wäre überhaupt keine große Sache gewesen, wegen der man hätte Presseaussendungen verschicken müssen. Eine Minimal-Info-Architektur hätte dafür völlig ausgereicht. "Achtung – Stromausfall in Klagenfurt /Waidmannsdorf – voraussichtliche Dauer 20 Minuten" oder dergleichen. Diese einfache Maßnamen hätte dafür gesorgt, mir und vielen anderen Sicherheit zu geben, hätte dazu beigetragen, Vertrauen zu schaffen in einen Stomversorger, der mit mir spricht, der für mich da ist wenn ich ihn mal brauche und das nicht bloß in Form eines Aktuell-Buttons auf seiner verdammten Homepage.



Als ich mich durch besagte Homepage klickte, fielen mir all diese super-bescheuerten Textbausteine auf, all der PR-Sprech, den ich schon selber nicht mehr hören kann. Er kotzt mich schlicht und ergreifend an, in seiner, an allen meinen (Informations-) Bedürfnissen geschickt vorbeizielenden Art. Wer redet hier mit mir, ein Konzern, eine Agentur, ein System? Wer glauben die wer ich bin? Kann es sein, dass hier Leute sitzen, die ernsthaft annehmen, ich würde mich für die Historie des Konzerns interessieren, für den Lyrikpreis, für das Gewinnspiel Jazz-Club, für Bilder vom Vorstand oder aber für salbungsvolle Texte wie diesen hier:



Mehr als 50.000 Stromkunden vertrauen uns und sind Partner der Energie Klagenfurt GmbH. Wir liefern diese unverzichtbare Energie rund um die Uhr unseren Kunden direkt ins Haus, zum Arbeitsplatz oder ins Unternehmen. Auch ein Großteil der Klagenfurter Betriebe aus Industrie, Gewerbe und Handel arbeitet seit Jahren eng mit uns zusammen und schätzt unser umfangreiches Servicepaket. Strom als Quelle für Licht, Wärme und Kraft ist längst allgegenwärtig. Aber auch die boomende Informations- und Kommunikationstechnologie ist ohne Strom undenkbar.

Wir stehen unseren Kunden als verantwortungsvoller Energiedienstleisterjederzeit gerne mit Rat und Tat zur Seite. Dabei setzen wir auf regionale Stärke und die Kompetenz unserer erfahrenen Mitarbeiter. Die Nähe zum Kunden und deren beste Betreuung ist unser oberstes Unternehmensziel. Unser Motto:"Rundum Sorglos". 

Solcher PR-Sprech ist nicht nur eine Zumutung für den Lesefluss, er ist vielmehr eine persönliche Beleidigung. Ja ich fühle mich von Unternehmen die auf ihrer Homepage so mit mir sprechen beleidigt (ich sag gar nicht geistig unterfordert). Ich bin sauer auf Unternehmen, die denken, mich würde derart gequirlter Unternehmens-Quatsch interessieren, mit dem sie sich hier selbst ins beste Licht zu rücken versuchen. Mit dem sie nicht über meinen Nutzen sondern einzig über sich selbst reden. Tragen solche Inhalte dazu bei, Vertrauen aufzubauen? Geben sie Konsumengen Sicherheit? Sind sie in der Lage einen konkreten Nutzen zu stiften?



Mir ging es mit diesem Post gar nicht mal ums Web 2.0. Nein! Das wäre nun für Kärntner Verhältnisse doch entschieden zu weit gedacht. Ein Twitter-Stream der Stadtwerke Klagenfurt, in unverdächtigen Zeiten hochgezogen und über die Monate hinweg konsequent verfolgt, hätte in Minuten wie diesen goldeswerte Informationen liefern können. Ich würde den Stadtwerken Klagenfurt auf Twitter selbstverständlich followen, da sie mir im Fall des Falles ja rasche und damit unglaublich relevante Infos zB zu einem Blackout in meinem Stadtteil liefern könnten. Wie wäre es auch mit einem SMS Dienst? Aber was die Stadtverwaltung in San Francisco in Sachen Customer Care tut, das brauchen wir doch nicht. Da fällt mir schon wieder ein neuer Slogan ein für die nächste Landtagswahlen in Kärnten: "Klagenfurt darf nicht San Francisco werden"…



Human Resources Management via Social Media

27. Oktober 2009Es ist schon ein paar Jahre her, da saß ich als Junior-Berater bei einem Unternehmen. Es war nicht gerade klein und hatte damals 3.000 Mitarbeiter und ca. 800 Mio. Euro …

Es ist schon ein paar Jahre her, da saß ich als Junior-Berater bei einem Unternehmen. Es war nicht gerade klein und hatte damals 3.000 Mitarbeiter und ca. 800 Mio. Euro Jahresumsatz. Was mit von diesem PR-Meeting in Erinnerung blieb, war das Klagelied der Manager in Sachen Human Resources. Auf die Zeitungsanzeigen des Unternehmens würden sich keine passenden BewerberInnen mehr melden, klagten sie. Die wirklich guten Leute würden sich bei weit kleineren Unternehmen bewerben, die für Absolventen jedoch attraktiver wären als das eigene Unternehmen. Ein echtes Kommunikationsproblem, würde ich sagen, das natürlich stark zu tun hat mit Eigen- und Fremdsicht des Unternehmens, mit seinem Image und seiner Reputation. 

Unternehmen, ja im Grunde ganze Wirtschaftsstandorte befinden sich heute im Kampf um die besten Köpfe, um das ganze mal martialisch auszudrücken. Die Universum Student Survey 2009 hat sich unter 4.000 AbsolventInnen umgehört und weist nun Österreichs beliebteste Arbeitgeber aus (==> PRESSE Artikel). In diesem Jahr führt Getränkehersteller Red Bull vor McKinsey und Google. Soweit so gut. Was aber können Unternehmen tun bzw. was tun sie bereits jetzt, um sich die besten Köpfe zu sichern? Richtig! Sie treten mit ihnen – ganz wichtig! – bereits während ihrer Ausbildung in Dialogbeziehungen, die sich über die Zeit hinweg intensivieren (können) und vielleicht, wer weiß, in ein konkretes Job-Offert münden. Und wenn man sich die Zielgruppe ansieht, um die es sich dabei handelt, also Menschen, die heute zwischen 25 und 30 Jahre alt sind, ist kaum verwunderlich, dass diese Gespräche auch über Social Media Kanäle geführt werden (müssen). Als Beispiel möchte ich hier die Mobilkom Austria anführen, die meiner Meinung nach sehr gut deutlich macht, worum es geht.

HR Management Ed Wohlfahrt

Viele der größeren Seiten haben heute Landingpages, die speziell auf die Zielgruppe der High Potantials zugeschnitten sind. So auch die Mobilkom, die diese Site klever mit einer Facebook-Fanpage verknüpft hat. 

Mobilcom Austria auf Facebook

Hier stellt sich das Unternehmen nicht nur mit dem dar, was es "kann" wer es ist, was Absolventen geboten wird, etc. hier geht es vor allem auch um das Gespräch um digitales "Anbandeln", das wohlgemerkt in beide Richtungen geht. Also als ich mich damals 1999 durch die Liste möglicher Arbeitgeber (und deren Homepages) geklickt habe, gab es diese Möglichkeit sicher noch nicht, in ein Unternehmen hineinzuschnuppern, online mit Menschen zu sprechen, die im betreffenden Unternehmen bereits arbeiten, über Social Media informelle Kontakte zu knüpfen, die mir beim Bewerbungsgespräch dann vielleicht Türen öffnen können, etc. Damals gab es bestenfalls Homepages mit einem eMail Formular der Marke "Bewerben Sie sich hier!". 

Und jetzt zurück zum Thema Unternehmenskommunikation! Zurück zum Ausgangspunkt, wo es um das Problem ging, dass sich beim betreffenden Unternehmen zu wenig wirklich gute Leute bewerben würden. Hm… Ich glaube, dass die Attraktivität, die ein Unternehmen bei potentiellen BewerberInnen besitzt, oder eben nicht besitzt, damit zu tun hat, wie diese das Unternehmen wahrgenommen bzw. kennenlernen durften. Hier gehts um Reputation und um Strahlkraft eines Unternehmens bzw. einer Marke. Und diese wiederum hat nicht zuletzt damit zu tun, wie sich diese Marke online präsentiert. Wie erlebbar sie hier für BewerberInnen wird, wie und ob überhaupt die Möglichkeit vorsieht, mit dem betreffenden Unternehmen online ein wenig zu kuscheln, vorzufühlen, warm zu werden, mich vielleicht sogar als Fan des Unternehmens zu outen, es zu gruscheln oder was immer… Ich denke man erkennt, woraus ich hinaus will. Es geht um die Reputation der Marke es geht vielleicht um den Vorgeschmack um einen Einblick, den mir das eine Unternehmen über diverse (Social Media) Kanäle ermöglicht, und das andere Unternehmen eben nicht. In Wirklichkeit geht es beim Aufbau von Kommunikationsbeziehungen immer um das Schlagen von Brücken. Und klevere Unternehmen beginnen damit nicht erst dann, wenn sie erkennen müssen, dass sie zu wenig gute Bewerbungen bekommen. Zu diesem Zeitpunkt ist meiner Einschätzung nach schon längst Feuer am Dach.

Wer kennt weitere Unternehmen, die in ihrem Human Resources Management Social Media einsetzen? Würde ich mir sehr gerne ansehen. Thx!

Online-PR unter der Lupe

28. Mai 2009Darauf, dass die PR-Zukunft maßgeblich digital geprägt sein wird, habe ich hier am Blog bereits mehrfach hingewiesen. Nun bekam ich von Philipp Weber-Diefenbach von der deutschen Agentur Index freundlicherweise die Index …

Darauf, dass die PR-Zukunft maßgeblich digital geprägt sein wird, habe ich hier am Blog bereits mehrfach hingewiesen. Nun bekam ich von Philipp Weber-Diefenbach von der deutschen Agentur Index freundlicherweise die Index Expertenbefragung 2009 zur Verfügung gestellt, die sich genau mit diesen Themen auseinandersetzt. Agenturleiterin Franziska Berge schreibt im Vorwort bezugnehmend auf die Ergebnisse der Untersuchung, dass

"Online-PR bereits heute ein selbstverständlicher und gewichtiger Bestandteil der Kommunikationsarbeit ist. In naher Zukunft wird wohl kaum ein Unternehmen ohne entsprechende Aktivitäten auskommen."

 
Sehen wir uns die Ergebnisse der Studie – deren für mich einziger, jedoch gravierender Wermutstropfen in der geringen Anzahl der Befragten (n=137) liegt – im Einzelnen an.

Online PR im daily business 1

Nach diesen Zahlen zu schließen, spielt die Online-PR in der täglichen Kommunikationsarbeit von PR Agenturen bereits jetzt eine überaus wichtige Rolle. Und darf man den Ergebnissen glauben, so wird die Bedeutung von Online-PR in der Kommunikationsarbeit der nächsten Zeit massiv zunehmen.Online-PR Wichtigste Kanäle
Die wichtigsten Kanäle für die Kommunikaitonsarbeit verwundern wenig. Wer kann mir sagen, was "Mobiles Internet" hier bedeuten könnte? Dass Micro Blogging – obwohl es derzeit so stark abgefeiert wird – von den PR-Verantwortlichen als Kanal eher nachrangig eingeschätzt wird, verwundert ein wenig. Gerade hier liegt imho nämlich irrsinnig großes Kommunikations-Potential. Nach der Studie zu schließen, liegt es derzeit (noch) brach. 

Interessant weiters auch die vorgenommene Unterscheidung zwischen "Unternehmens-Blogs" (als Kanal für 37% wichtig) und "Blogs von Dritten" (als Kanal für 21 % bedeutsam). Könnte man diesen Umstand dahingehend interpretieren, dass Blogs in den Augen der 37% ein wichtiger Kanal sein könnte, um die eigenen Messages bzw. die der Kunden raus zubringen? Kann es sein, dass wir alle immer tendenziell noch mehr an der Verlautbarung als dem nervenaufreibenden und ressourcenverschlingenden online Dialog auf Augenhöhe hängen? Gegen diese meine Einschätzung wiederum würde sprechen, dass der Social Media Release (von einigen Agenturen als Verlautbarungsmedium 2.0 missverstanden)als Kanal für bloß 15 Prozent der Befragen wichtig ist, eher weiter hinten rangiert.

Online-PR Vorteile

Dass Social Media Tools vom Kosten-Nutzen-Aspekt her gut abschneiden liegt auf der Hand. Natürlich nur dann, wenn sie entsprechend zielgerichtet in die Gesamtkommunikation Eingang finden.

Online PR Nachteile 

Dass die Wahrnehmbarkeit hier ganz oben rangiert wundert ich auch. Kann es sein, dass dieser Umstand damit zu tun hat, dass es für viele weniger darum geht, am Dialog teilzunehmen als statt dessen die Botschaften möglichst breit zu streuen (Stichwort: Eyeballs)? Auch der Unklare Nutzen scheint darauf hinzuweisen, dass vielen nicht hinreichend klar ist, dass die online Kommunikaiton, der hier stattfindende Aufbau von Dialogbeziehungen ja mit passion based audiences erfolgt, was eine möglichst breitflächige Wirkung im Sinne von Catch-all so gut wie ausschließt. Wie sehen das die hier versammelten PR-Auskenner?


Online PR Maßnahmen durchführung 6

Spannend last but not least auch die Frage, wer Online-PR Maßnahmen letztendlich durchführt. Nur 22 % der Befragten machen sich hier selbst "die Hände schmutzig". 22% sind imho ganz schön wenig. Dann nämlich, wenn wir uns nochmals vor Augen führen, wie wichtig die Branche Online-PR offenbar einschätzt. Meiner Meinung passt das irgendwie nicht zusammen. Ist das jetzt wichtig und will sich die PR nun damit selbst beschäftigen, weil PRler online PR Maßnahmen als notwendig, unabdingbar, etc. erachten, oder lassen wir dann, wenn es darauf ankommt doch die anderen machen? Fragen über Fragen. Schönes Wochenende!