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Der Kanzler als Pizzamann

20. April 2017Die nächsten Wahlen zum Österreichischen Nationalrat kommen bestimmt. Die Parteien bringen sich in Stellung und nutzen dafür natürlich auch Soziale Medien. SPÖ-Kanzler Christian Kern sorgt gerade mit einem unkonventionellen Video für Aufsehen.

Es ist schwer als Politiker. Was ich meine? Es ist schwer Dinge zu sagen und zu tun, die in sozialen Medien bestehen können. Dinge, die in Erinnerung bleiben, die möglicherweise berühren, mit denen man sich positiv abhebt, alle diese Sachen.

Politik ist nicht lustig. Politiker lachen selten, sind wenigen Leuten sympathisch. Es geht stets um die politische Sache, das politische Thema, den richtigen eigenen Standpunkt und natürlich um den falschen des Mitbewerbers. Politik bohrt dicke Bretter, und basta!

Politiker haben es schwer!

Ich möchte damit nicht sagen, dass mir Politiker leid tun. Zumindest solange man sie nicht auf Skiern die Piste hinunter schickt, wie geschehen im Präsidentschaftswahlkampf von Andreas Khol. Wir erinnern uns mit Schrecken. Aber schwer haben sie es dann schon wieder. Man traut ihnen nicht über den Weg und schätzt ihre Problemlösungskompetenz meist als niedrig bis sehr niedrig ein.

Wer vertraut Politikern?

Das Vertrauensbarometer für Politiker stark nach unten. Vor allem bei den Jüngeren ist es damit nicht allzu gut bestellt.

Die Kommunikation ist schuld, ausnahmslos immer

Und natürlich auch ihre Berater, Spindoktoren und Pressesprecher. Sie sollen müssen es dann richten. Im Wissen natürlich, dass die Kommunikation immer versagt, wenn es schlecht läuft. „Es ist uns nicht gelungen, den Leuten verständlich zu machen, dass…“ heißt es dann nach erfolglos geschlagener Wahl. Und dass natürlich die Kommunikation schlecht war… Ich warte jeden Wahlabend auf diese Wortspenden und sie kommen den Verlierern über die Lippen so wie das Amen im Gebet.

Politik tut sich schwer in sozialen Medien

Besonders schwierig für Politiker ist das Metier Sozialer Medien. Dass das aber nicht zwingend so sein muss, zeigt der amtierende Bundeskanzler Dr. Christian Kern.

Es geht darum, eine Kampagne, eine Bewegung zu starten, darum, mit den Menschen ins Gespräch zu kommen, ehrliche und authentische Bilder zu produzieren und zu vermarkten. Kern uns sein Team haben sich zu einen Zugang entschlossen, für den es vor allem drei Dinge braucht.

 

  • Mut bzw. die Fähigkeit über den Dingen zu stehen.
  • Die Fähigkeit, sich und das eigene Tun nicht zu ernst zu nehmen.
  • Hohe Frustrationstoleranz.

 

All diese Punkte bringen viele Politiker nicht mit. Leider. Vor diesem Hintergrund tun sie sich sehr schwer, wenn es darum geht, über Sozialen Medien zu kommunizieren und darin zu bestehen.

Kanzler Kern als Pizzamann

Was tut Kern? Sehen sie selbst! Er verkleidet sich einen Abend lang den Pizzaboten, kommt mit Menschen ins Gespräch und inszeniert sich damit als dialogbereit, sympathisch und offen. Nicht schlecht!

Verbreitet wird dieses Video über den Facebook Kanal des Kanzlers und den hauseigenen Kanal auf Youtube.

Natürlich ist das Berechnung! Natürlich geht es um die Bilder, den davon ausgehenden Buzz in Online Medien und Tageszeitungen. Und, ja klar, handelt es sich dabei um ein klassisches Pseudo-Ereignis. Andererseits, warum nicht!? Die anderen Politiker tun es schließlich auch oder werden sehr bald wieder damit beginnen. Babies küssen, Marktbesuche, Verteilaktionen. Man kennt das. Werden sie damit Online Gespräche auslösen können? Ich bin mir da nicht so sicher.

 

 

Kern löst eine ganze Menge dieser Online Gespräche aus. Nicht alle werden immer schmeichelhaft für ihn ausfallen. Aber das ist auch egal. Kern folgt seinen Beratern, er wagt sich hinaus auf dünnes Eis und er wird wohl auch das Durchhaltevermögen mitbringen, in seiner Online Kommunikation und dem daran anschließenden Transport social Media-gerechter Bilder weiter am Drücker zu bleiben.

Online Buzz als neue Währung?

Möglich auch, dass wir auch hierzulande sehr bald mehr von dieser Form politischer Kommunikation erleben werden. Mehr Inhalte also, die auf die Verbreitung in und über soziale Medien abzielen, die ganz bewusst für diesen Kanal ersonnen und umgesetzt wurden. Dass es dafür einen neuen Typus Politker braucht, der bereit ist, auch hier entsprechend mitzuspielen, sollte allen klar sein.

Storytelling: Wie du gute Stories findest oder auch nicht

11. Januar 2017Machen wir uns nichts vor. Wer Geschichten aus dem eigenen Unternehmen oder Berufsleben erzählen will, muss diese Geschichten zuerst einmal finden. Nicht selten scheitert Storytelling genau dort!

Neulich im Workshop. Das Klima ist toll, die Stimmung gelöst und das Miteinander angstfrei und wertschätzend. Man geht aufeinander zu, erzählt sich aus dem Nähkästchen aber das, worum es eigentlich geht, will und will sich nicht einstellen: Geschichten.

Storytelling setzt voraus dass im Unternehmen Stories gefunden werden. Optimalerweise als laufender Prozess.

Storytelling Workshop: Was macht uns aus, was treibt uns an, warum tun wir, was wir tun? Mit diesen und anderen Fragen lassen sich Differenzierungsmerkmale leichter finden und herausarbeiten.

Unser Workshop hat mit dem Unternehmen, dem Kern der Marke zu tun, und dreht sich deshalb vor allem um das „Warum“, also etwa,

  • Warum produzieren wir auf diese Art und Weise?
  • Warum haben wir uns zu dieser oder jener Lösung durchgerungen?
  • Warum ist dieser oder jene Standpunkt für uns wichtig?
  • Warum haben wir uns von einem Geschäftspartner / Kunden getrennt?
  • Warum ist es uns wichtig, ein familienfreundliches Unternehmen zu sei?
  • Warum tun wir, warum sind wir (geworden) wie wir jetzt sind?
  • etc.

All diese Fragen kann man aufwerfen. Man kann sie konkret stellen. Man kann sie mittels Beamer an die Wand werfen oder meinetwegen ins Handout schreiben. Gebracht hat das – zumindest bei mir – selten etwas. Die Frage bleibt. Sie lautet:

Wie lassen sich im Umfeld eines Unternehmens Stories ausfindig machen? Konkret, im nächsten Workshop oder Sales-Meeting. Und jetzt nicht wieder das übliche Herumgedruckse!

Wie lassen sich Geschichten heben?

Wie lassen sie sich Geschichten heben wie ein Schatz und wie lässt sich daraus gar ein mehr oder weniger standardisierter Prozess machen, den man z.B. jedes halbe Jahr aufs neue durchlaufen kann? Das wäre schon cool, nicht wahr? Und genau daran arbeite ich derzeit.

viele dringen zum Kern von Storytelling gar nicht erst vor.

Wer die Kraft von Geschichten für sich und sein Unternehmen nutzen will, sollte sich nicht mit Luftschlössern begnügen.

 

Viel Storytelling-Blabla um Walt Disney & Co

Mein Eindruck ist, dass viele zur aktiven Suche nach Geschichten gar nicht erst kommen. Sie sind beim Pixar-Video hängen geblieben oder haben die Heldenreise so inhaliert, dass sie nicht mehr ans Wesentliche denken können.

Mir ist das zu wenig. Anders ausgedrückt:

Pixar & Co verstellt mir die Sicht auf das, was im Storytelling immer noch zentral sein sollte. Die Geschichte und ihr Zustandekommen.

 

Was tun wenn die guten Stories ausbleiben?

Zurück zu meiner jüngsten Workshop-Erfahrung. Was also tun, wenn die Geschichten ausbleiben? Wo ansetzen, wenn das beste Klima und das angestrengteste Nachdenken im Team nicht dazu führen, dass der Außendienstmitarbeiter, der Marketingleiter oder die Fachbeamtin ins Erzählen kommen? Folgende Instrumente können hier förderlich sein:

Die Grabesrede

Makaber, schon klar. Aber stellt man sich einmal vor, man würde am Grab des eigenen Unternehmen stehen, was würde man bedauern? Welche Lösungen würde es dann nicht mehr geben?

Welche Produkte oder Dienstleistungen würden den Hinterbliebenen nun fehlen? All diese Fragen lenken den Blick auf die eigenen Besonderheiten, der früher oder später Auskunft gibt über das Warum des Unternehmens, der Abteilung, des Gründers, etc.

Mit Extremen arbeiten

Workshop-Teilnehmer von ihrem schönsten oder meinetwegen schlimmsten Tag im Unternehmen erzählen zu lassen oder sie über ihren größten geschossenen Bock zu befragen, sorgt meist für allgemeine Heiterkeit.

Die Auf-Lösung ist dann meist nicht mehr das Problem. Schlimm war es meist ja nur einen Augenblick lang, dann gab es glückliche Wendungen, unterstützende Kollegen, verständnisvolle Kunden, prägend Lernerlebnisse, etc.

Wenn im Storytelling-Workshop nichts mehr geht, hilft das gemeinsame Nachdenken über Misserfolge und wie man damit umgegangen ist.

Schiffbruch: Aus Fehlern lässt sich nicht nur prima lernen. Fehler und wie man damit umging, bilden auch tollen Stoff für Storytelling.

Der Lebenslauf

Sich seinen Lebenslauf vorzustellen, das geht meistens ganz einfach. Zwischen den einzelnen Stationen gibt es bei näherem Hinsehen aber auch Phasen, über die wir weniger gerne sprechen, die wir weglassen und zwar aus gutem Grund.

Die vermasselte Mathe-Matura gehört hier etwa zu meinem Repertoire, das halbe Jahr Arbeitslosigkeit oder der Krach mit meinem Chef, der mich dazu veranlasste, zu kündigen.

Solche Sachen meine ich! Jeder hat sie, jeder kennt sie. Kaum aber einer nutzt sie für das eigene Storytelling!

Bloß liegen gerade hier die spannenden Ausgangspunkte für packende Erzählungen. Erzählungen im übrigen, mit denen wir unseren Zuhörern mehr von uns erzählen, als mit jedem (geschönten) Lebenslauf.

Die Unternehmensgeschichte

Und wo wir gerade beim Lebenslauf waren. Jedes Unternehmen durchläuft ebenfalls einen Lebenszyklus, scheitert, erfindet sich neu. Und wer darüber immer nur das Beste berichtet, der lässt einen Haufen weg.

Schade, weil im vergangenen Konkurs samt Kündigungen, weil im Streit mit der Bank und weil in der Art und Weise, wie dann doch wieder gemeinsam Fahrt aufgenommen werden konnte, große narrative Kraft liegt. Kraft, an die wir nicht denken und die dann ungenutzt bleibt.

Storytelling setzt das Wissen und die Sensibilität um Geschichten voraus. Aber nicht nur das: Es braucht dazu natürlich auch eines, und zwar Geschichten

Storytelling: Im passenden Augenblick mit der richtigen Geschichte zur Stelle zu sein, das ist für unsere Zuhörer nicht selten ein wahres Geschenk. Verstehen abseits von Zahlen, Daten und Fakten wird möglich.

Mit welchen Fragen oder Übungen fördern Sie Geschichten zu Tage? Ich würde mich sehr darüber freuen, wenn es hierzu Kommentare gibt.

Weiterführende Artikel zu Storytelling

Post: Mit Storytelling zu einem besser funktionierenden Intranet?
Post: Content-Marketing – mit kleinem Ego zur besseren Story
Post: Storytelling auf Facebook (1)


Wenn Sie ein Gespräch über den Kern Ihrer Marke führen wollen, in dem wir unter anderem auf das „Warum“ Ihres Unternehmens zu sprechen kommen, nehmen Sie noch heute mit uns Kontakt auf ed@edwohlfahrt.com

Next Internet: Warum wir omline am Radar haben sollten

14. Januar 2016Viele die Rede ist derzeit vom einer neuen, bewussteren Haltung, mit der Nuzter angeblich online gehen. Omline nennt sich das ganze. Was ist damit gemeint und was macht dies Entwicklung für Online Marketer interessant?

Was meint Matthias Horx wenn er von Omline bzw. dem Omline-Trend spricht? Kurz zusammengefasst, eine neue Achtsamkeit, die in einen veränderten Umgang mit dem Internet mündet.

Omline: Neues Bewusstsein der Nutzer

Es geht nicht mehr um online oder offline, sondern darum, wie Menschen online gehen. Horx spricht hier von einer neuen Achtsamkeit. Angelehnt an den Om-Laut, den einige von uns aus dem Yoga-Kurs kennen, wird daraus das Kunstwort „Omline“.

Omline der neue Megatrend?

Laut Zukunftsforscher Horx gehen Nutzer immer bewusster online. Diese Haltung, dieses neue Bewusstsein im Umgang mit dem Internet, nennt er Omline. Angelehnt an dem Om-Laut aus Meditation und Yoga.

Auf welchen Prozentsatz an Onlinern diese spezielle Form der achtsamen Nutzung nun jedoch zutrifft, ist nicht bekannt.

Verändertes Bewusstheit auch auf Anbieter-Seite

Nicht erst seitdem der Begriff „Inbound Marketing“ in unseren Breiten Einzug hält, gehen immer mehr Anbieter von Online-Inhalten dazu über, möglichst nützlich zu sein bzw. die Informationsbedürfnisse ihrer Leser/Kunden ins Zentrum ihres Publizierens zu stellen.

Ich sage nicht, diese Entwicklung wäre neu, doch gibt es derzeit vermehrt Stimmen, die von Marken und Anbietern eine neue Nützlichkeit einfordern.

Ob nun als Antwort auf den von Horx beschriebenen Omline-Trend, sei dahingestellt. Vielleicht gibt es auch einfach nur immer mehr Anbieter von Inhalten und damit verfügbaren Content, sodass sich nur noch jene durchsetzen, die über besonders nützliche Inhalte verfügen?

Eine neue Ökonomie der Nützlichkeit als Resultat der von Georg Franck ins Treffen geführten Ökonomie der Aufmerksamkeit vielleicht?

Respekt! Neue Kundensicht im Online-Marketing

Neulich habe ich auf Lead Digital einen Gastbeitrag von Meike Leopold gelesen. Sie schreibt über guten Content bzw. darüber, dass die Produktion desselben auch etwas wert sei. In den Kommentaren finde ich dann folgenden Satz. Ich greife ihn hier heraus, weil ich ihn für zentral halte:

Denn es ist die Basis für alle Kanäle, wenn ein geiler Text die Leser mit reißt. Und es ist dem Leser Respekt erweisen.

Er stammt aus der Feder von Richard Sirch, dem Geschäftsführer von Tastenfeuer. Schon interessant was er da schreibt.

Hier gehts um nicht mehr oder weniger als dem Nutzer Respekt zu werweisen oder, um das Wort noch einmal zu strapazieren, ihm respektvoll zu begegnen. Inhaltlich, spricht textlich wohlgemerkt! So lese ich Richard hier einfach mal.

neues Bewusstsein der Online Erfahrung

Die Erstellung von Online Inhalten hat viel mit Respekt zu tun. Wer seine Leser mit ihren Bedürfnissen, ja auch Nöten abholen will, schafft Vertrauen und Relevanz.

 

Respektvoller Umgang mit dem Leser

Dies führt unweiterlich zur Frage, was denn das Gegenteil wäre bzw. wie sich Online Inhalte anfühlten, die es an diesem Respekt vermissen lassen? Nun, hierzu fällt mir gleich eine ganze Menge ein

Online Inhalte, die es an Respekt vermissen lassen

  • Inhalte, die einzig das Ziel verfolgen, dass sich damit jemand „warmschreibt“ bevor er dann, möglichst weit unten, mehr oder weniger nebenbei, dazu bereit ist, zum Punkt zu kommen.
  • Inhalte, die nicht einlösen, was ihre Verpackung in Form von Headline, Meta-Tags & Co versprochen hat.
  • Inhalte, die primär für Maschinen oder Suchmaschinen geschrieben wurden und die aus diesem Umstand erst gar kein Hehl machen.
  • Inhalte, die uns hinhalten oder sogar arglistig hinters Licht führen, nur damit wir in weiterer Folge gezwungenermaßen klicken, herunterladen oder anderweitig „interagieren“.
  • Inhalte, deren Ziel primär darin besteht, die Lücken zwischen den links, rechts, oben und unten angebrachten Werbeanzeigen von Amazon, Willhaben & Co zu füllen, weil diese Seiten sonst komisch aussehen würden.

Diese Liste ist absolut erweiterbar. Ich denke, dass uns viele dieser Dinge in absehbarer Zeit so alt vorkommen werden, wie vor zehn Jahren die ausgedruckten E-Mails in der Postmappe des Geschäftsführers.

Fazit: Warum Omline, Respekt und Inbound zusammengehören

Omline, Respekt und Inbound-Marketing gehören zusammen oder haben zumindest viel miteinander zu tun.

Wenn ich den Nutzer nicht respektiere, setze ich ihm Inhalte vor, die primär meinen eigenen Interessen dienen, aber nicht den seinen. Er wird entsprechend reagieren.

Inhalte zu erstellen und anzubieten, die die Zeit und die Bedürfnisse unserer Kunden und Dialogpartner im Blick behalten, ist also mehr denn je ein Gebot der Stunde.

Dies auch deshalb, weil man Lesern, die immer genauer hinsehen und die Information immer bewusster nachfragen, aufnehmen oder einfach weglassen, damit jenen Respekt entgegenbringen kann, den sie eigentlich verdienen.

 

Online Marketing: Vor welchen Herausforderungen Unternehmen wirklich stehen

17. Juli 2015Neulich las ich den Vorschlag, weniger häufig, dafür besseren Content zu produzieren. Einleuchtend, dachte ich mir. Dabei liegen die Potenziale der Unternehmen im Content Marketing ganz wo anders.

Langsam aber sicher spricht es sich herum. Viel Inhalt zu produzieren und dabei zu wenig Augenmerk auf dessen Qualität zu legen, zahlt sich nicht aus. Dennoch, produzieren viele einfach weiter. Getreu dem Motto „Inhalt ist gut. Noch mehr Inhalt besser“.

Wo stehen Unternehmen im Bereich Content?

Wenn ich mir das Online Marketing bzw. die inhaltliche Qualität des Online Marketings diverser Unternehmen anschaue, so kommen mir meist diese drei Typen unter.

Typ 1: Marketing mit Inhalten? Wir haben doch eine Webseite!
Für Unternehmen vom Typ 1 war das Online Marketing mit der Fertigstellung der Webseite erledigt. Ein News-Bereich, der ursprünglich für aktuelle Infos aus dem Unternehmen gedacht war, ist zwar vorhanden, leider fühlt sich unter der Zeit aber keiner so richtig dafür verantwortlich.

Typ 2: Content Marketing? Wir tun eh…
Unternehmen vom Typ 2 produzieren mehr oder weniger laufend Inhalte, die sich in Newslettern, im News- oder Blogbereich auf der Webseite wiederfinden. Die Qualität dieser Inhalte ist manchmal höher, manchmal niedriger.

Und natürlich gibt es hier Phasen, in denen mehr Inhalte produziert werden, als in andren. Ein Beispiel hierfür sind Tourismusunternehmen, die mit der Erstellung von Inhalten erst wieder beginnen, wenn sie die Sonnenschirme aus dem Schuppen räumen.

Typ 3: Content Marketing? Leider keine Zeit!
Firmen vom Typ 3 können sich um ihre Webseiten, die darin enthaltenen News-und Blogbereiche leider nicht kümmern. Der Grund: Es werden so circa alle Social Media Kanäle bespielt, die das Mutmach-Web so bietet. Da bleibt dann einfach zu wenig Zeit.

So manches Unternehmen erschöpft sich in sozialen Medien und hat dadurch keine Ressourcen mehr für die Erstellung eigener Inhalte auf eigenen Kanälen frei.

Erschöpft von zu viel Social Media? Keine Ressourcen mehr frei für die Erstellung eigener Inhalte auf eigenen Kanälen wie Webseite und Blog?

Im Übrigen ein schwerer strategischer Fehler, alle Eier in einen Korb zu legen und sein Content Marketing ausschließlich auf jenen Plattformen stattfinden zu lassen, die außerhalb des eigenen Einflussbereichs liegen. Gemeint sind Facebook, Google Plus, Twitter und alle anderen.

Qualität im Content Marketing ist immer ein Thema und wird auch immer eines bleiben.

Auch wenn das Marketing, insbesondere das Online Marketing immer technischer wird, und diese Entwicklung zeichnet sich längst ab, werden Inhalte die entscheidende Rolle spielen.

Und hier wird es meiner Meinung nach um beides gehen. Also um Qualität und Quantität im gleichen Maße. Wer aber nicht in der Lage ist, eine gleichbleibende Qualität abzuliefern und zwar dauerhaft, hat keine Chance.

Content Marketing: Was ist Qualität?

Was ist jetzt wieder Qualität? Ich denke, das lässt sich einfach sagen. Wenn Unternehmen dazu in der Lage sind, in die Schuhe und Fragestellungen ihrer Zuhörer zu schlüpfen, wenn sie sich wirklich dafür interessieren, wo ihre Kunden, Gäste, Abnehmer thematisch gerade stehen und darauf Antworten liefern, dann liegen sie mit ihrem guten Content richtig.

Content Check Handlungsbedarf

Wenn Ihr Online Content einer genauen Prüfung nicht standhält, besteht Handlungsbedarf.

Wobei sich schon die Frage stellt, wie sehr Unternehmen und Firmen genau dieser Umstand interessiert. Schon möglich, dass hier manche uninteressiert mit den Achseln zucken. Aber die Inhalte, die sie online vermarkten wollen, wird niemand lesen, hören oder gar teilen wollen.

Quantität ist immer ein Thema

Es wird nicht ausreichen, ab und an etwas Hoch-Qualitatives über seine Webseite zu spannen, weil dort alle an den Lippen des Unternehmens hängen, und den Rest des Jahres zu schweigen.

Ich glaube, dass Unternehmen heute dauerhaft den Grund liefern müssen, warum es sie, warum es in ihrem Online Marketing gerade diese ihre Inhalte braucht.

Unternehmen die diesen Wahrheitsbeweis nur für einige Monate im Sommer antreten können oder wollen, fallen durch. Entweder sie sind dauerhaft relevant oder sie sind es nicht. In letzterem Fall treten andere, für das Publikum relevantere Absender an ihre Stelle.

Qualität und Quantität: Kein Entweder-Oder!

Meiner Meinung nach geht es im Content Marketing um Qualität und Quantität. Eines allein reicht nicht aus, soll das ganze Unterfangen von Erfolg gekrönt sein. Vor diesem Hintergrund halte ich den Tip, weniger Inhalte zu produzieren, dafür inhaltlich stärker auf Qualität zu setzen, für einen Luxus-Ratschlag.

Viele Unternehmen haben schlichtweg andere Sorgen. Sie liegen, wie oben ausgeführt, dort, wo es darum geht, den nächsten Post, den nächsten Newsartikel, den nächsten Newsletter-Text zu verfassen. Inhalte übrigens, die das Telefon klingeln lassen und in weiterer Folge Käufe und Neukunden nach sich ziehen sollen.

Twitter irrelevant? Warum Umdenken sich jetzt lohnt.

16. Juni 2015Bei vielen heimischen Unternehmen führt der Kurznachrichtendienst Twitter ein Aschenputtel-Dasein. Noch, muss man sagen. Die neue Partnerschaft zwischen Google und Twitter wirft ihre Schatten voraus und betrifft auch Ihr Business. Jetzt umzudenken lohnt sich.

In den USA und Großbritannien funktioniert es bereits. Wer auf seinem Mobiltelefon oder Tablet über seinen Browser oder die Google-App eine Suchanfrage startet, bekommt dazu passende Echtzeit-Nachrichten aus Twitter serviert. Der Grund dafür: Twitter und Google kooperieren neuerdings. Fast still und heimlich, möchte man meinen.

Mehr Relevanz und Reichweite für Ihre Tweets
Die neue Partnerschaft zwischen Google und Twitter bedeutet für Unternehmen und Marken, dass ihre Twitter-Meldungen bzw. Tweets mit einem Mal mehr Reichweite, Sichtbarkeit und damit Relevanz haben.

Twitter Nachrichten auf Google

Bald auch bei uns: Im englischsprachigen Raum zeigt Google in den Suchergebnissen neuerdings Twitter-Nachrichten an.

Menschen, die auf ihrem Mobilgerät nach einem Unternehmen, einer Veranstaltung oder einer Marke suchen, bekommen dazu passende Tweets eingespielt und können von hier aus sofort weiter zu jedem beliebigen Ort im Internet. Ihre Webseite etwa oder Ihren Online-Shop. Das ganze natürlich in Echt-Zeit.

Fehlender Twitter-Account bald Wettbewerbsnachteil?
Unternehmen ohne Twitter-Account bleibt diese Möglichkeit verwehrt.

Es ist jetzt ein guter Zeitpunkt die eigene Twitter-Verweigerung zu überdenken.

Höchste Zeit also, den verstaubten Twitter-Account zu reaktivieren, die hoffentlich vorhandene Strategie anzupassen und sich zu überlegen, welche Inhalte für diesen Kanal am besten geeignet sind.

OnlinePR auf Twitter

In Echtzeit: Tweets dargestellt in der Google Ergebnisseite auf mobilen Endgeräten. Eine spanende Entwicklung für Unternehmen und Marken.

Neue Suchanfragen: Unternehmen + Twitter
Nicht auszuschließen, dass die Partnerschaft zwischen Twitter und Google auch zu einer neuen Art der Suchanfrage führen wird. So könnten Nutzer gezielt nach Twitter-Meldungen Ihres Unternehmens suchen. Auf Verdacht sozusagen. Hier mit eigenen Inhalten zur Stelle zu sein, macht also Sinn.

Möglich und machbar: Wertschätzende Online Kommunikation

22. April 2013Vor ein paar Wochen beendete ich ein Projekt, in dem es um Community-Management ging. Es ging darin um das, was Social Media in Wirklichkeit ausmacht, was Social Media sind und meinen: Um das online stattfindende Gespräch. People 2 People sozusagen. Das Unternehmen war gut aufgestellt, die Community-Managerinnen fit und wir konnten starten.

Im Rahmen des Coachings, es lief über zwei Monate, während denen insgesamt acht Einheiten zu verschiedenen Themen stattfanden, ging es recht bald um die Umgangsformen bzw. darum, wie sich das Unternehmen am Online-Dialog nun beteiligen sollte, was es sich gefallen lassen (Kritik) sollte und was nicht mehr. Eher früher als später, kamen wir auf das Thema Wertschätzung zu sprechen. Es ging um die Frage, wie sich Wertschätzung in Online-Dialogen ausdrücken lässt, wo sie einen Platz hat bzw. haben sollte und wie man es ganz konkret anstellt, mit der Wertschätzung unserer Gesprächspartner im Online-Dialog. Hierzu ein paar Gedanken:

Wertschätzung kommt viel zu kurz
Egal ob im „echten“ Leben oder online. Wertschätzung ist kaum ein Thema oder kommt oft viel zu kurz. „Loben tut man nur die Deppen“, heißt es in einem Sprichwort, ein anderes sagt „Nichts gesagt, ist Lob genug“. Uns so sehen sie dann auch oft aus, unsere Dialog-und Kommunikationsbeziehungen. Leider! Und manche Online-Gespräche strotzen nur so vor gegenseitigen Verletzungen und rechthaberischem Getue. Da ist Wertschätzung überhaupt kein Thema mehr. Das Unternehmen, die Marke sollte sich jedoch fragen, ob es Gespräche dieser nicht-wertschätzenden Art führen möchte. Warum? Weil uns Gesprächssituationen, in denen wir uns nicht wertgeschätzt fühlen, bewusst oder unbewusst nicht gut tun. Wir nehmen daraus ein Gefühl mit, das nicht passt, das uns vielleicht sogar diffus bedrückt, von dem wir vielleicht nicht gleich wissen, woher es kommt. Fakt ist: Die Qualität unserer Gespräche macht unseren Tag! Und zwar egal ob es sich dabei um Online-Gespräche handelt oder nicht.

Online wertschätzende zu kommunizieren macht Sinn

Wertschätzung ist oft total schwer, manchmal aber auch einfacher als man denkt. Wertschätzende Online Kommunikation trägt jedoch Früchte, soviel steht fest! Wertschätzung schafft Beziehungsqualität und bringt ihre Kommunikation damit möglicherweise zum Blühen.

Wertschätzung muss ehrlich sein
Die Wertschätzung muss von der „richtigen“ Person ausgehen, sie muss authentisch sein und darf keine versteckte Forderung enthalten. Wird Lob und Anerkennung ausgedrückt, geht es oft mehr um Strategie und Hintergedanken, als um ein echtes Danke, das hast du getan / gesagt, mit geht es damit so oder so (Gefühle) oder folgendes Bedürfnis erfüllt sich dadurch bei mir, etc. Es wir mit der einen Hand danke gesagt oder gelobt, aber das bloß aus dem Grund, weil man mit der anderen Hand die nächste Forderung erheben will. Auf solche Wertschätzung sind wir alle allergisch, weil sie nicht echt ist.

Wertschätzung schafft Vertrauen
Wenn Wertschätzung zum Ausdruck gebracht wird, die echt ist, dann kommt das beim Gegenüber gut an. Das Danke wird als ehrlich verstanden und kann in dieser Form angenommen werden. Dies auch deshalb, weil es keine versteckte Forderung enthält. Über solche „honest signals“, also kommunikative Akte des Vertrauens, stellen wir Gemeinsamkeiten her und schaffen die Voraussetzung dafür, dass man uns vertraut.

Wertschätzung kann Scham auslösen
In einem Seminar für Gewaltfreie Kommunikation nach Rosenberg (GfK) lernte ich neulich, dass offen zu Ausdruck gebrachte Wertschätzung von dem, der sie bekommt, oft abgetan wird. Im Italienischen kann man zu jemandem, der sich bedankt, sagen „Niente!“ (Das ist nichts!) Und hier haben wir sie, die Scham, die sich rasch auftun kann, wenn sich jemand auf ehrliche Art wertschätzend verhält! Schließlich wissen wir seit langer Zeit, dass man sich nicht loben sollte oder dass „Eigenlob stinkt“, etc. Wenn wir uns jedoch schämen, weil sich jemand uns gegenüber im einem Online Dialog wertschätzend verhält, weil uns jemand für etwas, das wir getan oder gesagt hat, offen und ehrlich gemeint dankt, so ist dies sehr schade. Also sollten wir uns auf den Weg machen, die Mauer der Scham, die unsere wichtigsten und kostbarsten Bedürfnisse (etwa Zugehörigkeit, Verständnis, Vertrauen, Geborgenheit, Respekt, Liebe, Ehrlichkeit, Harmonie, Werte, Akzeptanz, etc.) umgibt, zu durchbrechen. Dafür heißt es aber, dem Thema Scham offensiv zu begegnen, d.h. sie im ersten Schritt zuzulassen und hineinzuspüren.

Wertschätzung kann Unternehmen helfen

Online oder offline. Wertschätzende Kommunikation erleichtert vieles. Sogar dann, wenn Menschen online z.B. auf Facebook über ein Thema sprechen und vielleicht nicht einer Meinung sind. Die Argumente des anderen anzuerkennen, sie wertzuschätzen, sich für die Teilnahme am Dialog, für die darin eingebrachten Ressourcen zu bedanken, das macht absolut Sinn. Leider wird es so gut wie immer vergessen. Und ich spreche hier absolut nicht davon, dass der Communtiy-Manager „Ja danke, wir haben ihren Kommentar gelesen und kümmern uns darum“ sagt. Das hat mir Wertschätzung kaum etwas zu tun!

Beginnen sie jetzt wertschätzend zu kommunizieren!
Schauen Sie sich die Kommunikation der kommenden Stunden und Tage mal genauer an und fokussieren Sie dabei auf das Thema Wertschätzung. Was fällt Ihnen dabei auf, wofür könnten Sie einen Gesprächspartner danken, wofür ihn wertschätzen und ihm das dann natürlich auch sagen? Nicht deshalb, weil Sie von ihm im Gegenzug etwas haben wollen oder sich von der offen zur Schau gestellten Wertschätzung Vorteile erhoffen.

Wenn Sie ihren Gesprächspartnern online wie offline Wertschätzung entgegen bringen, dann weden sie zuerst einmal sehen, dass das viele verwundert, manche abschreckt, wieder andere dazu veranlasst, zu sagen, „ach was, das ist ja gar nichts…“ weil sich das Schamgefühl meldet. Echte Wertschätzung jedoch hat eine unglaubliche Kraft und kann unsere Gespräche und unser tägliches Miteinander ungeheuer bereichern. Ob dies nun in der Kaffeeküche ist oder beim nächsten Facebook-Dialog.

Probieren Sie es aus!

 

OnlinePR: Ein Begriff braucht unsere Hilfe!

5. Dezember 2012Hier ist mein eigener Beitrag zur Blogparade zum Thema Zukunft Online-PR. Es wird wohl nicht der letzte bleiben. Anstatt mich mit Zukünften zu beschäftigen, ging ich ein wenig tiefer und setzte mich mit der Entwicklung des Begriffes Online-PR auseinander. Mein Fazit: Der Begriff "OnlinePR" braucht Hilfe. Unsere Hilfe.

Der Begriff Online-PR hat es sehr schwer. Die vormals klassischen PR-Agenturen hatten ihn lange Zeit nicht am Radar, das heißt eigentlich, sie hatten die Veränderungen, die Blogs, Flickr, Bewertungsplattformen und Foren in der Zeit zwischen 2003 – 2008 für die Unternehmenskommunikation haben sollte, nur zum Teil auf dem Radar. Von der eigenen sich wandelnden Rolle erst gar nicht zu sprechen.

Credits: charliedees / flickr.com

Für einige war Online-PR nichts anderes als eine Mogelpackung oder alter Wein in neuen Schläuchen. So nach dem Motto „Uns ist der Medienkanal, in dem wir für unsere Kunden strategisch oder meinetwegen integriert kommunizieren völlig egal. Wenn es jetzt nicht mehr Tageszeitungs-, Publikums- oder Fachmedien sind, dann können wir jederzeit auch in Foren oder sonst wo Meinung machen. Alles kein Problem.“

Online-PR: Ein sperriges Thema

Noch eine weitere Entwicklung war oder besser ist zu bemerken. Der Begriff und die Tätigkeit „Online-PR“ bleibt vage, ist oft weder Fisch noch Fleisch. Heißt, der Begriff Online-PR wird unter seinem Wert geschlagen bzw. ist vielen nicht annähernd klar, wofür er denn eigentlich steht, nämlich für Dialogbeziehungen (Relations) zwischen einer Organisation und ihren Teilöffentlichkeiten und zwar online. Ja aber was heißt das? Bedeutet dies etwa, dass jede x-beliebige Facebook-Fanpage, jeder dahergelaufene Twitter-Kanal einer Agentur oder eines Unternehmens schon Online-PR bedeutet? Schwer zu sagen. Für mich ist das Online-PR im weitesten Sinn bzw. kommt dem, was Online-PR intendiert oder sein könnte schon mal recht nahe. Und zwar egal ob diesem Tun PR-Konzeption zugrunde liegt oder nicht.

Online-PR: Vieles bleibt unklar

Ich denke das Thema Online-PR hat es unheimlich schwer. Wir denken alle in Begriffen, brauchen die Vereinfachung, die uns hilft, besser zu verstehen. Der Begriff Online-PR ist so sperrig bzw. bietet so viele Sichtweisen und Interpretationsspielraum, dass er gegen gut eingeführte und zumindest auf den ersten Blick verstandene Begriffe wie „Online-Marketing“ (bring Klicks und Traffic) oder „Facebook-Marketing“ (bringt Fans und Interaktion) niemals anzukommen vermag.

PR-Praktiker sind gefordert!

Ich bin jedoch zutiefst davon überzeugt, dass der Begriff „Online-PR“ nicht nur seine Berechtigung hat sondern dass es ihn dingend braucht. Aber nicht nur das! Es braucht zudem PR-Praktiker die ihn verwenden und dazu in der Lage sind, zu erklären, was Online-PR macht und kann. PR-Treibende die dies schaffen könnten sich dadurch einen Vorteil verschaffen. Warum? Ich habe die Vermutung, dass es entweder schon vorbei ist mit dem Hype um Social Media, Facebook, und SoMe-Monitoring oder zumindest sehr bald damit vorbei sein wird. Die einen werden das früher bemerken, die anderen später.

Mehr Bewusstsein und Klarheit

Es könnten die PR-Treibenden und die PR-Branche sein, die mit der Akzentuierung auf das Thema Online-PR dafür sorgen, dass Unternehmen und Marken nach dem Tal der Tränen (Social Media sind Zeitverschwendung) zum Plateau der Produktivität gelangen (Social Business). Darüber hinaus würde ein solcher Fokus auf Online-PR dazu führen, dass sie sich von allen anderen Formen / Spielarten von Public Relations (Litigation PR, Change Communication, etc.) aber natürlich auch von allen Formen des Social Media Marketings klarer abhebt, was ich überaus wichtig fände. Andererseits würde ein klar umrissener Online-PR-Begriff, der nicht in der Marketing- und Kommunikations-Sauce untergeht, dazu führen, dass professionell ausgeführte Online-PR im Rahmen z. B. von Litigation-PR oder Change Kommunikation einen klareren und damit abgesicherteren Platz einnehmen würde. Es wäre dann etwa klarer, dass sich Online-PR im Rahmen der internen Kommunikation einen wesentlich bedeutenderen Platz verdient hätten, als sie es sehr häufig haben. Oder etwa auch, dass Online-PR einen Change-Prozess überaus sinnvoll begleiten kann und wohl auch in der Pressearbeit, der Krisenkommunikation oder der Kommunikation mit immer spezieller und überschaubareren Dialogpartnern ihren unbestreitbar fixen Platz haben muss.

Ohne PR-Background kann’s nicht funktionieren

Plattformen kommen und gehen. Die online stattfindenden Gespräch jedoch bleiben und ich gehe davon aus, dass sich an der Virtualisierung von Kommunikation in absehbarer Zeit nichts Wesentliches ändern wird. Für PR-Treibende heißt dies jedoch, dass am Thema Social Media keinen Weg mehr vorbei führt. Dies heißt nicht, dass PR-Agenturen mit all jenen in den Ring steigen müssen, die nun Facebook, Pinterest und GooglePlus für sich entdecken. Dies heißt jedoch sehr wohl, dass PR-Treibende ein viel klareres Bewusstsein dafür haben sollten, was sie und zwar nur sie mitbringen, wenn sie am Tisch sitzen und das Gespräch auf „Social Media“ kommt.

Mehr PR für Online-PR!

PR-Treibende müssen sich ihrer Rolle in diesem Thema viel stärker im Klaren sein und diese auch entsprechend trommeln. Es ist so wunderbar einfach geworden „auch“ in Sozialen Medien zu sein. Die Inhalte sind teilbar, also sind wir ein offenes Unternehmen, können mit Feedback umgehen und unsere Kommunikationsziele erreichen… Ist es wirklich so einfach? Nein und nochmals nein! Aber diesen Punkt muss die PR hinreichend erklären. Das kann und wird sonst niemand anderer für uns tun!

 

Blogparade Zukunft OnlinePR

4. Dezember 2012Viele, um nicht zu sagen alle Studien und Befragungen ergeben ein ähnliches Bild. Online-PR sind wichtig, werden wichtiger und sind überhaupt nicht mehr wegzudenken. Wie aber sieht die Realität aus? Mit dieser Blogparade möchte ich einen Dialogprozess zur Zukunft von Online-PR beginnen bevor die unvermeidlichen Blogposts "PR-Trends für 2013" wieder losgehen und sich die Debatte ebenso unvermeidlich verflacht.

Warum ich gerade das Mittel der Blogparade wähle, wo man doch auch auf Google+ und Facebook debattieren könnte? Nun, weil sie eine schöne Möglichkeit darstellt, sich miteinander zu vernetzen und weil die Kommunikation, wie auch der Content in einem Blog weit weniger flüchtig sind, als sie sich auf anderen Orten des Webs anfühlen würde.

Blogparade Zukunft Online-PR – Worum geht’s?

Es wäre für die deutschsprachige PR- und Kommunikations-Community bestimmt hilfreich, wenn wir einander unsere, bewusst subjektive Sichtweisen zur Zukunft von Online-PR und -Kommunikation erzählen würden. Angesichts von Studien, deren Aussagekraft ich mal hinterfragen möchte, und die Online-PR unisono als „total wichtig“ einschätzen, fände ich es mal interessant, die Gedanken von PR-Praktikern egal ob in Unternehmen oder agenturseitig aber natürlich auch von PR-Konsumenten und -Kunden zum Thema zu hören. Wo also sehen Sie spannendes Neuland, wohin sehen Sie die Entwicklung von Online Kommunikation hingehen, welche Beispiele kennen Sie, die zukunftsträchtig oder gar innovativ sind, etc.?

Wie sieht sie aus die Zukunft der Online Public Relations?

Wie könnten passende Themen aussehen?

Das bestimmt jede/r selbst. Um mitzumachen sollte das Gesagte jedenfalls einen Konnex zum Thema Online-PR haben. Aus welchem Blickwinkel aus betrachtet auch immer. Vielleicht spielen Techniken und Methoden der Online PR eine Rolle? Vielleicht möchte jemand etwas zum notwendigen, fehlenden, etc. Mindset von Agenturen oder Auftraggebern sagen oder aus der Agentur-Kiste plaudern. Vielleicht machen auch einige „alte PR-Hasen“ mit, die hier ihre ganz eigene Sicht auf das Thema beleuchten könnten. Wer sich weitere Anregungen für seinen Blogpost holen möchte, der kann auch mal in dieser Studie schmökern und findet vielleicht den einen oder anderen Anknüpfungspunkt für seinen Beitrag zur Blogparade Online-PR.

Blogparade – wie geht das noch mal?

An dieser Blogparade teilzunehmen ist einfach.

1. Sich zum Thema Zukunft Online-PR Gedanken machen.
2. Diese Gedanken am eigenen Blog, der eigenen Homepage oder wo auch immer zu „Papier“ bringen und hier am besten kommentierbar und teilbar machen.
3. Den Link bis 20. Dezember 2012 bis 20. Jänner 2013 (Redaktionsschluss) hier am edRelations-Blog als Kommentar teilen (ich nehme ihn dann in den Blogpost auf) auf Twitter unter dem Hashtag #zukunftOnlinePR posten und / oder am eigenen Facebook-Profil oder der eigenen Seite auf Google Plus (bitte auch hier den Hashtag #zukunftonlinePR verwenden) teilen.

Was kommt dabei heraus?

Optimalerweise Dialog, Austausch und Miteinander. Gemeinsames Nachdenken und Vordenken zum Thema OnlinePR aus Agentur-, Unternehmens- oder Kundensicht. Was noch? Etwa gemeinsames Vorantreiben des Themas, mit dem wir wohl alle zu tun haben. Und mit der Blogparade verhält es sich so wie mit dem guten alten Holzofen zu Hause. Wärmen tut er uns dann am besten, wenn wir vorher ein paar dicke Buchenscheiter eingeworfen haben ; )

Wie und wann jeder Einzelne profitiert

Durch Links, Sichtbarkeit, Feedback und anderen wertvollen Input, durch neue Blickwinkel, durch das Kennenlernen thematisch Gleichgesinnter im deutschsprachigen Raum und darüber hinaus, etc.

Noch Fragen? Gerne hier als Kommentar, auf Twitter @edwohlfahrt bzw. #zukunftOnlinePR oder E-Mail. Ich freue mich von uns zu lesen und werde heute oder morgen meinen ersten Post abliefern!

Gesammelte Beiträge zur Blogparade #zukunftonlinePR

(Stand: 21.12.2012 um 14:06h)

Die Unternehmensgeschichte als Living-Paper

12. Oktober 2012Das Storycamp Salzburg am 23. November 2012 naht. Viele meiner Gespräche derzeit haben deshalb mit Storytelling zu tun. Dabei kam mir jetzt ein Aspekt unter, den ich hier kurz besprechen möchte. Was kann getan werden, damit Mitarbeiter die Unternehmensgeschichte nicht nur kennen, sondern diese auch aktiv kommunizieren? Und zwar egal ob in beruflichen oder privaten Kontexten.

Was nämlich hilft die beste Firmengeschichte, wenn sie im Eingangsbereich der Firma hinter Glas hängen muss? Was, wenn sie sich auf der Wikipedia-Page der Seite oder auf einem Blog des Unternehmens befindet, jedoch bereits von so viel anderen Einträgen überlagert wurde, dass sich niemand mehr daran erinnert? Wie also die Geschichten, die jedes Unternehmen hat, laufend an der „Oberfläche“ des Unternehmens bzw. im Blickfeld all seiner Mitarbeiter behalten? Wie den Stories so viel Leben einhauchen, dass sie für die Mitarbeiter abrufbar und damit erzählbar sind und bleiben?

Mitarbeiter als Teil der Unternehmensgeschichte

Nur wenn Mitarbeiter die Geschichte(n) des Unternehmens (z.B. Gründungsgeschichte) kennen und somit abrufbar haben, können sie diese auch einsetzen. Ist dieser Idealfall gegeben, befeuern diese Geschichten nicht nur Marketing und Werbung des Unternehmens, nein! Sie helfen dem Unternehmen auch dabei, über das „Warum“ zu sprechen. Dieses „warum“ produziert ihr eigentlich Flilter? Wie ist es dazu gekommen? Warum gibt es eure Firma überhaupt, wie seid ihr denn auf die Idee gekommen Filter zu produzieren, etc. All das sind Fragen, deren Antworten Menschen oft mehr interessieren als Technik, Strukturen oder Prozesse.

Storytelling: Zuhörer andocken lassen

Gute Geschichtenerzähler bieten ihren Zuhörern nicht selten die Möglichkeit, Teil der Handlung zu werden. Einfache Fragen des Storytellers wie „was meint ihr, werden die Freunde dem Mädchen ein drittes Mal helfen?“ oder „was würdet ihr jetzt tun…?“ führen die Zuhörer noch näher an die Story heran und bieten ihnen die Möglichkeit, Teil der Handlung zu werden, ja mehr noch, ihren weiteren Verlauf sogar mitzugestalten. Was heißt das nun umgelegt auf die Unternehmensgeschichte?

Die Firmengeschichte schreiben alle!

Gelingt es Unternehmen, ihrem Mitarbeitern glaubhaft zu vermitteln, dass sie täglich mitschreiben an der Geschichte des Unternehmens, dass sie den Verlauf oder Ausgang der Geschichte durch ihr tägliches Tun und Handeln entscheidend mitbestimmen, so kann dies positive Folgen für die Brand-Story bzw. die Unternehmensgeschichte als Gesamtheit haben. Unternehmen, denen es gelingt, Geschichten hervorzubringen, die die Vorstellungen ihrer Mitarbeiter über ihre eigene Zukunft bzw. die Zukunft des Unternehmens antizipieren oder zumindest reflektieren helfen, schaffen jene Verbundenheit aber auch jenes Vertrauen, das den Unterschied macht.

Das Resultat sind nicht nur „starke“ Marken und Unternehmensnamen mit einer Geschichte. Das Resultat sind insbesondere Marken und Namen, die auf gemeinsamen und lebendige Geschichte(n) und Werten aufbauen. Die Unternehmensgeschichte wird lebendig weil an ihr sozusagen täglich weitergeschrieben wird. Die Unternehmensgeschichte wird damit zum Living-Paper.

Storytelling: Twitter, Google+ oder doch Facebook?

11. Oktober 2012Ich habe mich hier am Blog schon öfters mit der Frage beschäftigt, welche (Social) Media Plattform sich wie gut für das Erzählen digitaler Geschichten eignet. Dieser Post soll eine Art Gegenüberstellung bieten und Gespräche triggern, die uns bei der Wahl sowohl von Plattformen, als auch Methoden im Storytelling weiterhelfen sollen.

Ich habe mich mit dem Post Storytelling auf Facebook – Es geht! schon ziemlich weit rausgelehnt. Ich habe darin einfach mal behauptet, dass sich auf Facebook Geschichten erzählen lassen. Das wird wohl stimmen auf die eine oder andere Art. Jedoch stellen sich doch ein paar Fragen:

  1. ist Facebook der geeignete Rahmen zum Erzählen von Geschichten im (zielgerichteten) Sinn von Storytelling?
  2. Geht es Fans einer Marke auf Facebook um Geschichten oder in Wirklichkeit doch eher um Rabatte und exklusive Infos?
  3. Ist das Erzählen von Geschichten auf Facebook nicht geradezu fahrlässig? Schließlich werden Infos von Nutzern bestenfalls überflogen. Außerdem heißt es den Edgerank im Auge zu behalten, da man ansonsten schnell weg ist vom Fenster der Aufmerksamkeit und auf Facebook in weiterer Folge vor leeren Rängen spielen muss.

Das zuvor Gesagte betriff in erster Linie das geschriebene Wort. Videos bieten weitere Möglichkeiten und diese via Einbettung auf Facebook oder anderen Medien zu promoten, macht bestimmt Sinn. Die eingangs gestellte Frage jedoch ist, inwieweit sich Social Media Plattformen für das Erzählen von Geschichten eignen und nicht, ob es auf der einen Plattform mehr Sinn hat Links zu Geschichten zu posten als auf der anderen!

Ich habe mir vorher das Siemens-Answers Projekt angesehen. Ich bekomme E-Mails wenn es neue Stories gibt und bin davon sehr angetan.

Storytelling wird bei Siemens unter anderem dafür eingesetzt, Menschen vorzustellen, oder dafür, zu vermitteln, wie das Unternehmen für sich Verantwortung definiert. Letztlich sicher aber auch dafür, mehr Produkte – wenn in diesem Fall auch gebrauchte Produkte – abzusetzen. Schließlich muss ja auch der Rubel rennen. Aber Storytelling eignet sich bekanntlich auch für die Verkaufsunterstützung bzw. schließt diese nicht aus.

Hinaus will ich aber darauf, dass der Twitter-Kanal von Siemens Answers für die Aufgabe des Erzählens von Geschichten keine Rolle zu spielen scheint. Hier geht es meiner Meinung nach lediglich darum, auf neue Geschichten hinzuweisen. Aber nicht darum, hier aktiv Geschichten zu erzählen oder von anderen einzuholen. Daraus ergibt sich die Frage, ob sich Twitter überhaupt für das Erzählen von Geschichten im Sinne des Storytellings eignet. Und nach einer ziemlich ausgiebigen Internet-Recherche beantworte ich diese Frage mal mit einem klaren Nein.

Twitter für Storytelling unbrauchbar?

140 Zeichen sind einfach zu kurz, das Medium zu flüchtig, als dass man es für den Aufbau von Spannungsbögen benutzen bzw. das Erzählen von Geschichten nutzen könnte. Wer hier Beispiele nennen kann, die zeigen, dass Twitter sehr wohl für Storytelling taugt, der postet bitte Links in den Kommentaren. Danke dafür bereits an dieser Stelle! Auch dem Versuch, Tweets aufeinander aufzubauen bzw. ineinandergreifen zu lassen, um durch die Aneinanderreihung von 140 + 140 + 140 Zeichen einen Spannungsbogen zu erreichen, scheinen Grenzen gesetzt. Welcher Twitter-Konsument wartet schon auf Twitter auf den Fortsetzungs-Tweet? Vor allem dann, wenn man mehr als einer Person folgt. Hier gibt es meiner Ansicht nach für Unternehmen kein Durchkommen bzw. Vorbeikommen mit ihren Geschchten an den Tweets anderer.

Storytelling auf Facebook? Naja…

Facebook bietet Storytellern weit mehr Raum an als Twitter. Allerdings stellt sich auch hier die Frage, ob die Rezipienten in ihren Newsfeeds (und hier spielt sich ihr „Facebook“ letztendlich ja ab!) darauf aus sind, Geschichten zu lesen. Ein anderer Aspekt scheint mir hier auch nicht unwesentlich. Wenn Unternehmen dazu in der Lage sind, in Geschichten zu denken und den hohen Aufwand nehmen, diese auch entsprechend aufzubereiten, entwerten sie diese nicht gleich wieder, indem sie diese via Facebook teilen? Werfen sie nicht sprichwörtlich Perlen vor die Säue, indem sie gute Geschichten in die Streams ihrer Fans spielen, wo sie zwischen Posts der Marke „Ich esse gerade ein Steak mit 240 Gramm Einwaage“ oder „Mann ist mein neuer BMW aber klasse“ zu stehen kommen? Ich will hier keinesfalls überheblich sein, aber angesichts der Tatsache, wie viel Hirnschmalz in die Entwicklung guter Geschichten fließt bzw. fließen kann, sollte diese Frage zumindest angesprochen sein.

Ist Google Plus des Storytellers erste Wahl?

Ja. Meiner Meinung nach ist es so. Es geht aber nicht darum, den einen Kanal über den anderen zu stellen. Ich betrachte Google+ derzeit als jene Plattform, auf der meine Geschichten oder Aussagen, die ich versuche, in Geschichten zu verpacken, am besten aufgehoben sind. Warum?

Auf Google+ findet sich derzeit noch wesentlich weniger Trivialität als auf Facebook. Ich weiß, es gibt Ausnahmen aber derzeit habe ich diesen Eindruck. Während die Kommentare auf Facebook nicht selten abgleiten, habe ich auf Google+ diesen Eindruck noch nicht. Mit Betonung auf „noch“. Wäre ich also ein Unternehmen, das vor der Frage steht, Stories am eigenen Blog, auf Facebook, Google+ oder Twitter zu erzählen, würde ich mich bestimmt für das eigene Blog bzw. die eigene Homepage entscheiden, gleich danach aber bereits für Google+ votieren.

Das sind jetzt allesamt ziemlich subjektive Meinungen, ist mir klar. Dennoch sehe ich – und dies unterstützt meine These – dass Unternehmen auf Google Plus viel eher dazu tendieren, ihre Updates in Stories zu verpacken, als sie dies beispielsweise auf Facebook tun. Jetzt stellt sich die Frage, wie wir „Story“ oder auch „Storytelling“ definieren wollen. Aber ist dieses Status-Update von Coca Cola nun eine Story oder nicht? Ich denke nicht, es ist ein Info-Quickie, der auf den schnellen Like aus ist, nicht mehr. Ach ja, und maximalen Erfolg dabei hat…

Im Unterschied dazu sehe ich bei Unternehmen auf Google Plus ein anderes Verhalten. Zumindest teilweise. Auch hier gibt’s natürlich die, die auf den schnellen Klick aus sind. Ich vermute aber, dass Unternehmen ihren Followern auf Google+ ein wenig mehr zutrauen, was das Rezipieren von Text und die damit verbundene Aufmerksamkeitsspanne anbelangt. Hierzu ein Beispiel. Die Outdoor Marke The North Face etwa erzählt ihren Fans auf Google Plus eine Wanderung in Form einer Geschichte und teasert den Betrachter, am Blog mehr darüber zu erfahren. Hier fungiert Google Plus also nicht nur als Sprungbrett zur Geschichte sondern ist selbst der Ort, an dem uns die Marke eine Geschichte erzählt. Weitere Beispiele gerne separat, ich bin schon ziemlich lang.

Fassen wir also zusammen: Ich glaube Twitter lässt Storytelling schlicht nicht zu. Facebook bedeutet – sorry – Verschwendung von Geschichten, auch wenn sie sich hier aufgrund des Platzangebotes durchaus erzählen lassen. Das Problem der Aufnahme von Facebook-Inhalten bzw. die Rezeption im Newsfeed bleibt bestehen. Das Thema Edgerank ist ein weiteres Fragezeichen für Storytelling auf Facebook. Dies gilt selbstverständlich auch für Google Plus. Dennoch sehe ich in Google+ einen geeigneteren Rahmen für Storytelling, als es Twitter & Facebook sind. Die Mutter aller Storytelling Schlachten stellt jedoch nach wie vor die eigene Homepage bzw. das eigene Blog dar. Ein Learning, das nicht zuletzt auch das Siemens Answer Projekt bietet.

Veranstaltungstipp: Storycamp Salzburg – 23. November 2012 zwischen 9 und 16 Uhr (genaue Ortsangabe folgt!) Hier gehts zur ==> Anmeldung