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Der Kanzler als Pizzamann

20. April 2017Die nächsten Wahlen zum Österreichischen Nationalrat kommen bestimmt. Die Parteien bringen sich in Stellung und nutzen dafür natürlich auch Soziale Medien. SPÖ-Kanzler Christian Kern sorgt gerade mit einem unkonventionellen Video für Aufsehen.

Es ist schwer als Politiker. Was ich meine? Es ist schwer Dinge zu sagen und zu tun, die in sozialen Medien bestehen können. Dinge, die in Erinnerung bleiben, die möglicherweise berühren, mit denen man sich positiv abhebt, alle diese Sachen.

Politik ist nicht lustig. Politiker lachen selten, sind wenigen Leuten sympathisch. Es geht stets um die politische Sache, das politische Thema, den richtigen eigenen Standpunkt und natürlich um den falschen des Mitbewerbers. Politik bohrt dicke Bretter, und basta!

Politiker haben es schwer!

Ich möchte damit nicht sagen, dass mir Politiker leid tun. Zumindest solange man sie nicht auf Skiern die Piste hinunter schickt, wie geschehen im Präsidentschaftswahlkampf von Andreas Khol. Wir erinnern uns mit Schrecken. Aber schwer haben sie es dann schon wieder. Man traut ihnen nicht über den Weg und schätzt ihre Problemlösungskompetenz meist als niedrig bis sehr niedrig ein.

Wer vertraut Politikern?

Das Vertrauensbarometer für Politiker stark nach unten. Vor allem bei den Jüngeren ist es damit nicht allzu gut bestellt.

Die Kommunikation ist schuld, ausnahmslos immer

Und natürlich auch ihre Berater, Spindoktoren und Pressesprecher. Sie sollen müssen es dann richten. Im Wissen natürlich, dass die Kommunikation immer versagt, wenn es schlecht läuft. „Es ist uns nicht gelungen, den Leuten verständlich zu machen, dass…“ heißt es dann nach erfolglos geschlagener Wahl. Und dass natürlich die Kommunikation schlecht war… Ich warte jeden Wahlabend auf diese Wortspenden und sie kommen den Verlierern über die Lippen so wie das Amen im Gebet.

Politik tut sich schwer in sozialen Medien

Besonders schwierig für Politiker ist das Metier Sozialer Medien. Dass das aber nicht zwingend so sein muss, zeigt der amtierende Bundeskanzler Dr. Christian Kern.

Es geht darum, eine Kampagne, eine Bewegung zu starten, darum, mit den Menschen ins Gespräch zu kommen, ehrliche und authentische Bilder zu produzieren und zu vermarkten. Kern uns sein Team haben sich zu einen Zugang entschlossen, für den es vor allem drei Dinge braucht.

 

  • Mut bzw. die Fähigkeit über den Dingen zu stehen.
  • Die Fähigkeit, sich und das eigene Tun nicht zu ernst zu nehmen.
  • Hohe Frustrationstoleranz.

 

All diese Punkte bringen viele Politiker nicht mit. Leider. Vor diesem Hintergrund tun sie sich sehr schwer, wenn es darum geht, über Sozialen Medien zu kommunizieren und darin zu bestehen.

Kanzler Kern als Pizzamann

Was tut Kern? Sehen sie selbst! Er verkleidet sich einen Abend lang den Pizzaboten, kommt mit Menschen ins Gespräch und inszeniert sich damit als dialogbereit, sympathisch und offen. Nicht schlecht!

Verbreitet wird dieses Video über den Facebook Kanal des Kanzlers und den hauseigenen Kanal auf Youtube.

Natürlich ist das Berechnung! Natürlich geht es um die Bilder, den davon ausgehenden Buzz in Online Medien und Tageszeitungen. Und, ja klar, handelt es sich dabei um ein klassisches Pseudo-Ereignis. Andererseits, warum nicht!? Die anderen Politiker tun es schließlich auch oder werden sehr bald wieder damit beginnen. Babies küssen, Marktbesuche, Verteilaktionen. Man kennt das. Werden sie damit Online Gespräche auslösen können? Ich bin mir da nicht so sicher.

 

 

Kern löst eine ganze Menge dieser Online Gespräche aus. Nicht alle werden immer schmeichelhaft für ihn ausfallen. Aber das ist auch egal. Kern folgt seinen Beratern, er wagt sich hinaus auf dünnes Eis und er wird wohl auch das Durchhaltevermögen mitbringen, in seiner Online Kommunikation und dem daran anschließenden Transport social Media-gerechter Bilder weiter am Drücker zu bleiben.

Online Buzz als neue Währung?

Möglich auch, dass wir auch hierzulande sehr bald mehr von dieser Form politischer Kommunikation erleben werden. Mehr Inhalte also, die auf die Verbreitung in und über soziale Medien abzielen, die ganz bewusst für diesen Kanal ersonnen und umgesetzt wurden. Dass es dafür einen neuen Typus Politker braucht, der bereit ist, auch hier entsprechend mitzuspielen, sollte allen klar sein.

Online Video 2017: Ohne LIVE nix los!

3. April 2017Wenn Nutzer mit LIVE-Videos auf Facebook dreimal mehr Zeit verbringen, also mit vorgefertigten Videos, ist es definitiv an der Zeit, sich diesem Thema nicht mehr länger zu verschließen.

Die Zusammenfassung dieses Posts in einem Satz: Das Thema Bewegtbild-Kommunikation oder meinetwegen Online-Video lässt sich 2017 mit einem einzigen Wort zusammenfassen: LIVE-Steaming.

Zugegeben, ich bin vorsichtig geworden, wenn ich Leute durch die Gegend rennen sehe, die dies oder das als den Trend des Jahrhunderts oder das Tool des Jahres preisen. Nicht selten sind sie da und schon wieder weg, um wenige Monate später mit dem nächsten heißen Sch*** angerannt zu kommen.

Mit dem Thema Online-Video verhält es sich grundlegend anders. Ich kann mich gut an die Zeit erinnern, in der es hieß, jeder PR-Mensch sollte sich auskennen mit Video, sollte in der Lage sein, für seine Kunden in möglichst kurzer Zeit auf Sendung gehen zu können. Wie lange ist das jetzt her? Zehn Jahre vielleicht. Was hat sich getan?

Online-Video bedeutet 2017 LIVE-Steaming

Sehr viel hat sich getan. Video ist heute Mainsteam. Warum? Weil es die Bandbreiten gibt, weil es mobile Endgeräte gibt, auf denen sich Videos abspielen lassen und weil es eben auch immer mehr gute Video-Inhalte gibt.

Facebook LIVE bringt gute natürliche Reichweite, wie sie viele Unternehmen seit langem vermisst haben

Zahlen, die für sich sprechen. Die natürliche Reichweite, die sich derzeit über Facebook-Live erreichen lässt, spricht absolut für seinen Einsatz

Zudem machen immer mehr Nutzer von der Möglichkeit Gebrauch, über ihre mobilen Endgeräte selbst online zu gehen und in die Senderrolle zu schlüpfen, genauso wie sie es vorher mit Texten und Bildern getan haben.

Bewegtbilder im Jahr 2017 sind LIVE-Bilder

Waren es vor ein paar Jahren also noch Eingeweihte, die sich mit irrsinnig teuren Kameras daran machten, Videos zu drehen, geht das heute vom Smartphone aus wesentlich einfacher. Teure Hardware fällt damit ebenso weg, wie Schnittsoftware und leistungsfähige Computer, ohne die man im Videoschnitt aufgeschmissen war damals.

Immer häufiger aber kommt es mir so vor, als fühlten sich Online-Videos produziert für Youtube und anderen Plattformen auch schon wieder irgendwie an wie die 1990er Jahre. Ich meine das aufwändige Drehen, Schneiden und Hochladen von Videos auf Plattformen wie Youtube. Dank Sreaming geht das heute doch längst zackiger. Aber eben nicht nur das.

Die neue Qualität heißt LIVE

Die Streaming-Möglichkeiten für Smartphone-Besitzer gehen so weit, dass diese dank der immer höher werdenden Bandbreiten und der Verbreitung von Facebook wirklich dazu in der Lage sind, ihre eigenen LIVE-Bilder in die Welt zu übertragen. Und dies stellt jetzt schon eine Qualität dar, die einzigartig ist. LIVE-Bilder in Echtzeit zu verbreiten ohne Wenn und Aber. Ohne Crew im Hintergrund und teure Anschaffungen.

Bewegtbild heißt im Jahre 2017 also vor allem LIVE gestreamtes Bewegtbild. Und Brands, die dies noch nicht für sich nutzen, sollten meiner bescheidenen Meinung nach nicht mehr allzu lange warten.

Warum zögern Unternehmen mit LIVE Video?

Es mag viele Gründe für diese Zurückhaltung geben und sie sind wahrscheinlich so verschieden wie die Unternehmen selbst. Oft scheitert es daran, dass es keine Inhalte gibt, für die sich dieses Format anbieten würde. Aber ein Unternehmen, dem nichts einfällt, was es über diesen LIVE-Kanal erzählen könnte, hat ohnehin ein Problem.
Ein Problem, das mit ziemlicher Sicherheit auch in den Social Media Kanälen dieses Unternehmens mehr oder weniger offen zu Tage tritt.

Viele Unternehmen haben nichts zu erzählen, nicht über sich und nicht über andere. Vielfach ist es noch schlimmer: Sie sind nicht dazu in der Lage, zu wissen, welche Kunden sie ansprechen sollen und welche Inhalte für diese Kunden wohl die besten wären. Also wird kommuniziert, wie man immer schon kommuniziert hat, am Markt und am Kunden vorbei.

Die Angst vor dem LIVE-Versagen

Warum noch trauen sich viele Unternehmen nicht vor in die unendlichen Weiten der Video-Echtzeit-Kommunikation? Ganz einfach, weil man Angst davor hat, vor versammeltem Publikum zu versagen, zu stottern, Blödsinnigkeiten von sich zu geben. Klar eigentlich, oder? Dieser Angst wohnt die Haltung inne, dass Unternehmen, Marken und Geschäftsführer stets nur wahre oder zumindest unstrittige Dinge von sich geben sollten.

 

Nirgends anstreifen, niemandem auf den Schlips treten, das ist die oberste Maxime.

 

Da stört der fragende Blick des CEO’s oder die Hand am Objektiv oder das leichte Wackeln zu Beginn des Live-Videos natürlich ungemein. Schade eigentlich!

Den Mutigen gehört Facebook LIVE!

Aber nix schade eigentlich! Diese Zurückhaltung vieler Verantwortlicher im Bereich LIVE-Videos, bietet wagemutigen (Einzel-) Kämpfern ohne Furcht und Tadel die Chance, sich ordentlich abzugrenzen, ordentlich Reichweite zu machen und ordentliches Storytelling für sich und ihre Marken zu betreiben. Noch.

Je mehr Leute erkennen, welchen Chancen sie z.B mit Facebook LIVE, Youtube Live oder Twitter-LIVE haben, desto öfter werden LIVE-Inhalte in unseren Newsfeeds auftauchen. Und irgendwann ist es dann wieder vorbei mit der natürlichen Reichweite für alle und die Differenzierung über gute oder bessere LIVE-Inhalte beginnt von Neuem. Oder es kommt eben der nächste heiße Sch***

Unternehmen sollten sich dem Thema Live-Streaming nicht länger verschließen. Das Thema wird Marketing und PR bald noch viel stärker beschäftigen

Egal ob als Facebook-Nutzer oder Administrator einer Facebook-Seite. LIVE-Streaming ist neuerdings hier wie dort möglich.

Punkte die für Facebook-Live sprechen

Ich finde Zahlen immer sehr gut. Vor ihnen gibt es kein Entkommen und es wird ein Stück leichter, das Nicht-Können oder Nicht-Wollen zu überwinden.

Also, wie wäre es mit diesen Zahlen hier:

  • 1.460% höhere organische Reichweite auf Facebook für LIVE-Videos verglichen mit einem durchschnittlichen Bild-Posting.
  • 3 x mehr Zeit als mit normalem Video-Material verbringen Facebook-Nutzer mit LIVE-Videos auf Facebook Dies dürfte wohl auch damit zu tun haben, dass Live-Content von Facebook im Newsfeed mehr Platz eingeräumt bekommt als andere Inhalte.
  • 700 Prozent mehr Video-Content auf Facebook innerhalb der vergangenen drei Jahre.
  • 8 Milliarden Video-Views auf Facebook pro Tag (!).

Lesen Sie im nächsten Beitrag, wie sie aus Facebook LIVE noch mehr Reichweite herausholen.

Abschließend lässt sich sagen, dass sich Unternehmen, die heute nicht auf LIVE-Content setzen, früher oder später ein Problem mit der Aufmerksamkeit einhandeln dürften. Wer im Facebook-Newsfeed z.B. immer noch auf die guten und beschaulich-langen Online-Videos setzt, hat wichtige Entwicklungen verschlafen. Auch denke ich, dass es eben nicht zwingend notwendig ist, immer einen Schritt nach dem anderen zu setzen. Also zuerst mit statischen Hochglanz-Videos zu beginnen und sich dann erst Richtung Video-Streaming weiter zu hanteln. Ich denke, es sollte möglich sein, hier ein oder zwei Klassen zu „überspringen“ und gleich dorthin zugehen, wo sich Aufmerksamkeit und Relevanz erzielen lassen: Ins Broadcasting von LIVE-Inhalten.

mit Facebook-Steraming mehr erreichen

Facebook LIVE kann ein wirksames Instrument für die Produktion werthaltiger Inhalte sein.

Sorry, keine Zeit für deine Story!

13. Januar 2016In der Produktion relevanter Online-Inhalte mühen sich viele ab. Sie schreiben Geschichten, vesuchen zu emotionalisieren und lassen auch sonst nichts unversucht. Was aber, wenn Nutzer für die hochwertigen Früchte dieser Arbeit gar keine Zeit haben?

Mir geister dieser Gedanke schon lange im Kopf herum. Was ist, wenn wir in unseren Texten mit Bildern, Metaphern und Geschichten arbeiten, wir den Leser damit aber gar nicht (mehr) abholen, weil dieser an chronischem Zeitmangel leiden oder zumindest am Plafond seiner Aufnahmefähigkeit steht?

storytelling dortydoing content erstellung

Wir setzen in unseren Texten vielfach auf Narrative, Metaphern oder Microstories. Die Frage steht im Raum, ob die Leser dafür überhaupt genügend Zeit und Lust mitbringen.

Wäre es da nicht klüger, auf Info-Happen und Bullet-Points zu setzen und narrative Ansätze (Stichwort: Storytelling) in unserem Online-Marketing gänzlich über Bord zu werfen? Ich meine, Aufwand ist das ja wirklich genug. Die Frage ist, ob dieser sich lohnt.

Wer stellt sich ähnliche Fragen und wer hat darauf vielleicht sogar schon Antworten?

Ich befinde mich schon länger in dieser „Storytelling-ist-super“-Clique, weiß, dass wir uns seit Jahrtausenden Geschichten erzählen und darauf (angeblich) abfahren.

Ich frage mich, inwieweit die Gleichung „Relevante Geschichte gut erzählt ist gleich Aufmerksamkeit“ noch stimmt bzw. ob sie überhaupt jemals gestimmt hat.

Jetzt gibt es all diese Beispiele von interaktivem Storytelling, also vom Ineinandergreifen hochwertig aufbereiteter multimedialer Inhalte. Die Frage stellt sich aber, wer sich für ein solches Angebot dann wirklich die Zeit nimmt, minuten- oder wohl besser stundelang verweilt und genießt.

Storytelling Storydoing Attention Span

Sinkende Aufmerksamkeitsspannen und gleichzeitig Texte, die aufwändig erzählte Geschichten beinhalten. Geht das zusammen?

Wie sehr muss man sich mit dem Thema auseinandersetzen wollen, wie viel Zeit mitbringen und wie viel Muse? In einer Zeit, in der die Aufmerksamkeitsspanne immer weiter nach unten rutscht, Kinder flennen und Telefone bimmeln.

Ach ja, mein Computer erinnert mich gerade an den nächsten Termin! Storytelling? Fehlanzeige.

Ich, und ich glaube viele von uns haben die Zeit einfach nicht. Und da stellt sich die eingangs erwähnte Frage noch einmal: Macht es überhaupt noch Sinn, in bzw. mit unseren Texten (Achtung, ich spreche hier nicht von Videos, Grafiken oder Bildern!) den ernsthaften Versuch zu unternehmen, Geschichten zu erhählen.

 

Mehr aus der Rubrik Storytelling hier am Blog

 

5 knackige Ideen für Ihr nächstes Online Video

23. Juni 2015Mit Videos ist es so eine Sache. Alle wissen, dass sie gerne gesehen werden aber kaum einer traut sich drüber. Viele Unternehmen beschränken sich deshalb darauf, Videos anderer zu teilen oder geben sich zufrieden mit einem verwaisten Youtube Kanal.

Neulich sah ich bei Marketo ein Video, bei dem ich hängen blieb. Ich sah es mir einmal an, dann noch einmal, weil ich den Ansatz schön fand. So einfach und doch wirksam.

Das Video war in der Produktion sicher nicht teuer, liefert jedoch sympathische Bilder die sich positiv auf Mitarbeiter und Marke auswirken. Nebenbei wirft es die Frage auf, „Was tut Marketo nun wirklich..“ und lädt so zu einer Beschäftigung mir der Marke ein.

Mobile Video leicht gemacht

Gutes Bewegbild muss nicht immer gleich eine Lawine kosten. Klar ist aber auch, dass ein verwackelte Handy-Video mit schlechtem Ton nicht zum gewünschten Ziel führen wird.

Sich also mal selbst fit zu machen, sich anzusehen, wie man etwa aus einer Handykamera plus Stativ richtig viel rausholen kann, ist ein lohnender erster Schritt. Eine tolle Anleitung für die Produktion von Mobile Video findet sich übrigens bei Vimeo.

Wenn das Video dann mehr können muss, wenn es Effekte, Luftaufnahmen oder eine perfekte Inszenierung für den CEO braucht, dann werden Sie an Profis nicht vorbeikommen.

Wobei sich die Frage stellt, wie gut sich perfekte Videos vom CEO auf Facebook und andern sozialen Medien überhaupt machen…

Hier ein paar nützliche Tips und Ideen für Ihr nächstes Video:

Auch das kürzeste Video verdient ein Drehbuch
Sich kurz zu skizzieren, wie das fertige Online Video aussehen soll, ist unerlässlich. Also muss ein Drehbuch / Storyboard her. Den Einstieg, den Mittelteil und den Schluss und die dazu passenden Szenen zu kennen ist das eine. Eine in sich schlüssige Handlung, um nicht zu sagen eine Dramaturgie zu haben, aber ebenso wichtig.

Aufmerksamkeit für Online Videos

Damit das nächste Online Video richtig gut wird, ist Planung geboten: Wer in seinem Video zu spät auf den Punkt kommt, hat oft nur noch einen Bruchteil des ursprünglichen Publikums…

Video Ideen kurz und knackig
Was wäre, würden Sie mit Mitarbeitern, nach Ablauf ihrer ersten sechs Monate im Unternehmen ein kurzes Video drehen?

Das Ein-halbes-Jahr-im-Job Video
In diesem Video spricht der Mitarbeiter davon, wie er das Unternehmen kennengelernt hat, wie damals seine Erwartungen waren, ob und wenn ja wie sie sich erfüllt haben, wie er sein Aufgabenfeld sieht, was ihm daran besondere Freunde bereitet, u.s.w.

Gedreht natürlich direkt am Arbeitsplatz. Das ganze kostet wenig und kann genau die Form von Inhalt sein, die Ihnen via Social Media und Webseite zu mehr Bewerbungen bzw. einer höheren Anzahl besser passender BewerberInnen verhilft…

Mitarbeiter des Monats für Online Videos nutzen

Mitarbeiter vor den Vorhang zu bitten kann ein wirksamer Weg sein wenn es um die Produktion kostengünstiger Online-Videos geht. Wertschätzung der eigenen Belegschaft gegenüber ist auch immer wieder schön.

Das Ein-Tag-in-meinem-Job-Video
Gewinnen Sie den telegensten Ihrer Mitarbeiter für diese Idee und begleiten ihn einen Tag durch seinen Job. Lassen Sie ihn über seine kniffeligen Aufgabenstellungen sprechen und darüber, wie er sie löst.

Ist dieser Mitarbeiter möglicherweise ein Morgenmuffel? Na dann bietet sich als erste Einstellung ja schon der Kaffeeautomat an. Weiter geht’s dann ähnlich wie zuvor. Also, was macht deinen Job aus, was verschönert dir den Tag? Was geht überhaupt nicht, etc.?

Das Video zum Projektstart
Sie oder eines Ihrer Teams steht am Beginn eines wichtigen Projektes? Eine gute Möglichkeit, die Beteiligten über ihre Erwartungen zu befragen. Wie denken Sie über die Herausforderungen? Warum ist dieses Projekt für sie von besonderer Bedeutung? Wie werden sie sich konkret einbringen und was soll dabei herauskommen?

Das Lieblings-Kunden-Video
Ihre Belegschaft arbeitet direkt am Endkunden? Ebenfalls eine gute Möglichkeit für das nächste Online-Video. Fragen Sie ein paar Ihrer Mitarbeiter nach ihren Lieblingskunden. Was macht für sie einen solchen Lieblingskunden aus?

Es geht hier gar nicht darum, diese auch mit Namen zu nennen, sondern darum, das Leuchten in den Augen und die Freunde Ihrer Mitarbeitern Ausdruck zu verleihen.

Das doofe-Fragen-Video
Die Konferenz ist aus, die Teilnehmer nehmen ihren Kaffee ein. Der optimale Zeitpunkt, ihnen eine dezent unpassende Frage zu stellen. Hier geht es nicht darum, jemanden bloß zu stellen sondern um das Auslösen einer Reaktion, in diesem Fall Verblüffung.

Produktvideo einmal anders
Wohl jeder kennt die legendären Videos des Mixer-Herstellers „Blendtec„. iPhones und andere teure Hightech-Geräte werden in den Mixer gesteckt und geschreddert. Der Mixer aus dem Hause des Herstellers schafft es natürlich jedes Mal.

Möglicherweise kann man auch Ihr Produkt auf unterschiedliche Weise nutzen, es für vielleicht verrückte Dinge einsetzen oder es auf bestimmte Art persönlich gestalten.

Sollten Sie Kunden haben, für die sie ganz spezielle Lösungen finden mussten oder Endkunden, die mit Ihren Produkten ungewöhnliche oder spannende Dinge anstellen, sprechen Sie in Ihrem nächsten Online Video genau darüber!

 

Weiterführende Info:
Hier ein paar Tipps zum besseren Storytelling: Warum Emotionale Geschichten besser funktionieren. 

 

 

Storytelling: Warum Ihre Online-Videos Stories brauchen

24. April 2013Über visuelles Storytelling habe ich hier bereits vor einigen Tagen gebloggt. Heute geht es um das Thema Video bzw. um die Frage, warum Ihr nächstes Online Video unbedingt einer Story folgen sollte.

Exkurs: Storytelling ist nicht bloß Marketing-Instrument. Die Methodik lässt sich auf vielfältige Weise einsetzen, egal ob im Wissensmanagement, in der Teamentwicklung, der internen Kommunikation, als Führungsinstrument oder als vertrauensbildende Maßnahme. Storytelling rein auf Marketing und PR oder gar nur auf Soziale Medien zu reduzieren, greift wesentlich zu kurz.

Der Zuseher als Teil der Handlung

Zurück zum Thema! Warum sollte Ihr nächstes Online Video unbedingt einer Story folgen und / oder auf die Methodik des Storytellings zurückgreifen? Nehmen Sie sich bitte kurz die Zeit und schaun‘ Sie sich folgendes Video an. Sie wissen dann sofort, was mit Storytelling gemeint ist. Gleichzeitig kommen Sie nicht umhin, sich in den kleinen Jungen hinein zu versetzen. Und das ist es genau, was sie mit einer Story bezwecken wollen, nämlich, dass der Betrachter emotional an einen Charakter der Story, etwa dem Helden, andockt und somit zum Teil der Handlung wird. Ist diese Koppelung geglückt, erfolgt das Lernen, die Auseinandersetzung mit Werten, etc. fast automatisch. Aber hier sind wir schon ein bisschen zu weit!

Storytelling: Zuseher suchen nach sich selbst

Wenn Nutzer Online-Videos konsumieren, die einer guten Story folgen, suchen sie nicht nur den Nutzen, stellen sich also Fragen wie, was bringt es mir, die zwei Minuten zu investieren, was lerne ich, etc. sonder sie suchen nach sich selbst. Auch diese Suche in der Geschichte, nach sich selbst bzw. letztlich das ausfindig Machen dieser Person, dieses Charakters, stellt einen Nutzen dar, den gute Online-Videos ihren Zusehern liefern. Gutes Storytelling denkt diesen Zusammenhang entsprechend mit und liefert Zuhörern oder eben Zusehern Charaktere, mit denen sie sich emotional verbinden können. Beim Betrachter macht es „klick“, wenn er erkennt, „He, der Typ in dieser Geschichte bin ich ja selbst!“

Emotion statt Fakten

Hier geht es nicht mehr um die Anzahl der Pistenkilometer (eh meistens gemogelt!), um die Höhe der Gipfel und um die Features der neuen Federgabel, die man sich gerade an sein Mountainbike schrauben hat lassen. Hier geht es um keine Prozentsätze mehr und um keine Excel-Tabellen. Die Koppelung ist erfolgt, die emotionale Bindung ist da und die Vermittlung von Information erfolgt auf einer ganz anderen Ebene. Das ist gute gemachtes Storytelling!

Mit Storytelling zu mehr Verbreitung

Im Online Marketing und der Welt sozialer Medien geht es nicht zuletzt aber auch um den Verkauf. Je höher also der Verbreitungsgrad meiner Inhalte, desto höher die Wahrscheinlichkeit, dass User mit dem Inhalte interagieren, ihn teilen und damit noch weiter verbreiten. Storytelling leistet genau hierzu einen bedeutenden Beitrag. Ein Stück Inhalt ohne Story führt zu weit weniger Erinnerung aber auch Interaktion, als ein Stück Content mit Story.

Dieses Video ist dafür ein gutes Beispiel. In Atlanta gibt es ein ein Centucky Fried Chicken Restaurant mit einem überdimensionalen Huhn (The big chicken) an der Außenfassade. Es ist nicht nur kurios anzusehen, es ist für viele auch eine Orientierungshilfe. Ein Malerbetrieb kontaktierte den Betreiber des KFC-Restaurants und bot ihm an, das in die Jahre gekommene Huhn gratis neu zu streichen. Was gratis ist, ist nichts wert, heißt es oft. In diesem Fall weit gefehlt. Hier wird das Herzblut sichtbar und auch die Verbundenheit, die Malermeister Kevin Smither an den Tag legt. Als Betrachter frägt man sich unweigerlich, bin ich nicht auch schon mal ein Kevin Smither gewesen? He, der Typ bin ich oder war ich zumindest schon mal, etc.

Sympathische Geschichten werden gerne weitererzählt, sie finden ihren Weg eher in die Medien, als es langweilige Verkaufsvideos tun, sie werden in der Welt der sozialen Medien geteilt und geliked. Und geliebt werden wollen wir schließlich alle, oder?